IZ vom 26. Januar 2026
Georg Theis 
 
Russenhass ist deutsche Staatstradition

Russenhass ist deutsche Staatstradition

Oskar Lafontaine
Ein Artikel von Oskar Lafontaine
 

Wahlweise gelten Juden oder Russen als Verursacher allen Übels auf der Welt. Kaiser Wilhelm II. erklärte einst: „Der Rassenkrieg, der Krieg des Slawentums gegen das Deutschtum […] wenn diese Frage nicht diplomatisch gelöst werden kann, dann muss sie mit Waffengewalt entschieden werden.“ Nach dem Attentat von Sarajevo und der russischen Mobilmachung, in der Berlin eine Kriegsvorbereitung sah, erklärte Deutschland am 1. August 1914 Russland den Krieg. 2,7 Millionen Deutsche und 3,6 Millionen Russen verloren im Ersten Weltkrieg ihr Leben. Zwei Jahrzehnte später bezeichnete Adolf Hitler die Slawen als rassisch minderwertig, um seinen Vernichtungskrieg im Osten vorzubereiten: „Der Slawe ist zur Sklaverei geboren“, war ein bekanntes Verdikt des „Führers“. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Deutschland sieben Millionen Tote und die Sowjetunion 25 Millionen Tote zu beklagen. Von Oskar Lafontaine

 

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

 

 

Merz, Wadephul, Kiesewetter

So wurde die Frage, warum es immer wieder wenigen verantwortungslosen und skrupellosen Verbrechern gelingt, Millionen Menschen in den Tod zu treiben, zum großen Thema der Nachkriegsgeneration.

Den Antislawismus der Nazis griffen die USA in der darauffolgenden Zeit auf, um ihren Kampf gegen den Kommunismus und die Sowjetunion zu führen. So bezeichnete General George S. Patton schon 1945 als Oberbefehlshaber der US-Truppen in Deutschland die Russen als Asiaten, die nur Gewalt verstünden. Sie seien kulturell und politisch unvereinbar mit dem Westen. Man hätte besser gegen die Sowjetunion weiterkämpfen sollen.

Und in der Tat kämpften die USA nach dem Zweiten Weltkrieg gegen die Sowjetunion und später gegen Russland durch Propaganda und Wirtschaftskriege und unterstützen mit Waffenlieferungen und einem gemeinsamen Kommando und Planungszentrum in Wiesbaden bis zum heutigen Tag den durch Aufrüstung und „Regime Change“ herbeigeführten Stellvertreterkrieg der ukrainischen Armee gegen Russland.

Dass ein mit der europäischen Kultur und Geschichte nicht vertrauter US-General wie Patton die Russen als kulturell unvereinbar mit dem Westen bezeichnete, mag man noch nachsehen. Aber dass die westdeutsche Nachkriegspolitik von Feindseligkeit und Hass gegen Russland geprägt war, zementierte die deutsche Teilung und befeuerte den Kalten Krieg. Der heute noch von CDU-Politikern wie Friedrich Merz, Johann Wadephul oder Roderich Kiesewetter gepflegte Russenhass geht nicht zuletzt auf Konrad Adenauer zurück, der 1946 wie Patton „Asien an der Elbe“ sah und ständig vor der sowjetischen Gefahr warnte.

Das war geschichtsvergessen und der Beginn einer verwerflichen Doppelmoral, denn die Nazis hatten nicht nur sechs Millionen Juden grausam ermordet. Auch 25 Millionen Bürger der Sowjetunion verloren in Hitlers Vernichtungskrieg ihr Leben. Sie starben auf dem Schlachtfeld, verhungerten, wurden verbrannt oder gezwungen, sich ihr eigenes Grab zu schaufeln.

