Operation Rubikon – Die wichtigste Spionageoperation der Geschichte? Wie der BND und die CIA die ganze Welt belauschten

IZ History  CIA BND Operation Crypto/ Minerva 

USA und D hören weltweit Länder ab.

Ausgerechnet eine Verschlüsselungstechnologie, die  die Diplomatie und Militärs vieler Länder schützen  sollte, benutzten CIA und BND zur weltweiten Spionage - nachdem Hintertüren in die durch CIA und BND heimlich aufgekaufte Aktiengesellschaft "Crypto" Abzapf-Technologie eingebaut worden war.  So hörten insbesondere USA und Deutschland weltweit mit und zwar in einem Ausmaß, das selbst das  Stasi-Spionagenetzwerk der ehemaligen DDR weit in den Schatten stellte.  Allerdings knackte die Stasi der DDR  ab 1980 diese Spionage-Maschinerie der kapitalistischen Welt. Cubaner sollen auch in der Lage gewesen sein, die Technologie zu entlarven. 

Auch die Türkei konnte vom Osten so abgehört werden und somit die Nato von der Sowjetunion angezapft werden. 

Sein ganzes Leben widmete Boris Hagelin der Kunst der Verschlüsselung (Kryptografie).

Seine bewegte Biografie brachte ihn von seinem Geburtsort in den Weiten des Russischen Kaiserreichs über Schweden, Norwegen und den USA schließlich in die Schweiz. Dort gründete er 1952 die Crypto AG, die innerhalb kürzester Zeit zum weltweiten Marktführer für Verschlüsselungsmaschinen aufsteigen sollte. Auch das Deutsche Spionagemuseum zeigt einige seiner frühen Chiffriermaschinen, wie die Hagelin C-446, die Hagelin CX-52/B-52 und die Hagelin CD-57, in seiner Dauerausstellung. Fast alle Staaten kauften in der neutralen Schweiz ihre Chiffriermaschinen, um den geheimen Kommunikationsverkehr zwischen Ministerien und Behörden, Regierung und Botschaften sicher zu machen. Sie alle sollten ausgetrickst werden.

Laut CIA der Geheimdienst-Coup des Jahrhunderts

Denn 1970 bekam die Crypto AG einen neuen Eigentümer, genau genommen sogar zwei: den westdeutschen Auslandsnachrichtendienst BND und die amerikanische CIA. Über eine Scheinfirma in Lichtenstein erwarben beide jeweils 50 % der Crypto AG. Fortan steuerten sie die Geschicke der Firma, machten allein im Jahr 1975 stattliche 51 Millionen Schweizer Franken Profit, den sie anschließend in andere Operationen investierten. Hintertüren in den Verschlüsselungsmechanismen der Crypto AG-Maschinen erlaubten es den Geheimdiensten, fortan in die Kommunikation der Nutzer „einbrechen“ zu können. Die CIA nannte es später ganz unbescheiden „den Geheimdienst-Coup des Jahrhunderts“. Der BND-Deckname der Operation war „Rubikon“, die CIA nannte sie „Minerva“, über Jahrzehnte ein streng gehütetes Geheimnis.

Heute enthüllten internationale Recherchen des ZDF, der Washington Post und dem Schweizer Rundfunk die Operation „Rubikon“. Grundlage der Recherchen waren interne Berichte der historischen Dienste von CIA und BND aus den Jahren 2004 und 2008. Zahlreiche Beteiligte äußerten sich jetzt erstmals vor der Kamera. Dabei kam auch heraus: Nicht einmal die rund 200 Mitarbeiter der Crypto AG wussten, dass sie für Geheimdienste arbeiteten, nur wenige Führungskräfte waren eingeweiht.

Weltweite Abhöraktion gegen 68 Länder

In den 1980er-Jahren war die Crypto AG für rund 40 % aller Verschlüsselungsmaschinen auf der Welt verantwortlich. In bis zu 120 Länder exportierten die Schweizer ihre Geräte. Mindestens 68 wurden von CIA und BND überwacht, darunter vor allem Staaten in Südamerika, Afrika, der arabischen Welt, aber auch der Vatikan. 1989 zum Beispiel, als die USA in Panama militärisch intervenieren, wissen sie dank der Operation „Minerva“, dass sich der gesuchte Diktator Manuel Noriega, der selbst über Jahre mit der CIA kooperierte, in der vatikanischen Botschaft in Panama Stadt aufhielt.

Am 5. April 1986 explodiert eine Bombe im bei US-Soldaten beliebten West-Berliner Club „La Belle“, drei Menschen sterben, über 200 werden verletzt. Nur einen Tag später verkündet US-Präsident Ronald Reagan öffentlich, dass die USA zweifelsfreie Beweise dafür haben, dass das lybische Regime unter Muhamad Gaddafi dahintersteckte. Auch diese Erkenntnis geht auf Kommunikation zurück, die CIA und BND in der Operation „Rubikon“/ „Minerva“ abhörten. So kam der ehemalige Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt Bernd Schmidbauer zu dem Schluss, „Rubikon“ habe dazu beigetragen, dass die Welt ein Stück sicherer geblieben sei.

