Jürgen Meyer IZ 13.12. 25
Der vermutlich in der Gefängniszelle in den USA ermordete Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte persönliche Kontakte bis in die höchsten Kreise des politischen Establishments der politischen Klasse der USA und auch das Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump war intensiver und inniger als bisher von Trump zugestanden wurde.

Quelle: Democrats on the House Oversight Commitee
Im Zuge ihrer Untersuchungen zum Umfeld des toten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein haben Demokraten im US-Repräsentantenhaus weitere Fotos veröffentlicht, die allerdings auch Demokraten-Führer belasten. Die Bilder stammen laut US-Medien aus Epsteins Nachlass und zeigen ihn mit zahlreichen prominenten Persönlichkeiten, darunter US-Präsident Trump, Ex-Präsident Bill Clinton, der frühere Trump-Berater und Neonazi Steve Bannon sowie Unternehmer wie Richard Branson.
Aber nicht nur Trump hatte enge Kontakte zu dem Mann. Auch neu veröffentlichte Bilder zeigen Jeffrey Epstein mit Prominenten wie Donald Trump, Bill Clinton und Bill Gates.
Neben der politischen Klasse hatte Epstein also auch enge Kontakte zu führenden Demokraten wie Bill Clinton und Kapitaloligarchen und Milliardären wie dem Microsoft-Gründer Bill Gates
Die Veröffentlichung erfolgt wenige Tage vor Ablauf einer Frist: Bis kommende Woche muss das US-Justizministerium sämtliche vorhandenen Unterlagen zu Epstein an den Kongress übergeben. Grundlage ist ein im November unterzeichnetes Gesetz, das die vollständige Offenlegung vorschreibt.
Diese verstörenden Fotos werfen noch mehr Fragen über Epstein und seine Beziehungen zu einigen der mächtigsten Männer der Welt auf", sagte der demokratische Abgeordnete Robert Garcia. "Es ist Zeit, dieses Vertuschungsmanöver des Weißen Hauses zu beenden." Die Demokraten fordern eine vollständige Freigabe aller Epstein-Akten.
Bereits im August 2019 hatte die französische Justiz Untersuchungen gegen den Modezaren Brunel im Zusammenhang mit dem Fall Epstein eingeleitet. Dieser soll jahrelang Minderjährige und junge Frauen vergewaltigt, sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Auch er erhängte sich angeblich in einer Zelle.
Ein Untersuchungsbericht stellte im Fall Epstein Mängel bei der Untersuchung und merkwürdiges Verhalten des Gefängnispersonals fest - konnte aber von der Selbstmordthese nicht abrücken oder durfte davon nicht abrücken.
Epstein, der mit Prominenten aus Politik und Gesellschaft wie dem Ex-US-Präsidenten Bill Clinton, dem Immobilienunternehmer und nachmaligen US-Präsidenten Donald Trump oder dem britischen Prinzen Andrew verkehrte, wurde im Juli 2019 in den USA festgenommen. Einen Monat später fanden ihn Gefängnismitarbeiter leblos in seiner Zelle. Nach offiziellen Angaben hatte Epstein sich selbst tödliche Verletzungen zugefügt.
Ein US Pathologe bezweifelte den angeblichen Selbstmord allerdings mehrfach.
Einer der führenden Rechtsmediziner Amerikas zweifelt daran, dass Jeffrey Epstein sich in seiner Gefängniszelle erhängte. Vielmehr sieht er Beweise für eine andere Todesursache. Auch die FAZ berichtete seinerzeit darüber.
Der Pathologe Michael Baden widersprach der Darstellung der New Yorker Gerichtsmedizin, Epstein habe sich selbst in seiner Gefängniszelle mit einem Bettlaken erhängt. Baden, der die Obduktion von Epsteins Leichnam im Auftrag der Angehörigen beobachtete, gilt als einer der führenden Rechtsmediziner der Vereinigten Staaten. Der 85 Jahre alte Mediziner war auch an den Untersuchungen der Anschläge auf Präsident John F. Kennedy und den Bürgerrechtler Martin Luther King beteiligt.
„Die Suizid-These der Gerichtsmedizin in New York scheint falsch. Es gibt Beweise für einen Mord“, sagte er dem Sender Fox am Mittwoch. Der Pathologe verwies auf Knochenbrüche an beiden Seiten von Epsteins Hals, die typisch für Erwürgen seien. „In den vergangenen 50 Jahren habe ich solche Brüche kein einziges Mal bei einem Suizid gesehen“, sagte Baden, der mehr als 20.000 Obduktionen leitete.
Der 66 Jahre alte Epstein war Ende Juli unerwartet in New York verhaftet worden. Er soll jahrzehntelang minderjährige Mädchen vergewaltigt haben. Er wurde bereits 2008 erstmals verurteilt.
Die Verschleierung der politischen Klasse der USA und Teilen der Milliardärskaste und des britischen Adels dauert bis heute an.