Tolstoi und der deutsche Idealismus

In dieser Zeit wusste zumindest das deutsche Bildungsbürgertum, dass russische und deutsche Kultur tief miteinander verbunden sind. Der Schriftsteller Iwan Turgenew nannte Deutschland sein zweites Vaterland und vertrat eine westliche, liberale Modernisierung Russlands. Fjodor Dostojewski, der von Albert Einstein hochgeschätzt wurde („Er gibt mir mehr als jeder Wissenschaftler“), kannte die Philosophie Kants, Hegels und Schopenhauers und bewunderte Goethe und Schiller. Er entfernte sich allerdings im Laufe der Zeit zunehmend vom Westen und kritisierte ihn als materialistisch und geistig leer. Für ihn war das orthodoxe Christentum das moralische Zentrum Russlands.

Auch Lew Tolstoi, der einen deutschen Hauslehrer hatte, war vom deutschen Idealismus und der Weimarer Klassik geprägt. Er wandte sich aber gegen den deutschen Militarismus und warb für eine universelle Moral der Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit.

Sankt Petersburg, lange Zeit das kulturelle Zentrum des Russischen Reiches, ist ebenso eine europäische Stadt wie Berlin, Paris oder Rom. Es ist die Geburtsstadt Putins. Die Kultur dieser Stadt hat ihn geprägt, und in diesem Geiste hielt er seine historische Rede am 25. September 2001 im Deutschen Bundestag. Er sagte: „Kultur hat nie Grenzen gekannt. Kultur war immer unser gemeinsames Gut und hat die Völker verbunden. Heute erlaube ich mir, einen großen Teil meiner Ansprache in der Sprache von Goethe, Schiller und Kant zu halten.“ Er warb für gute Nachbarschaft und Freundschaft und beschwor das „starke und lebendige Herz Russlands, welches für eine vollwertige Zusammenarbeit und Partnerschaft geöffnet ist“.

Seine ausgestreckte Hand wurde nicht ergriffen. Stattdessen wurden Zug um Zug auf Betreiben der amerikanischen Rüstungsindustrie und der Neokonservativen in Washington die ehemaligen Mitgliedstaaten des Warschauer Paktes in die NATO aufgenommen. Als auch die Ukraine und Georgien Mitglieder des westlichen Bündnisses und an der russischen Grenze US-Soldaten und Raketen stationiert werden sollten, wurde aus russischer Sicht die rote Linie überschritten. Es folgten der von den USA finanzierte Putsch auf dem Maidan, die Besetzung der Krim durch Russland, der Krieg Kiews gegen die russischsprachige Ostukraine mit 14.000 Toten und der gleichwohl völkerrechtswidrige Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine. Vier Jahre tobt jetzt dieser sinnlose Krieg, viele Menschen sind gestorben. Die Zerstörung der Ukraine geht weiter, und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht.

Putin redet heute wie einst die Slawophilen, die die Orientierung Russlands an Westeuropa, an der Aufklärung, dem Individualismus und dem Liberalismus ablehnten. Die westliche Gesellschaft, so sagt er jetzt, nähere sich dem Nihilismus, lehne moralische Normen ab und zerstöre Religion und Familie.

Warum gelang und gelingt es der deutschen Regierung nicht, als Vermittler in diesem Stellvertreterkrieg aufzutreten? Sie müsste die Lehre aus der eigenen Geschichte ziehen und erkennen: Judenhass und Russenhass haben dieselben Wurzeln. An erster Stelle steht die Projektion, eigene unerwünschte Gefühle werden auf Juden oder Russen übertragen. Wahlweise wurden oder werden Juden oder Russen als Verursacher allen Übels auf der Welt angesehen. Und selbstverständlich streben sie nach Weltherrschaft. Der verschwörungsideologische Kern dieser Dämonisierung ist unübersehbar. Der so entstandene Hass ist stabil und rationalen Argumenten nicht mehr zugänglich.

Brandts Entspannungspolitik

Anfang der Siebzigerjahre erlebten wir, wie der kulturelle Austausch den Eisernen Vorhang durchlöcherte und die Entspannungspolitik Willy Brandts Vorurteile und Feindbilder überwand. Jean Monnet, der mit anderen die Versöhnung der miteinander verfeindeten europäischen Nationen und ihre Zusammenarbeit auf den Weg brachte, soll einmal gesagt haben: „Wenn ich es noch einmal zu tun hätte, würde ich mit der Kultur beginnen.“

Kultur überwindet Grenzen und führt die Menschen zusammen. Warum versuchen wir es nicht noch einmal? Wir werden es nicht überleben, wenn wir, wie einst Wilhelm II., den „Frieden“ mit der Atommacht Russland mit Waffengewalt herbeiführen wollten.