Diese Bewertung ist sicher nur ein Teil der Wahrheit. Denn die Liste der Länder, deren Kommunikation durch die Operation „Rubikon“/ „Minerva“ mitgehört werden konnte, beinhaltet auch zahlreiche Diktaturen. Ob und wie die Geheimdienste hier über Menschenrechtsverletzungen, Massenmorde oder bevorstehende Umstürze informierten, ist nur teilweise unbekannt. Klar hingegen ist, dass weder die Bundesrepublik noch die USA zum Beispiel gegen das Pinochet-Regime aktiv wurden.

Ebenso wurde beispielsweise durch die SPD Regierung Schmidt die Militärdiktatur in Argentinien jahrelang als Partner hofiert und so unterstützt. 

Spionage auch gegen verbündete Staaten

Zu den Kunden der Crypto AG gehörten auch EU- und NATO-Mitgliedsstaaten wie Griechenland, Spanien, Italien oder Irland. Vor allem die CIA drang immer wieder darauf, mit „Verbündeten so umgehen, wie sie mit Drittweltstaaten umgehen“. Immer wieder kam es zum Streit darüber, denn offenbar wollte der BND die Grenze zur offenen Spionage gegen Verbündete nicht (so weit ?) überschreiten. Der vielgescholtene BND protestierte bei der CIA gegen ein „spying on friends“ – auch dies eine der vielen Schlagzeilen der „Rubikon“/ „Minerva“.

1993 dann beendete der die BND die Partnerschaft und verkaufte der CIA seine 50 % der Firma. Auslöser war die sogenannte Affäre „Hydra“: 1992 war der schweizer Vertreter der Crypto AG Hans Bühler im Iran festgenommen und wegen Spionage unter widrigen Umständen eingesperrt worden. Erst neun Monate und mindestens eine Million DM später kam er frei. Bühler hatte, wie die meisten Angestellten der Crypto AG, keine Ahnung davon, dass er für BND und CIA arbeitete. Dies interessierte das Regime in Teheran, das seit langem zu den Kunden der Crypto AG gehörte und Verdacht geschöpft hatte, wenig. Für den BND und die Bundesregierung wurde Bühler und die Affäre „Hydra“ zum Anlass, die Partnerschaft zu beenden.

Operation Rubikon – Erfolg oder Skandal?

Die Operation „Rubikon“ des BND hatte viele Facetten. Die CIA sprach vom „Geheimdienst-Coup des Jahrhunderts“, der Geheimdienstforscher Prof. Richard Aldrich, Experte für die ZDF-Dokumentation und Partner des Deutschen Spionagemuseums, nannte es eine der kühnsten und auch skandalträchtigsten Operationen. Terroranschläge wie der auf die Berliner „La Belle“ konnten so aufgeklärt werden, gleichzeitig wurden verbündete Staaten abgehört; Informationen über Diktaturen wurden entweder nicht weitergeleitet oder aber von der bundesdeutschen und der US-Regierung nicht verwendet. Zahlreiche Staaten gaben ein Vermögen für sichere Kommunikation aus – und wurden getäuscht. Dies sind das Geschäft und die Aufgabe von Nachrichtendiensten, die Grenzen zwischen Erfolg und Skandal verlaufen manchmal fließend.

Die Übernahme der Crypto AG durch BND und CIA fand über 40 Jahre vor den Enthüllungen Edward Snowdens statt. Lange vor dem Aufstieg des 

Internets und der Smartphones schufen sich BND und CIA Hintertüren in der weltweiten Kommunikationstechnologie. Im Gegensatz zur modernen Kommunikationsüberwachung von NSA und Co. zielte „Rubikon“/ „Minerva“ allerdings nur auf staatliche Einrichtungen. Und sie zeigte, dass der oft als Gurkentruppe geschmähte BND offenbar aktiver war als ihm viele Beobachter zugetraut hätten.

Ihre Beteiligung an der Crypto AG aufgegeben hat die CIA übrigens erst im Jahr 2018. Wieder verdiente sie mindestens 50 Millionen Dollar an dem Verkauf. Und erst im Februar 2020, nach der Veröffentlichung der Recherchen zu „Rubikon“ / „Minerva“ liefen in der Schweiz offizielle Ermittlungen an. Der BND-/CIA-Hintergrund der Crypto AG war den Schweizer Behörden freilich schon lange bekannt. Dies galt übrigens auch für das Vereinigte Königreich, Israel und Frankreich. Die französischen Geheimdienste wollten bereits 1967 zusammen mit ihren Kollegen vom BND die Crypto AG übernehmen. Doch der alte Hagelein sagte ab. Die einzigen, die niemals bei der Crypto AG einkaufen gingen, waren übrigens China und die Sowjetunion. Sie wussten, wieso…

Auch an der Operation Condor 1 beteiligte  diktatorische Länder nutzten Geräte der Crypto AG, ohne angeblich  zu wissen, dass die CIA Eigentümerin dieser Firma ist. Dies enthüllen Dokumente des National Security Archive. Offengelegte Verschlüsselungen werfen Fragen auf zum offiziellen Wissen der USA über die Gräueltaten beim "schmutzigen Krieg" in Argentinien, über die Ermordung des chilenischen Politikers Letelier 2 und die Militärdiktaturen in Südamerika. 

