Der geheime Krieg der USA in Afrika - Link

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Die industrielle Massentierhaltung im Kapitalismus ist nur noch krank 

Abgesehen davon, dass diese Tiere in der industriellen Massentierhaltung mit Pharmaka vollgepumpt werden( die den Fleich verzehrenden Menschen massiv belasten und gegen Antibiotika immun machen), damit die Tiere weniger erkranken udn so mehr Profit abwerfen, wird in der grausamen Massenproduktion auch millionenfacher Tod von gezüchteten und über tausende Kilometer  sinnlos durchs Land verfrachtetes Schlachtvieh gekonnt hinweggesehen .

Das Scheitern der Marktwirtschaft will man sich nicht eingestehen und man macht weiter wie gehabt. 

Der Deutsche Tierschutzbund prangert Missstände in der deutschen Schweinezucht an: Etwa 13 Millionen Tiere landeten jedes Jahr in der Tierkörperbeseitigung, weil sie im landwirtschaftlichen Betrieb verenden oder notgetötet werden müssten. Das sei etwa ein Fünftel aller in Deutschland gehaltenen Schweine, teilt der Tierschutzverein mit und beruft sich dabei auf eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Demnach seien etwa 300 000 dieser sogenannten Falltiere vor ihrem Tod erheblichen Schmerzen ausgesetzt.

Auch ein erheblicher Teil der Tiere, die noch in Schlachthöfen angeliefert werden, sind nicht gesund. Das zeigen Daten vom großen Fleischkonzern Vion für das dritte Quartal 2017. Demnach zeigten 40 Prozent der angelieferten Schweine bei der Fleischbeschau sogenannte Organbefunde, das heißt, sie waren erkrankt oder verletzt.

Der Tierschutzbund fordert die Bundesregierung zum Eingreifen auf. Nötig sei ein bundesweites System, mit dem Tierschutzverstöße in den Tierkörperbeseitigungsanstalten erfasst würden, sagt Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Zudem müssten auch verendete oder notgetötete Schweine gekennzeichnet sein, damit der Tierhalter ermittelt werden könne. "Nur so können tierschutzrelevante Verstöße auch geahndet und somit zukünftig vermieden werden." 

 

Ukra Faschisten attackieren militärisch Pervomaisk der Volksrepublik Donezk

Neue militärische Aktionen wurden von Ukrainischen Faschisten  gegen Pervomaisk im Osten des Landes an der Grenze der Ukraine zur Volksrepublik Donezk  gestartet.

Dabei kam ein Mensch ums Leben.  

Weder der neue Präsident der Ukraine noch das Merkel- Regime oder die EU haben diese Militärattacke der faschistischen Milizen kritisiert. Ebenso hört man  von der Partei der Grünen hierzulande keine Proteste gegen diese  russophobe Aggression.

Die ukra-faschistischen Truppen der Ukraine haben auf das Wohngebiet der Donbass-Kleinstadt Pervomaisk unweit von Lugansk - das Feuer mit schwerer Artillerie eröffnet.

Hunderte Menschen bringen sich in Keller in Sicherheit.

Mindestens 1 Mensch wurde in seiner Wohnung getötet, 7 weitere teils schwer verletzt, darunter auch ein 3,5-Jahre kleines Kind, dass mit Kopfverletzungen in die Klinik eingeliefert wurde.

Die Ärzte führen gerade eine Not-OP durch und kämpfen um das Leben des Kindes!

 

 

 

Iran rächt sich für Kaperung eines Öltankers durch Briten mit  einer Gegen- Beschlagnahmung 

Nachdem die Briten in ihrer ehemaligen Kolonie an der Meerenge von Gibraltar einen  iranischen Öltanker illegal und unter Protest der Spanier gekapert hatten und das Schiff seit Wochen mitsamt Kapitän mit zwei Millionen Litern Öl für Syrien an Bord immer noch nicht freigegeben haben, hat der Iran an der Strasse von Hormuz als Gegenreaktion einen britischen Tanker beschlagnahmt und sozusagen quasi gepfändet. 

Die Aktion ist natürlich heikel. Andererseits muss sich der Iran gegen Willkür und Schikane wehren. Die USA/GB glauben sonst sowas immer wieder und straflos machen und gegen das Völkerrecht willkürlich verstossen zu können. 

Deshalb ist die iranische Gegenaktion nachvollziehbar.