Dieser Artikel erschien zuerst am 16. Januar 2026 in der Weltwoche Deutschland Nr. 03.26.

Titelbild: tunasalmon/shutterstock.com

Hinweis der IZ-Redaktion: Der Artikel erschien auch in den Nachdenkseiten und auf Oskars Facebookseite: 

https://www.nachdenkseiten.de/?p=145361

https://www.facebook.com/photo?fbid=1430521808432255&set=a.804336344384141

 

 

IZ vom 28. Januar 2026
Georg Theis

 

Ölkrieg des US-Imperialismus gegen Kuba

Ölkrieg des US-Imperialismus gegen Kuba

 

Sevim Dagdelen
 
Ein Artikel von Sevim Dagdelen
 

Die USA forcieren durch Druck auf Mexiko einen Ölboykott gegen Kuba – ein gezielter Schlag, der die Insel wirtschaftlich in die Knie zwingen und einen Regime Change erzwingen soll. Von Sevim Dagdelen.

Die Entscheidung der mexikanischen Regierung, kein Öl mehr nach Kuba verschiffen zu lassen, droht einen Countdown zum wirtschaftlichen Zusammenbruch der Insel einzuleiten. Nach dem Angriff der USA auf Venezuela hatte Washington in der Folge bereits verhindert, dass Öl aus dem Land nach Kuba exportiert werden konnte. Mexiko war kurzfristig eingesprungen und hatte über 40 Prozent der kubanischen Erdölimporte geliefert.

Der Ölstopp und die Belagerung Kubas

In der Konsequenz des mexikanischen Ölstopps, der auf Druck von US-Präsident Donald Trump erfolgt, wird aus dem US-Sanktionsregime gegen Kuba eine Belagerung, die auf die komplette Sabotage der Stromerzeugung, jeder Produktion und des Tourismus zielt. Im Kern zielt die Belagerung durch die USA aber auf einen Regime Change in Kuba binnen Wochen. Es geht darum, die Souveränität des Landes zu brechen.

US-Präsident Donald Trump jubiliert bereits, dass Kuba „kurz vor dem Scheitern steht“. Alle Investitionen, die auf eine Versorgung Kubas durch regenerative Energien setzen, greifen zeitlich zu kurz. Kuba kann die Jahre bis zu einem ordentlichen Funktionieren und einer Substitution der Ölimporte wirtschaftlich nicht durchstehen.

Die USA zielen auf den politischen Kollaps, der die Insel wie vor der kubanischen Revolution wieder unter die totale Kontrolle der USA bringen würde. Auch gezielte militärische Aktionen wie in Venezuela zur Durchsetzung der imperialistischen US-Strategie werden durch die Administration in Washington in Aussicht gestellt.

Imperialistische Expansion in der westlichen Hemisphäre

Damit setzt der US-Präsident seinen Krieg zur Beherrschung der westlichen Hemisphäre fort, auch um weltweit zu zeigen, dass andere Mächte kein Land auf dem amerikanischen Kontinent vor dem US-Zugriff schützen können. Bei seiner Strategie kennt der US-Präsident weder Freund noch Feind.

Was die europäischen NATO-Staaten als Verhandlungserfolg im Fall von Grönland feiern, ist im Grunde nichts anderes als die völlige Auslieferung des Landes an die USA mit gezieltem Zugriff auf alle Rohstoffe, wie die Möglichkeit, sich territorial über die Erweiterung und Gründung von Militärbasen auf der Insel zu erweitern. Selbst Argentinien unter Javier Milei, enger Verbündeter der USA, geht Gefahr, seiner Souveränität im Süden des Landes verlustig zu gehen. So mehren sich die Berichte, dass sich die USA den Zugriff auf den Hafen Ushuaia sichern wollen, der zentral ist für den Zugang zur etwa 1.000 Kilometer entfernten Antarktis. Auch hier geht es um die Ausbeutung der Rohstoffe, die nur formal noch bis zum Jahr 2048 geschützt sind. Die argentinische Regierung hat jedenfalls eilfertig den Hafen ganz im Süden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht, offenbar um eine Übergabe an die USA zu erleichtern.