Washington, 11. Februar 2020. Die US-Geheimdienste überwachten jahrzehntelang aktiv die diplomatische und militärische Kommunikation zahlreicher lateinamerikanischer Nationen mit Hilfe von Verschlüsselungsgeräten einer Schweizer Firma, die sich insgeheim im Besitz der Auslandsgeheimdienste der USA (Central Intelligence Agency, CIA) und der Bundesrepublik Deutschland (Bundesnachrichtendienst, BND) befand. Dies geht aus Berichten des ZDF und der Washington Post vom 11. Februar hervor.

Aus freigegebenen und vom National Security Archive 3 veröffentlichten Dokumenten geht hervor, dass sich unter den heimlich überwachten Ländern Militärregime der Operation Condor befanden (angeführt von Chile, Argentinien und Uruguay), die  als pro westliche Diktaturen regionale und internationale Repressions- und Terrorakte gegen führende Oppositionelle verübten.

Die Veröffentlichung zeigt, dass die Kommunikation der Operation Condor (das Netzwerk der Militärregimes des Südkegels, die Mitte und Ende der 1970er Jahre Oppositionelle weltweit ins Visier nahmen, um sie zu liquidieren) auf Chiffriergeräten der CIA-eigenen Schweizer Firma Crypto AG abgewickelt wurde, ohne dass die Beteiligten wussten, dass die USA möglicherweise mitlasen.

Minerva

Die Berichte des ZDF und der Washington Post mit dem Titel "Geheimdienst-Coup des Jahrhunderts: Über Jahrzehnte las die CIA die verschlüsselte Kommunikation von Verbündeten und Gegnern" beruhen auf vertraulichen internen Aufzeichnungen von CIA und BND, die ihre Partnerschaft beim heimlichen Kauf der Crypto AG, dem führende Hersteller von Chiffriergeräten der 1970er Jahre, detailliert beschreiben.

Das Unternehmen, das in den 1930er Jahren vom schwedischen Erfinder Boris Hagelin gegründet wurde, hatte bereits seit Anfang der 1950er Jahre ein "Gentlemen's Understanding" mit der Nationalen Sicherheitsbehörde (National Security Agency, NSA), wie aus dem Washington Post-Bericht hervorgeht. Aber erst durch die geheimgehaltenen CIA/BND-Inbesitznahme konnten die USA und Deutschland laut der Zeitung "die Geräte des Unternehmens so einrichten, dass sie die Codes leicht knacken konnten, die die Länder zur Nachrichtenverschlüsselung benutzten". Das führte dann zu einer Flut von Lauschaktivitäten in Ländern auf der ganzen Welt, unter anderem im Iran, Ägypten, Pakistan, Saudi-Arabien und Italien. 1995 kaufte der CIA heimlich die BND-Beteiligung für 17 Millionen US-Dollar und besaß die Crypto AG damit komplett, bis vor zwei Jahren die restlichen Vermögenswerte schließlich liquidiert wurden.

Laut den von Washington Post und ZDF zitierten internen Aufzeichnungen wurde die verdeckte Geheimdienstoperation zunächst unter dem Codenamen "Thesaurus" geführt und später in "Rubikon" geändert. Der Deckname der Crypto AG war "Minerva".

In ihrer Blütezeit verkaufte die Crypto AG Tausende hoch entwickelte Chiffriergeräte an über hundert nichts ahnende Länder. In Lateinamerika gehörten Mexiko, Argentinien, Brasilien, Chile, Uruguay, Peru, Kolumbien, Venezuela und Nicaragua zu den Kunden. Der Einsatz dieser Geräte ermöglichte es CIA und NSA, Tausende Nachrichten zu entschlüsseln, die potentiell eine Vielzahl dramatischer historischer Ereignisse betrafen: darunter den Militärputsch in Chile 1973; den Militärputsch in Argentinien 1976; den Autobombenanschlag auf Orlando Letelier und Ronni Moffitt in Washington im September 1976; den terroristischen Bombenanschlag auf ein kubanisches Flugzeug vor der Küste von Barbados im Oktober 1976; die sandinistische Revolution und den Contra-Krieg in Nicaragua, den die argentinischen Sicherheitskräfte verdeckt unterstützten, und den Falklandkrieg 1982 zwischen Argentinien und Großbritannien und viele weitere.

Da die Condor-Nationen ihr gesamtes geheimes Kommunikationsnetzwerk um die Maschinen von Crypto AG herum aufbauten, waren die US-Geheimdienste auch in der Lage, Pläne und Einsätze des Plan Condor zu überwachen, einschließlich zahlreicher Mordanschläge in der Region, in Europa und in den USA.

Die ursprünglichen Mitteilungen und die daraus generierten Geheimdienstberichte, zu denen Washington Post und ZDF keinen Zugang hatten, sind eine Fundgrube von noch immer geheimem Archivmaterialien. Sie könnten die dunkle Geschichte der Region erheblich erhellen und ebenso die Frage, was die USA über die dortigen Machenschaften wussten und wann sie es wussten. Und was die US-Beamten mit diesem Wissen taten oder nicht taten. "Die Enthüllungen in den Dokumenten können Anlass sein, erneut zu prüfen, ob die USA in der Lage waren, in internationale Gräueltaten einzugreifen oder sie zumindest aufzudecken", schreibt die Washington Post, ohne Hinweise auf die Operation Condor, "und ob sie sich manchmal möglicherweise dagegen entschieden, um ihren Zugriff auf weitere Geheimdienstinformationen nicht zu verlieren".