London spricht von zwei Tankern, die Richtung Iran abgedrängt wurden, und verurteilt die Vorfälle. Die Aktienkurse des Dow Jones fallen daraufhin am nachmitztag stark . 

Iran hat am Freitag nach Angaben aus London innerhalb kurzer Zeit zwei britische Tanker im Golf von Hormuz aufgebracht. Nach der unter britischer Fahne fahrenden «Stena Impero» wurde demnach auch ein unter liberianischer Flagge fahrender Tanker in Richtung Iran abgedrängt. Laut Medienberichten soll es sich dabei um die «Mesdar» der britischen Norbulk Shipping UK handeln.

«Die Festsetzungen sind inakzeptabel», sagte der britische Aussenminister Jeremy Hunt. Noch am Abend trat in London laut Medienberichten der Nationale Sicherheitsrat (Cobra) zu Beratungen zusammen.

«Wir werden auf eine Weise reagieren, die wohlüberlegt, aber entschlossen ist, und für uns ist absolut klar, dass, wenn diese Situation nicht bald gelöst wird, sie ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen wird», sagte Hunt. Er ergänzte, dass Grossbritannien «keine militärische Optionen erwäge, sondern einen diplomatischen Weg, um eine Lösung für die Lage zu finden».

Hunt sagte ausserdem, er habe mit seinem amerikanischen Amtskollegen Mike Pompeo gesprochen. Versuche, mit dem iranischen Aussenminister Mohammed Jawad Zarif zu telefonieren, seien zunächst fehlgeschlagen, da dieser auf einer Flugreise war. Nach der Cobra-Sitzung teilte ein Regierungssprecher mit, dass allen britischen Schiffen geraten werde, die Strasse von Hormuz und umliegende Gewässer bis auf Weiteres zu meiden.Iran ist keine Kolonie des Westens.

Der britische Tanker ist jetzt Pfand bis die Briten den iranischen Tankern in Gibraltar mit den 2 Millionen Litern Öl rausgeben.

Das iranische Öl sollte in das zerstörte Bürgerkriegsland Syrien geliefert werden, wo es von der leidenden Bevölkerung dringend benötigt wird.  

In der internationalen Politik, die durch US Imperialismus und Willkürherrschaft gekennzeichnet ist - also durch faktische Kolonialherrschaft des Westens einerseits und Rechtsstaatslosigkeit andererseits ( denn die USA und GB setzen sich über jedes internationale Völkerrecht hinweg), hast du als Drittweltland und als ehemalige Kolonie des Westens keine anderen Möglichkeiten dich zu wehren, zudem ist Gibraltar als britische Kolonie ein Relikt früherer britischer Weltherrschaft

Auch Spanien beansprucht Gibraltar an der Meerenge zwischen Europa und Afrika. Und selbst Spanien hat gegen die Kaperung des iranischen Tankers durch die Briten damals protestiert.

Es ist also in mehrfacher Hinsicht krasses Unrecht durch GB mit Rückendeckung der USA ausgeübt werden. Wir haben im internationalen Recht leider keine Rechtsstaatlichkeit. So bleibt dem Iran nur diese Option der Gegenreaktion und der Pfändung des britischen Tankers.

Es ist sogar  irgendwie clever vom Iran, dass sie es an der Strasse/ Meerenge von Hormuz machen, wo iranisches Gewässer ist oder es direkt am iranischen Gewässer grenzt.

Nur diese ganzen Rahmenbedingungen des Falles also das ganze Bild für eine objektive Beurteilung wird den Menschen mehrheitlich durch Fake News Medien von ARD bis ZDF und von BILD bis RTL natürlich verwehrt. Sie werden dumm gehalten oder falsch bzw. lückenhaft informiert! So funktioniert aber Nato Kriegspropaganda immer!!!

 

Unfähige militaristische Kriegsministerin Karrenbauer fordert dreist Mega-Verschuldung des Landes für Hochrüstung im Dienste von Trump 

Obwohl die Rüstungsausgaben  der USA und der Nato bereits gigantisch sind und bei weitem die Rüstungsetats von Russland und China zusammen übertreffen, fordert  die neue designierte Kriegsministerin und  mögliche Kanzlerkandidatin Kramp Karrenbauer dummdreist die Aufstockung des deutschen Rüstungsetats um weiter 35 Milliarden €uro, um der Forderung der Militaristen und Rechtspopulisten Donald Trump unterwürfig zu befolgen. 