Globale Blitzkriegsstrategie der USA

Wie im Fall von Kuba legt Trump eine äußerste Geschwindigkeit vor. Die Vorbereitungen für einen US-Angriff auf den Iran laufen auf Hochtouren, verbunden damit, im Irak einen Premierminister Maliki zu verhindern, weil dieser sein Land nicht für einen Angriff auf Teheran zur Verfügung stellen würde. Offen droht der US-Präsident dem Irak, sollte dort der falsche Premierminister gewählt werden.

Um Russland und China in Sicherheit zu wiegen, geht die US-Administration scheinbar auf sie zu und befördert in einem Fall die Friedensverhandlungen, wie im anderen Fall der Wirtschaftskrieg für ein Jahr eingefroren ist. Wie im Vorfeld des Ukraine-Krieges setzen die USA auf einen neuen Betrug, um ihre Hilfsstaaten und -entitäten ungestört aufrüsten zu können. Es geht darum, unbotmäßige Länder in Windeseile beseitigen zu können, um den US-Imperialismus global zu erneuern, für die entscheidende Auseinandersetzung mit China.

Die NATO ist und bleibt das zentrale globale Instrument zur Durchsetzung der US-Hegemonie und um Europa mit in Haftung zu nehmen. Europa ist für die USA nichts weiter als ein Brückenkopf auf dem eurasischen Doppelkontinent und eine Erweiterung der westlichen Hemisphäre der USA.

Wer heute noch in Europa über den Ölkrieg der USA gegen Kuba jubiliert, könnte morgen schon ins Visier des US-Imperialismus geraten. Die USA setzen auf eine Blitzkriegsstrategie. Diese wird sicherlich anfangs beachtliche Erfolge zeitigen. Die entscheidende Frage aber ist, was sie an Gegenkräften unfreiwillig mobilisiert.

Die Vision einer US-kolonisierten Welt ist nichts weiter als ein Alptraum, der Widerstand herausfordert. Oder um es mit Che Guevara zu formulieren:

„Unsere zwei größten Probleme sind erstens der Imperialismus und zweitens der Imperialismus“

Titelbild: esfera/shutterstock.com

Quelle: Nachdenkseiten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=145463

Quelle: Overton-Magazin: https://overton-magazin.de/kolumnen/dagdelen-direkt/oelkrieg-des-us-imperialismus-gegen-kuba/

 

Jürgen Meyer IZ 17.1. 26
 
Wie kann es sein, dass wir die #Ukraine, die den Staats-terroristischen Angriff auf unsere Energieinfrastruktur in Auftrag gegeben haben soll, weiter mit Unsummen an Steuergeld unterstützen? Die Bundesregierung darf sich nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen! #NordStream
 
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Der russische Staatspräsident Wladimir Putin bezeichnete den Anschlag im Oktober 2022 als „internationalen Terrorismus“.[28] Im Februar 2023 forderte Russland im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine unabhängige UN-Untersuchung des Vorfalls. Dabei berief sich Russland auf einen Blog des US-Journalisten Seymour Hersh, der eine amerikanisch-norwegische Urheberschaft nannte. Hershs Blog war wegen Ungereimtheiten und unbestätigter Quellenangaben umstritten.[29][30][31] Der russische Resolutionsentwurf wurde nicht angenommen: Nur Russland, China und Brasilien stimmten dafür und die anderen zwölf Staaten enthielten sich.