Condortel

Die Operation Condor war eine formelle Vereinbarung zwischen den Militärdiktaturen der Südhalbkugel Amerikas zur Koordinierung repressiver Operationen, einschließlich Mordanschläge gegen militante und zivile  insbesondere linke und marxistische Gegner. Bei der Eröffnungssitzung, die vom Pinochet-Regime im November 1975 in Santiago, Chile, ausgerichtet wurde, unterzeichneten Militärs aus fünf Militärdiktaturen ein Abkommen, in dem es hieß, dass die Mitgliedsländer ein "Kryptosystem einsetzen werden, welches ihnen innerhalb der nächsten 30 Tage zur Verfügung stehen wird, aber noch verwundbar sein könnte. Es wird in Zukunft durch Kryptomaschinen ersetzt, die gemeinsam ausgewählt werden". Nach dem zweiten Condor-Treffen im Juni 1976 berichtete die CIA: "Brasilien erklärte sich bereit, die Ausrüstung für das 'Condortel'-Kommunikationsnetz der Gruppe bereitzustellen."

Diese "Ausrüstung", so zeigen die Dokumente, kam von der Crypto AG.

In einem stark redigierten Geheimdienstkabel von Anfang 1977 über das "Kommunikationssystem der Condor-Organisation" berichteten CIA-Agenten, dass das brasilianische Militär das Condor-Netz mit Hagelin-Chiffriergeräten ausgestattet habe. "Das von Condor eingesetzte Verschlüsselungssystem ist ein manuelles Maschinensystem schweizerischen Ursprungs, das allen Condor-Ländern von den Brasilianern zur Verfügung gestellt wurde und die Bezeichnung CX52 trägt." Die CIA beschrieb das Aussehen des Geräts als "ähnlich einer alten Registrierkasse, die Nummern, Schiebegriffe und eine manuell zu betätigende Wählscheibe auf der Seite hat, die nach jeder Eingabe gedreht wird".

Ende 1977 wurde das Condortel-Netzwerk mit neueren Chiffriergeräten aufgerüstet. In einem kürzlich freigegebenen geheimen Bericht der Defense Intelligence Agency (DIA) heißt es: "Ende 1977 stellte Argentinien dem Condortel 'Hagelin Crypto H-4605'-Geräte zur Verfügung, um die Sicherheit seiner Fernschreibnetze zu erhöhen." Die Kommunikation für Einsätze in Lateinamerika, so der DIA-Bericht, "soll von den Einrichtungen der Condortel besorgt werden". Als Ecuador im Jahr 1978 dem Condor-Netzwerk beitrat, notierte die CIA, dass "ein argentinischer Militäroffizier, der Chef des Condor-Kommunikationssystems (Condortel), die Installation eines Telekommunikationssystems im ecuadorianischen Verteidigungsministerium überwacht".

Die Spionageoperationen über die Crypto AG verschaffte den US-Geheimdiensten möglicherweise viel genauere Kenntnis über die Condor-Operationen als bisher angenommen. Tatsächlich könnten die durch diese Spionage gewonnenen Daten des US-Geheimdienstes "ein historischer Wendepunkt sein", so Carlos Osorio, der das "Südkegel-Dokumentationsprojekt“ im National Security Archive leitet. "Wenn die freigegeben würden", so stellte er fest, "könnte dieser riesige Fundus an abgefangener Kommunikation die Geschichte der Operation Condor und die Zeitgeschichte der gesamten Region erheblich voranbringen".

Die Minerva Leaks

Vor den aktuellen Enthüllungen in der Washington Post und im ZDF waren Teile der geheimen Verbindungen der vergangenen 40 Jahre zwischen US-Geheimdienst und der Crypto AG bereits durchgesickert:

- 1975 veröffentlichte der ehemalige CIA-Agent Philip Agee "In der Firma - ein CIA-Tagebuch". Dort wurde laut einem freigegebenen Bericht über das Kryptoprogramm der NSA im Kalten Krieg "behauptet, dass die aus der Schweiz stammenden Hagelin-Maschinen Schwachstellen hatten, die die NSA ausnutzte, um an den Klartext zu gelangen".

- 1982 stellte James Bamford in seinem Buch über die NSA "Puzzle Palace" fest, dass es in Briefen von William Friedman (Hagelins Kontaktperson zur NSA) Bezüge zum "Boris-Projekt" gibt. Diese Briefe hatte Friedman ‒ laut Washington Post der Vater der amerikanischen Kryptologie ‒ 1969 der George-Marshall-Stiftung am Virginia Military Institute übergeben. Von der NSA wurden die Papiere 1983 wieder als vertraulich eingestuft; sie wurden stark zensiert und 2015 zusammen mit Tausenden anderen historischen Aufzeichnungen der NSA schließlich veröffentlicht. Zu diesen Papieren gehörten Friedmans Berichte über seine geheimen Reisen in die Schweiz, um sich im Auftrag der NSA mit Hagelin zu treffen, sowie über das "Gentlemen's Understanding", zu dem sie Anfang der 1950er Jahre gelangten und mit dem Hagelin die Bemühungen der NSA zur Entschlüsselung von Nachrichten der Crypto AG-Geräte unterstützte.