So beträgt jetzt schon der Rüstungshaushalt der USA als Teil der Nato offiziell 600 bis 700 Mrd Dollar . Rechnet man Schattenhaushalte ein, sind es sogar 1,25 Billionen Dollar ohne die Rüstungsausgaben der EU Staaten .

Im Vergleich dazu sind die Rüstungsausgaben Russlands und Chinas winzig. Russland hat etwa 61 Mrd Dollar Rüstungsausgaben. China etwa 250 Milliarden Dollar - trotz mehr als  vierfach höherere Bevölkerungszahl als die USA. Somit ist das Pro-Kopf Aufkommen für Rüstungsgüter entsprechend noch kleiner.

Selbst Frankreich alleine hat jetzt schon mehr Rüstungsausgaben als Russland.

Trotzdem beharrt Trump wie auch Karrenbauer auf das irrwitzige 2 % BIP-Ziel für die Kriegswirtschaft. 

Damit stellt man sich alleine in den Dienste des Militärisch-Industriellen-Komplexes und der Konzernherrschaft der Oligarchie.

Die neue Kriegsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer fordert  trotzdem devot eine deutliche Steigerung der deutschen Rüstungsausgaben.

Die jetzt schon bestehende Mega-Verschuldung des Staatshaushaltes von über 2 Billionen Euro ignoriert sie dabei völlig unverantwortlich.

Nach Zeit Online vom 18.2.2017 müsste Deutschland bei einem angenommenen jährlichen Wirtschaftswachstum von 2 % im Jahr 2024 mehr als 85 Mrd. Dollar für Verteidigung ausgeben, um das Ziel zu erreichen. 2018 waren es etwa 49 Milliarden Dollar. Das sind 35 Milliarden Dollar jährlich mehr für Rüstung, die dem Sozialstaat oder der Ausgestaltung eines existenzsichernden Mindesteinkommens fehlen.

Die Bundesrepublik habe dem Ziel der Nato, die Militärausgaben bis 2024 in Richtung zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, eine „klare Zusage gegeben“, sagte die CDU-Vorsitzende der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Deutschland hat sich wie die anderen Nato-Verbündeten dazu bekannt, dass sich die Verteidigungsausgaben bis 2024 in Richtung zwei Prozent des BIP bewegen sollen. Dies würde Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe bedeuten. Für 2020 sind nun allerdings nur 1,37 Prozent der Wirtschaftsleistung anvisiert.

Kramp-Karenbauer bekräftigte die Vorherrschaft der USA in der Nato und das fatale atlantische Kriegsbündnis der globalen  Aggression, indem sie eine eigene starke und autonome  EU Armee ablehnte. Das komme nicht in Frage.

Vor allem aber will die mögliche nächste Kanzlerin dem US Imperialismus und der US Vorherrschaft in der Welt  sowie der Kriegspolitik der USA dienen und damit den Interessen der deutschen Bevölkerumng extrem schaden.

 

 

US Regierung kann über US Konzerne jede Mail entschlüsseln und mitlesen

IZ History- Story aus 2013

Eine neue Dimension der Überwachung des Internets

Die Folie entstammt einer NSA-Präsentation aus dem Januar 2013. Sie zeigt, wie das „öffentliche Internet“ und das Google-Rechenzentrum miteinander verbunden sind und wie Google Daten speichert
Ausschnitt einer Folie einer NSA-Präsentation aus dem Januar 2013. Sie zeigt, wie das „öffentliche Internet“ und das Google-Rechenzentrum miteinander verbunden sind und wie Google Daten speichert  Quelle NSA Geheimdienst
Google und Yahoo zeigen sich empört nach neuesten Enthüllung des NSA-Whistleblowers Edward Snowden. Laut „Washington Post“ zapfen US-Geheimdienste Glasfaserkabel der beiden Internetriesen direkt an.

Der US-Geheimdienst NSA lässt in Rechenzentren von Google  und Yahoo im Ausland seine Muskeln spielen: „Muscular“ heißt etwas eitel das Spähprogramm, das die Sicherheit der Cloud-Dienste der beiden Internet-Giganten und Googles Smartphone-System Android in geschäftsschädigenden Verruf bringt.