Deutsche Behörden verfolgen seit Ende 2022 unter anderem Spuren von möglichen ukrainischen Tätern. Die Bundesanwaltschaft äußerte im März 2023 den Verdacht, dass auf der von einer polnischen Firma in Rostock gecharterten 15 m langen Bavaria C50 Segeljacht Andromeda Sprengstoff transportiert worden sei.[53] Später wurde bekannt, dass Oktogen-Spuren, DNA-Spuren und Fingerabdrücke gefunden wurden. Anfang Juni 2024[54] erwirkte die Bundesanwaltschaft gegen einen ukrainischen Tauchlehrer einen europäischen Haftbefehl. Der in Polen wohnhafte Verdächtige habe sich im August 2024 dem Zugriff der polnischen Strafverfolgungsbehörden durch eine Ausreise in die Ukraine entzogen und bestreite, an dem Anschlag beteiligt gewesen zu sein. Zwei weitere ukrainische Tauchlehrer seien der Tatbeteiligung verdächtig.[55][56][57][58] Nach Recherchen von ZDF frontal, Spiegel und dem dänischen Rundfunk (DR) soll sich der Verdächtige der Verhaftung durch Flucht in einem Fahrzeug mit ukrainischen Diplomatenkennzeichen entzogen haben.[59]

Im Februar 2024 stellten Schweden und Dänemark[60] die Ermittlungen ein. Schweden übergab deutschen Behörden etwaige Beweismittel.[61] Das nahm China am 26. April 2024 zum Anlass, die UN zur Einleitung einer internationalen Untersuchung der Explosionen aufzufordern,[62] was die Bundesregierung mit der Begründung ablehnte, sie vertraue den Ermittlungen der Generalbundesanwaltschaft.[63][64] Im Juli 2024 beantwortete die Bundesregierung eine Große Anfrage der AfD zum Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines. Sie lehnte eine Veröffentlichung von Zwischenergebnissen der Ermittlungen mit der Begründung ab, dass die Veröffentlichung „den Untersuchungszweck gefährden würde“.[65][66]

Laut Ermittlungen der Bundesanwaltschaft soll ein ukrainisches Team aus einem Skipper, vier Tauchern und einem Sprengstoffexperten, angeleitet von Serhij K., mindestens vier Sprengsätze von je 14 bis 27 kg aus einem Gemisch aus Hexogen und Oktogen an den Pipelines angebracht und zur Explosion gebracht haben.[67] Sie sollen dazu aus Taucherflaschen selbst gebaute Schneidladungen an den Verbindungsnähten zwischen den Röhren platziert haben, da die Ummantelung der Röhren dort weniger widerstandsfähig ist.[68] Der Generalbundesanwalt hat Haftbefehle gegen K. und fünf weitere Personen erwirkt. Der siebte Verdächtige ist vermutlich in der Landesverteidigung gegen Russland gefallen.[69][70][71]

Für deutsche Fake News wird hier beispielhaft das BILD-Blatt der Springer-Oligarchen zitiert. Das Medium versuchte krampfhaft eine russische Täterschaft zu suggerieren. https://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/nord-stream-bericht-enthuellt-neue-details-russen-waren-vor-den-explosionen-am-t-83327220.bild.html

BILD bzw. ein zitierter Zeitgenosse folgert windig: Und so nennt der Bericht von „t-online“ die Theorie der pro-ukrainischen Gruppierung unter Berufung auf Experten eine „Operation unter falscher Flagge“. Im Klartext: Falsche Spuren wurden gelegt, um die eigentlichen Drahtzieher der Nord-Stream-Explosionen zu verschleiern und die Schuld der ominösen Ukrainer-Gruppe in die Schuhe zu schieben!

So geht Fake-News-Berichterstattung von Mainstreammedien heute.

 

 
 

IZ 17.01. 26 Jürgen Meyer 

Der Neokolonialist Trump hatte jüngst Grönland durch eine Regierungsdelegation besucht und die Forderung nach Raub und Übernahme der Insel - notfalls auch mit Waffengewalt -  bekundet. 

Gleichzeitig mobilisiert er das Militär gegen Proteste und widerstände im Inneren des Landes. 