- In den frühen 1990er Jahren wäre das "Minerva-Geheimnis" beinahe enthüllt worden, als der Iran einen Handelsvertreter der Crypto AG namens Hans Bühler verhaftet hatte und behauptete, er sei ein Spion. Bühler, der von den geheimen CIA/BND-Besitzverhältnissen nichts wusste, wurde neun Monate lang festgehalten und verhört und wurde erst nach Zahlung eines Lösegeldes von einer Million Dollar durch die Firma wieder freigelassen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz verklagte Bühler das Unternehmen und wandte sich zusammen mit einem anderen ehemaligen Ingenieur der Crypto AG, der vermutete, die Firma sei von westlichen Geheimdiensten kontrolliert, an die Presse. Die Medienberichterstattung und die Gerichtsprotokolle sorgten für erhebliche Aufmerksamkeit für die ungeklärten Verbindungen zwischen deutschen und US-Geheimdiensten und der Crypto AG.

- In dem Artikel der Baltimore Sun vom 10. Dezember 1995, "Rigging the Game", berichteten Scott Shane und Tom Bowman, dass es der NSA gelungen sei zu verbergen, "was der Geheimdienst-Coup des Jahrhunderts sein könnte", indem sie "Maschinen der Crypto AG so manipulierten, dass US-Schnüffler deren Codes mühelos haben knacken können".

Mithilfe des Gesetzes zur Informationsfreiheit bemüht sich das National Security Archive um die vollständige Freigabe der geheimen CIA-Studie zum "Minerva-Projekt" und der Begleitdokumente zu den Verbindungen von CIA/NSA zu der Hagelin-Firma Crypto AG. Von der deutschen Regierung forderte das Archiv die Veröffentlichung der eigenen Aufzeichnungen über ihre Zusammenarbeit mit den USA bei den Minerva-Operationen.

"Die Geheimdienste haben jetzt die Möglichkeit, eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung unserer Geschichte und der Geschichte unserer Beziehungen zur lateinamerikanischen Region zu spielen", betont Peter Kornbluh, leitender Analyst des Archivs. "Es ist an der Zeit, dass diese Dokumente Teil der historischen Überlieferung werden."

  • 1.Unter dem Motto "Kampf gegen den Kommunismus" tauschten im Zeitraum von 1970 bis 1990 Chile, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Bolivien und später auch Ecuador und Peru Geheimdienst-Informationen über linke Aktivisten und andere Oppositionelle aus. Diese als Operation Condor oder Plan Condor bezeichnete Zusammenarbeit hatte zum Ziel, jedwede politische Opposition zu erfassen und Gegner der Diktaturen weltweit zu eliminieren. Speziell von der CIA ausgebildete Geheimdienstagenten und Soldaten durften sich auf dem Territorium der anderen Staaten frei bewegen, um politische Gegner, die ins Exil gegangen waren, zu entführen, verschwinden zu lassen und zu ermorden. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden bei dieser Operation 50.000 Menschen ermordet, 350.000 sind verschwunden und 400.000 wurden inhaftiert.
  • 2.Orlando Letelier war ein chilenischer Diplomat und Minister der sozialistischen Regierung von Salvador Allende. Er wurde am 21. September 1976 gemeinsam mit seiner US-amerikanischen Assistentin Ronni Karpen Moffitt in Washington auf Befehl des Diktators Augusto Pinochet von Agenten der Geheimpolizei DINA durch eine Autobombe ermordet
  • 3.Das National Security Archive ist eine non-profit Forschungs- und Archivierungseinrichtung an der George Washington University. Sie archiviert und publiziert von der Regierung freigegebene Unterlagen zu Themen der Außenpolitik
 

Die Sendetermine dieser spannenden TV-Dokumentation:

  • Frontal 21 berichtet im ZDF am 11.2.2020 um 21 Uhr.
  • Die “Rundschau” des Schweizer Fernsehens SRF berichtet am 12.2.2020 um 20.05 Uhr.
  • Die Washington Post berichtet am 11. und 12.2.2020.
  • Die 60-minütige TV-Dokumentation “Geheimoperation ‘Rubikon’. Der größte Coup des BND” läuft am 18.3.2020 um 20.15 Uhr in ZDFinfo.