Nach Erkenntnissen der „Washington Post“ zapfen US-Geheimdienste, die im eigenen Land erhebliche juristische Hürden überwinden müssen, bevor sie US-Bürger bespitzeln können, die zwischen den Rechenzentren von Google und Yahoo laufenden Glasfaserkabel an. US-Gesetzeslücken erlauben den Diensten die Überwachung von Amerikanern im vermeintlich rechtsfreien Raum außerhalb der Vereinigten Staaten.

Die Zeitung veröffentlichte eine handgemalte Skizze eines NSA-Mitarbeiters, auf der ein Knotenpunkt zwischen dem öffentlichen Internet und dem internen Google-Netzwerk zu sehen ist – hier schlagen die Geheimdienste den Angaben zufolge mithilfe eines nicht genannten Internetanbieters zu.

Wenn die Enthüllungen der „Washington Post“, die sich auf Unterlagen des in Russland untergetauchten ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden beruft, den Tatsachen entsprechen, bedeutet das eine neue Dimension in der Überwachung des Internets durch angloamerikanische Geheimdienste.

Bisher galt die NSA nicht als ein Dienst, der routinemäßig US-Unternehmen ausspioniert. Das unter dem Namen Prism bekannt gewordene Spähprogramm kann erst nach einem (geheim)gerichtlichen Beschluss in die Nutzer-Accounts von Google und Yahoo eindringen. Entsprechend pikiert reagiert der Dienst auf die Muscular-Enthüllungen.

Alles sei falsch: „Die NSA konzentriert sich darauf, nur valide ausländische Ziele geheimdienstlich zu entdecken und auszuwerten.“ Der vorgeschriebene Prozess gerichtlicher Überwachung diene dem Datenschutz von US-Bürgern; die NSA „minimiert so die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Informationen in unseren Zugriff ... geraten“. NSA-Chef Keith Alexander wies die neuen Vorwürfe ebenfalls zurück. „Meines Wissens hat das nie stattgefunden“, sagte er vor Journalisten in Washington.

Google und Yahoo sind empört

Niemanden überraschen die Rechtfertigungen. Bemerkenswert ist die Härte und Zweifelsfreiheit, mit der Google und Yahoo solche Erklärungen als Ausreden ignorieren: „Wir sind empört darüber, wie weit die Regierung zu gehen scheint, um Daten von unseren privaten Glasfaserkabeln abzugreifen“, erklärte Googles Chefjurist David Drummond und verlangte überfällige Reformen des US-Datenschutzes.

„Wir haben uns schon lange Sorgen über die Möglichkeit einer solchen Art der Schnüffelei gemacht.“ Das Unternehmen habe der Regierung niemals Zugang gewährt. Eine Sprecherin von Yahoo sekundierte, wenngleich weniger empört: „Wir haben strenge Kontrollmechanismen, um unsere Datenzentren zu schützen. Und wir haben weder der NSA noch einer anderen staatlichen Stelle je Zutritt gestattet.“

Dass sie um Erlaubnis gebeten hätten, behaupten nicht einmal die NSA und sein britischer Geheimdienstpartner GCHQ. Es scheint, die „special relationship“ gedeiht auch im digitalen Absaugen von Millionen Informationen auf den internen Servern von US-Konzernen. E-Mails, Fotos, Videos, alles verfängt sich in den Netzen.

Schwindelerregende Datenfänge

Und die Datenfänge sind schwindelerregend. Nach einer Aufstellung vom 9. Januar 2013 hatten die geheimen Datensammler innerhalb eines Monats 181,28 Millionen neue Datensätze abgeschöpft. Die gewaltigen Datenmengen wurden zur NSA-Zentrale von Fort Meade in Maryland geleitet. Drei bis fünf Tage „traffic“ können die Rechner des GCHQ verkraften, heißt es, bevor die Datenflut analysiert und Speicherraum freigemacht werden muss.

Das Prism-Programm zwingt US-Technologiekonzerne, darunter auch Google und Yahoo, den US-Diensten Zugang zu allen Daten zu gestatten, die gerichtlich sanktionierte Suchbegriffe enthalten. Man ahnt, welche Begriffe das sein könnten: Al-Qaida, nicht Alabama, eher Allah als Shinto. Bei Muscular haben amerikanische Gerichte nichts zu sagen oder zu verlangen, da sich die Abschöpfung im Ausland abspielt.