Es wirkt nur noch wie eine Lachnummer, wenn westliche Politiker aus USA oder EU in Sachen Völkerrecht, Menschenrechte und autokratische Strukturen auf Russland, China oder den Iran zeigen. 

Die verlogene politische Klasse und weitgehend gleichgeschaltete Mainstreammedien finden immer noch nicht die angemessenen Worte bezüglich des Neokolonialismus, den die USA gegen Länder wie Venezuela, Panama, Ukraine, Kuba, Syrien, Iran, Palästina (Gaza) oder Grönland praktizieren oder selbigen diesen Ländern androhen.  

Mehrere europäische Länder sollen ab Februar Strafzölle zahlen, wenn sie sich im Streit um Grönland nicht auf die Seite des US-Präsidenten stellen. Konkret sind acht Staaten betroffen.

US-Präsident Trump hat wegen des Streits um Grönland angekündigt, Strafzölle gegen mehrere europäische Länder zu verhängen. Solange die USA die zu Dänemark gehörende Insel nicht kaufen oder rauben könnten, sollen für Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ein zusätzlicher Prozentsatz für Exporte gelten.

Devote und USA-hörige Politiker wie Nouripour von den Grünen oder Norbert Röttgen von der CDU sind nicht bereit, entsprechendes Rückgrat gegen die Brüche des Völkerrechtes durch die USA. Das zeigt auch deren Doppelmoral und ihre verlogene Ukrainepolitik.

Ab dem 1. Februar werden 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig, ab dem 1. Juni steigt der Zollsatz auf 25 Prozent, wie der Republikaner auf der Plattform Truth Social ankündigte. (AFP/dpa/bearbeitet von ank)

Unterdessen hat der russische Präsident Putin den 2+ 4 Vertrag gekündigt. Gut möglich, dass damit die Wiedervereinigung Deutschlands also zwischen DDR und BRD keine völkerrechtliche Basis mehr hat. Unterdessen behält sich Putin deshalb das Recht vor, wieder russische Truppen im Ostdeutschland zu stationieren - so wie ja auch US-Truppen nach wie vor in Westdeutschland stationiert sind.

Es ist allerdings fraglich, inwiefern der diese mögliche Absicht real umsetzen kann. 

Gregor Gysi erklärt unterdessen, dass die Besetzung Grönlands durch die USA den Tod der Nato bedeuten würde. 

 

Jürgen Meyer IZ 10. 1. 26  

Nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA gegen Venezuela und der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro hat US-Präsident Trump erklärt, dass er auf das Völkerrecht pfeift und nur seine eigenen subjektiven Moralvorstellungen entscheidend seien. So agiert ein Machthaber im Stile eines Despoten, Tyrannen und gesetzlosen Kriegsverbrechers, der auch schon mal einen Putsch in den USA machen wollte. 

Natürlich will Trump auch die EU weiter dominieren und der Angriff auf Dänemark ist Teil dieses Plans der De-Industrialisierung Europas. 

US-Präsident Donald Trump erklärt im Interview mit der New York Times, er sei im politischen Agieren rein an seine "eigene Moral" gebunden – ungeachtet internationaler Kritik am Militärschlag gegen Venezuela und anhaltender Annexionsdrohungen gegen Grönland.

Wenn Dänemark das Land nicht herausgebe, werde er das Land notfalls mit Gewalt kolonialisieren. Er wolle China oder Russland nicht als Nachbarn haben. Offiziell erkennt der wenig begabte US-Präsident nicht einmal die Weltkarte und von der Beringstraße hat er wohl auch noch nichts gehört. 

US-Präsident Donald Trump präsentierte der New York Times-Redaktion seine Vorstellungen politischer Macht. Er müsse sich nicht an internationales Recht halten und lasse sich ausschließlich von seiner eigenen Moral leiten, so seine Aussagen in dem Interview (Bezahlschranke).

Seine Ausführungen erfolgen nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-amerikanische Kommandos am vergangenen Samstag. In den vergangenen Tagen hatte die Trump-Administration zudem wiederholt erklärt, dass die USA das autonome Gebiet Grönland auf die eine oder andere Weise in ihren Besitz bringen würden.