Bilder: ehemalige BND-Zentrale Pullach: Bjs [CC BY-SA 4.0] / Hagelin C-446: Deutsches Spionagemuseum / Logo CIA: CIA / Logo Crypto AG: Crypto AG / Logo BND: BND

Kennedy beschuldigt Bill Gates mit seinen Impfprogrammen grosse Profite und viel Elend zu schaffen

Kennedy Clan attackiert den Oligarchen Bill Gates

"Rücksichtslos und unmoralisch" – Die Machenschaften der Gates-Stiftung

Bill Gates, Co-Vorsitzender der Bill & Melinda Gates Foundation, nahm am 9. November 2018 in der japanischen Hauptstadt Tokio an einer Pressekonferenz mit der Japanischen Sportagentur teil. Im deutschen Fernsehen durfte sich der vermeintliche Menschenfreund Bill Gates für ein Corona-Impfprogramm positionieren – trotz der katastrophalen Spuren, die die Gates-Stiftung mit ihren als Hilfe getarnten Impfprogrammen in den Entwicklungsländern hinterlassen hat.

Hintergrund: IZ History

Der Oligarch Bill Gates und die Pandemie - Übung Event 201 wird surreal - Die weltweite Pandemie wurde in New York vor Monaten bereits durchgespielt

Wie ein Philanthropen-Oligarch namens Gates elitär organisiert global über Bevölkerungsreduzierungen philosophiert

Bereits seit Jahren "warnt" Bill Gates die Welt vor der möglichen Gefahr einer Pandemie. 2015 sagte Gates in einem Ted-Talk, „wir sind nicht bereit für die nächste Epidemie“. Im Jahr 2017 schrieb er in einem Gastbeitrag für Business Insider USA, dass die „nächste Epidemie ein extrem ansteckender und tödlicher Grippestamm“ sein könnte.

In 2018, Gates said that the next pandemic was imminent and that he believed it would arise and spread within the next decade. "In the case of biological threats, that sense of urgency is lacking," he said. "The world needs to prepare for pandemics in the same serious way it prepares for war." ( Business Insider)..

Gates bezeichnete das Coronavirus als „einen Erreger, der nur einmal in einem Jahrhundert“ vorkommt. Seine Wohltätigkeitsorganisation, die Bill and Melinda Gates Foundation, hat 100 Millionen US-Dollar (92,9 Millionen Euro) zur Bekämpfung des Ausbruchs gespendet.

Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Impfungen und er investiert in Impstoffe. So hat er in die Biotech.Firma CureVac investiert. 

Der reichste Mann der Welt setzt im Kampf gegen  Grippeviren, HIV und Ebola auf deutsche Technik, investiert  2015 bereits in CureVac und schmiedet eine Allianz mit Dietmar Hopp. Der Mega-Deal könnte die Branche aufrütteln.

Zwei Milliardäre mischen länderübergreifend  den Biotech-Standort Deutschland auf. Über seine Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung steigt Bill Gates, mit einem geschätzten Vermögen von aktuell 80 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt, in das Tübinger Biotech-Unternehmen CureVac ein. An der Firma ist SAP-Gründer Dietmar Hopp mehrheitlich beteiligt. Das berichtet das deutsche Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ in seiner Ausgabe.

Noch entscheidender ist allerdings, dass Gates im Rahmen dieser Allianz auch in die Entwicklung und klinische Erprobung von Impfstoffen investiert, etwa gegen HIV, Ebola und Tuberkulose. Im Gespräch sind dabei dem Vernehmen nach mehr als zwei Dutzend Substanzen. Nach Branchenerfahrung müssen dabei pro Produkt in der Regel mehr als hundert Millionen Dollar investiert werden. Das Investment wird deshalb insgesamt auf etwa zwei Milliarden Dollar geschätzt. Konkrete Zahlen dazu wollte die Gates-Stiftung allerdings nicht nennen.

 „Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit CureVac, die mit ihrer Technologie Pionierarbeit leisten“, ließ Bill Gates in einem vorbereiteten Statement wissen. Neben der Gates-Stiftung beteiligt sich auch Hopp weiteren mit 21 Millionen Euro an dem Unternehmen. Der SAP-Gründer hat bereits 145 Millionen in CureVac gesteckt und besitzt daher die Mehrheit an dem Unternehmen. Quelle Welt

Den Informationen zufolge wird sich die Gates-Stiftung mit 52 Millionen Dollar (46 Millionen Euro) direkt beteiligen und künftig etwa fünf Prozent der Anteile an CureVac halten. Das ist ungewöhnlich genug, denn bisher gibt es weltweit nur eine Handvoll ausgewählter Biotech-Unternehmen, in die der US-Wohltäter über seine Stiftung direkt eingestiegen ist.

Die aktuelle Zahl aller Coronavirus-Infizierten beläuft sich auf etwa 308.127 (Stand: 22. März 2020, 13 Uhr). Die meisten der bestätigten Fälle befinden sich in China.

Seht hier, was der Microsoft-Gründer Bill Gates zu dem Ausbruch des Coronavirus sagt und wie er damit umgeht: Video unten im Anhang

Der Text wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

Die Corona-Virus Infektion begann als Schweinegrippe, nachdem es bereits 2003 die  corona-ähnliche Sars-Virus-Grippe gab. Immer mehr breitete sich die Epedemie aus.  200 Epedemien gäbe es jährlich, die schnell zu einer Pandemie werden könnten.

Jetzt fand im Oktober 2019 eine Konferenz in New York namens " Event 201" statt, die eine weltweite Pandemie simulierte.  Veranstalter  der Podiumsveranstaltung waren u a die Bill und Melinda Gates Foundation, die John Hopkins Universität assoziiert mit dem Milliardär Michael Bloomberg und dem Weltökonomie-Forum sowie UN Instanzen.