Auch der Kongress verliert offenbar sein Aufsichtsrecht, wenn Amerikaner im Ausland abgehört werden. Eine „Exekutivanordnung“ des Präsidenten mit der Nummer 12333 definiert, welche Macht US-Geheimdienste haben und welchen Verboten sie sich beugen müssen. Es versteht sich, dass die NSA daran interessiert ist, möglichst ungehindert seine Arbeit zu tun.

„Die NSA hat ganze Kompanien von Rechtsanwälten“

Die „Washington Post“ zitiert dazu einen früheren „Chefanalysten der NSA“ namens John Schindler, der heute am Naval War College lehrt: „Der NSA hat ganze Kompanien von Rechtsanwälten, deren einziger Job darin besteht, Wege zu finden, wie die NSA im Rahmen der Gesetze bleibt und zugleich seine Informationssammlung maximiert, indem er jede Gesetzeslücke ausnutzt.“

Unter der „Exekutivanordnung 12333“ seien die Beschränkungen laxer als nach dem „Foreign Intelligence Surveillance Act“ (FISA). Dies wiederum bestreiten die US-Dienste. Laut interner Dokumente, die für Teilnehmer des Muscular-Programms gedacht waren, hat das Spionieren innerhalb der Datennetze von Yahoo und Google wichtige Erkenntnisse über die Absichten feindlicher Regierungen ergeben.

In anderen Papieren wird regelrecht geschwärmt von „full take“, „bulk access“ und „high volume“ beim Ausspähen der Glasfaserkommunikation. Endlich einmal, so scheinen die Späher zu sagen, kein mühseliges Kleinklein, sondern Ströme, Ozeane von Daten.

Muscular ist Datenausspähung unter Doping

Es ist nicht schwer die (geleugnete) Begeisterung der US-Dienste zu verstehen. Muscular ist Datenausspähung unter Doping: nicht fair, aber gewinnbringend. Schließlich geht es nicht um die Tour de France, sondern um die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten. Für die betroffenen Konzerne, die auf das Vertrauen ihrer Kunden angewiesen sind, kann Muscular eine Katastrophe bedeuten.

 

Wenn niemand mehr der Sicherheit von Cloud-Diensten trauen kann, bricht nicht nur ein Geschäftszweig ein. Die strategische Zukunft der Datenlagerung von Unternehmen wie Privatkunden stünde auf dem Spiel. Gerade die Nerds und die Gebildeten in der Internetwelt müssten eigentlich zum großen Sprung zurück in eine relative analoge Sicherheit ansetzen. Aber wie weit? Bis zur Telefonzelle oder doch zu reitenden Boten, handschriftlichen, verbrennbaren Notizen, Gespräche bei Wellenrauschen am Strand? Das Leben würde endgültig ein konspiratives Spiel.

Es braucht einigen Sinn für Ironie, um sich ein gutes Ende der neusten Muskelverspannungen der Dienste auszumalen. Denn Muscular hat gewiss geheime Schwesterprogramme, so wie Prism sie hatte. Noch im Sommer verstanden viele Amerikaner nicht, worüber die Europäer sich so aufregten.

Amerikanische Bürgerinitiativen formieren sich

Edward Snowden, der inzwischen in Diensten einer großen russischen Internetfirma steht und seinem Anwalt zufolge nicht zur US-Spähaffäre gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel aussagen wird, ist ein übler Bursche und ein Verräter, so lautete die Mehrheitsmeinung.

Uns Normalbürgern, die nichts zu verbergen haben, schadet er nicht. Datenschutz genoss eine ähnliche Wertschätzung wie Umweltschutz: ein Luxus, vor allem ein Problem für das Ausland, das nicht die „Einzigartigkeit“ der amerikanischen Verfassungsrechte genießt.

Der Trugschluss wird nun offenkundig. Es formieren sich amerikanische Bürgerinitiativen wie StopWatchingUs, und die Demokraten im Kongress (und einige Republikaner) verlangen nun Aufklärung. Der Vorsitzende des Justizausschusses, Patrick Leahy, will von der Regierung eine Stellungnahme zu Muscular verlangen.

Schließlich könnten Millionen Amerikaner und Europäer betroffen sein. Hoffen darf man vor allem nicht  auf die geballte lobbyistische Macht von Google, Yahoo, Facebook, Twitter und die anderen großen Spieler im digitalen Gewerbe. Die Politik dient der Konzernherrschaft und auch umgekehrt.

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