Gleich zu Beginn des Artikels erklärt der US-Präsident auf die NYT-Eingangsfrage, ob es "irgendwelche Grenzen für seine globale Macht gebe":

"Ja, es gibt eine Sache. Meine eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich aufhalten kann. Ich brauche kein internationales Recht. Ich habe nicht vor, Menschen zu schaden."

Als er weiter gefragt wurde, ob er wirklich der Meinung sei, dass sich Washington nicht an globale Normen halten müsse, schien Trump seine Haltung etwas zu mildern. Der Republikaner fügte jedoch schnell hinzu, dass "es darauf ankommt, wie man internationales Recht definiert", was darauf hindeutet, dass die endgültige Entscheidung über die Definition und die Anwendbarkeit auf die USA allein bei ihm liegen würde.

Am Donnerstag dieser Woche unterzeichnete Trump ein von ihm initiiertes Memorandum, mit dem er die Unterstützung für insgesamt 66 internationale Organisationen, Agenturen und Kommissionen – darunter mehrere UN-Gremien – aussetzte. Zur Begründung erklärte er, diese "liefen den Interessen der USA zuwider" und seien "in ihrem Wirkungsbereich überflüssig, schlecht verwaltet, unnötig, verschwenderisch und schlecht geführt".

In dem NYT-Interview bekräftigte der US-Präsident erneut seine Forderung, Grönland solle unter die Kontrolle Washingtons gestellt werden. Zu diesem Punkt erklärte er:

"Eigentum ist sehr wichtig. Denn meiner Meinung nach ist es psychologisch notwendig für den Erfolg. Ich glaube, dass Eigentum Ihnen etwas gibt, was Sie sonst nicht bekommen können, egal ob es sich um einen Mietvertrag oder einen Vertrag handelt. Eigentum gibt Ihnen Dinge und Elemente, die Sie nicht bekommen, wenn Sie nur ein Dokument unterschreiben."

In einem Gespräch mit dem US-Sender CNN am Montag erklärte Trumps stellvertretender Stabschef für Politik, Stephen Miller, die "offizielle Position" Washingtons laute, dass "die USA Grönland als Teil ihres gesamten Sicherheitsapparats haben sollten".

Die NYT-Redaktion resümiert nach dem Interview:

"Das Gespräch machte deutlich, dass nach Ansicht von Herrn Trump Souveränität und nationale Grenzen weniger wichtig sind als die einzigartige Rolle, die die Vereinigten Staaten als Beschützer des Westens spielen."

Zu Wochenbeginn erklärte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, sie sei der Meinung, dass "der US-Präsident ernst genommen werden sollte, wenn er sagt, dass er Grönland haben will". Sie warnte, dass, "wenn die USA ein anderes NATO-Land militärisch angreifen würden, alles zum Stillstand käme – einschließlich der NATO selbst".

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen veröffentlichten in dieser Woche mehrere EU-Staats- und Regierungschefs gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich eine sorgfältig formulierte Erklärung, in der sie den Status Grönlands als Teil des Königreichs Dänemark verteidigten.

Für Trump stehe fest, dass sich die USA "immer gut mit Europa verstehen werden, aber ich möchte, dass sie sich in Form bringen ('shape up')". Er führte weiter aus:

"Ich bin derjenige, der sie dazu gebracht hat, mehr für die NATO auszugeben, also mehr BIP [...] Ich war Europa gegenüber sehr loyal. Ich habe gute Arbeit geleistet. Ohne mich würde Russland jetzt die gesamte Ukraine kontrollieren." 

Gleichzeitig fordert der Kriegstreiber Trump die Herausgabe des Friedensnobelpreises an ihn selber.  Die venezolanische Oppositionelle Machado hatte den Preis erhalten. Sie selber sagt, dass sie ihn zu Unrecht erhalten habe und Trump ihn haben könne. Zuvor hatte sie den völkerrechtswidrigen Krieg der USA gegen Venezuela sogar noch begrüßt.

Ja das internarionale Wertesystem ist tatsächlich auf den Hund gekommen.