Es wurde die Ausbreitung des Virus auf 10 Millionen Fälle in drei Monaten in dieser Pandemie simuliert.

Es wurde davon ausgegangen, dass es während dieser Pandemie noch keinen Impfstoff gebe. Man setzt auf die UN und eine weltweit zu schaffende Instanz und der WHO Weltgesundheitsorganisation. Hier sollen Kompetenzen und Institutionen ähnlich einer Weltregierung neu geschaffen werden. Das ist der feuchte Traum der neoliberalen Globalisten in den USA.

Die  Event 201 Übung spricht vom Zusammenbruch des globalen Tourismus, den Zusammenbruch der Weltbörsen und über die Bekämpfung des Internets  - bis hin zur Abschaltung  des Internets.

Diese "Caps-Pandemie" führte in der Simulation zu  65 Millionen Toten in den ersten 18 Monaten. Die Ausbreitung  erfolgte zuerst in Großstädten und in Slums. Die Weltwirtschaft befand sich im freien Fall. Das BIP  sank weltweit um 11 %.  Die Aktienkurse brachen weltweit ein. Der Vertrauensbruch gegenüber Regierungen und Mainstreammedien nimmt krasse Züge an.  

Das alles wurde im Oktober 2019 als Pandemie-Übung durchgespielt.

Kritiker können da nicht an einen reinen Zufall glauben.

US Präsident deutete auf einer Pressekonferenz  am 13. März an, das wir wissen würden woher der Virus komme, nachdem eine befragende Journalistin sagte, dass die chinesische Regierung behaupten würde, dass die USA hinter dem Virus stecke.

Zwei Stunden später trat Bill Gates vom Microsoft  Board zurück.Es gibt da nicht zwingend einen Zusammenhang, aber die zeitliche Nähe dieser Ereignisse ist stark auffällig.

Gates hatte schon 2009 mit seinem elitären "Guten Club" der Milliardäre im Rahmen seiner  fragwürdigen Impfkampagne zusammen mit George, Soros,  Warren Buffet, Rockefeller und Ted Turner Fragen der Überbevölkerung diskutiert.

Das Pirebright Institut versuchte zudem einen Corona Impfstoff zu entwickeln. Auch hier ist Bill Gates beteiligt.  Die IZ hat recherchiert, was es dabei auf sich hat.

Die Bill and Melinda Gates Stiftung habe die Entwicklung des Coronavirus demnach sogar finanziert. Das von dieser Stiftung als Hauptsponsor finanzierte Pirbright-Institut habe bereits 2015 ein Patent auf das Virus angemeldet.

Dieses Institut hat tatsächlich 2015 ein Patent auf einen Coronavirus eingereicht. Es ging dabei um ein Patent, das die Entwicklung einer bisher bekannten Form des  Coronavirus abdeckt. Inzwischen wissen Forscher, dass bereits das SARS Virus von 2003 eine corona-ähnliche Struktur hat und dem Virus heute ähnelt. Dabei haben russische Wissenschaftler festgestellt, dass ihrer Meinung nach bereits dieses Corona Virus im Labor menschengemacht und eine Kreuzung aus Mumps und Masern sei.  

In einem Faktencheck von BuzzFeed zu diesem Thema kommen Mitarbeiter des Instituts zu Wort, die genauer erklären, welche Arbeiten sie bei Pirebright  ausführen. Dabei erfährt man, dass das Patent einen aviären Coronavirus abdeckt, also einen Virus, der angeblich  zuerst Vögel befallen hatte.  Das Institut arbeitet nicht an einer Form des Virus, der Menschen befällt, meint Minikama. Da aber dieses Virus ja angeblich vom Tier zum Menschen wanderte, ist dieser Einwand unsinnig.

Auch hierbei muss man sich wieder ganz klar vor Augen halten,  dass der Begriff „Coronavirus“ für eine ganze Familie von Viren steht und jedes dieser Viren seine eigenen Merkmale hat. Und hier kommt der wichtige Punkt, den die Faktenchecker der Agentur AFP nochmals verdeutlicht haben (hier):

Die chinesischen Behörden erklärten am 5. Januar auch, dass es sich bei dem Ausbruch der viralen Lungenentzündung, die in Wuhan begann und offiziell als das 2019 Novel Coronavirus (2019-nCoV) bekannt ist, nicht  genau um das grippeähnliche Virus SARS handelt. ( Kommentar IZ): Auch hier schummelt Mimikama. Es ist zwar nicht  100 % das SARS Virus aber eine Mutation des Corona-Virus, wobei Viren immer mutieren und sich fortwährend etwas verändern. 

 

Gates hielt 2010 einen TED-Vortrag über die Überbevölkerung ( siehe Video) und der  CO² Gefahr für die Menschheit. Er will die Bevölkerung durch Impstoffe  sowie " Gesundheitsvorsorge" um 10 bis 15 % senken.  Eigentlich sollen Impstoffe doch Leben schützen  oder sehen wir das falsch?

Kritiker betrachten dies als genozidale und menschenfeindliche Sichtweise, die mit Philantropie nichts zu tun hat. Ebensowenig seine Treffen mit Epstein. 

Gates geht  in seinem Vortrag von 6,8 Milliarden Menschen aus, die er um bis zu 15 % reduzieren will. Das sind mehr als 1 Milliarde Menschen weniger.(siehe Video unten).

Es gibt immer noch Menschen, die diese globalen Bemühungen der elitären Milliardärskaste nicht wahrhaben wollen oder sie ignorieren . Es wird Zeit aufzuwachen und aufzustehen!  

  https://www.businessinsider.de/panorama/bill-gates-hat-jahrelang-vor-einer-pandemie-gewarnt-so-geht-er-mit-dem-coronavirus-ausbruch-um/

 https://www.youtube.com/watch?v=5ZkPDwJtSwo&feature=share

 https://www.mimikama.at/allgemein/bill-gates-coronavirus/

 https://www.welt.de/wirtschaft/article138108928/Bill-Gates-investiert-in-Biotech-Made-in-Germany.html

Doch auch aktuell gibt es sogar im Establishment der USA heftige Kritik an den Impfprogrammen von Gates. 

Der linke Journalist Rainer Rupp fasst für internationale Medien einige kritische Erkenntnisse zusammen: 

Die beiden Ereignisse überlappten sich. Vergangenen Sonntag in der Tagesschau durfte der zigfache Milliardär Bill Gates, der sich gerne als uneigennütziger Wohltäter und Menschenfreund aufspielt, unwidersprochen und unhinterfragt über neun Minuten für sein Corona-Impfprogramm werben. Sein Auftritt in der ARD scheint Teil einer breiten Medien- und PR-Offensive zu sein, die am 2. April in den USA begann. Wie in anderen Fällen von Epidemien zuvor scheint Gates auch diesmal wieder mithilfe von eindrucksvollen Spenden und politischer Einflussnahme, das bevorstehende Corona-Impfprogramm für die "Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung" und die befreundeten Pharmaunternehmen an Land zu ziehen.

US-Unternehmer Bill Gates: Den einen gilt er als selbstloser Philanthrop, den anderen als verschlagener Geschäftemacher mit dubioser Agenda.

Am 9. April, also eine Woche nach Gates' PR-Auftakt in den USA, veröffentlichte Senator Robert F. Kennedy Jr. – Sohn von Robert F. Kennedy und Neffe des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy – in seiner Funktion als Vorsitzender der Kinderhilfsorganisation "Children's Health Defense" eine aufrüttelnde Erklärung über die menschenverachtenden Methoden der angeblich wohltätigen Gates-Stiftung, denen vor allem Kinder in Entwicklungsländern zum Opfer fallen, wo in abgelegenen Regionen fernab von öffentlicher Kontrolle neue Impfstoffe an jungen Menschen ausprobiert werden, als wären sie Versuchskaninchen.

Dieser Link führt zum Text von Senator Kennedy auf der Webseite von "Children's Health Defense". Der Text des Senators verweist oft nur stichwortartig auf Zusammenhänge. Um diese Zusammenhänge für alle Leser verständlich zu machen, hat der Autor im Text Erläuterungen hinzugefügt und dort, wo es angemessen schien, mit weiterführenden Recherchen ergänzt. Kennedy beginnt seine Erklärung wie folgt:

Impfstoffe sind für Bill Gates Teil seiner strategischen Philanthropie (also Teil seiner als individuelle Wohltätigkeit verstandenen Aktivitäten, Anmerkung RR), die seine vielen, mit Impfstoffen verbundenen Investitionen und Unternehmen füttern, einschließlich seiner Microsoft-Ambitionen, ein globales, biometrisches Impf-Identifikationsprogramm zu kontrollieren, was ihm eine diktatorische Kontrolle über die globale Gesundheitspolitik gibt. Die Impfstoff-Besessenheit von Gates scheint von seiner Überzeugung befeuert zu werden, die Welt mit Technologie zu retten.

Um diese Behauptung zu untermauern, führt Senator Kennedy als Beispiel das höchst dubiose Verhalten von Gates im Zusammenhang mit der großen Polio-Impfaktion von 2000 bis 2017 an. Als das 1,2 Milliarden US-Dollar teure Impfprogramm für Indien aufgelegt wurde, hatte Gates direkt am Anfang mit einer kolossalen Spende selbiges unter seine persönliche Kontrolle gebracht. Kennedy beschreibt das so:

Gates versprach, sich mit 450 Millionen US-Dollar an dem 1,2-Milliarden-US-Dollar-Programm zur Ausrottung von Polio zu beteiligen, und übernahm damit die Kontrolle über Indiens 'National Technical Advisory Group on Immunization (NTAGI)', die bis zu 50 Dosen von Polio-Impfstoffen durch sich überlappende Immunisierungsprogramme für Kinder vor Erreichung des fünften Lebensjahres vorschrieb.

Doch diese heftigen Dosierungen hatten offensichtlich schwere, unerwünschte Nebenwirkungen, indem sie eine neue Art einer Epidemie unter Kindern hervorriefen, mit Lähmungssymptomen wie bei Polio. Weiter im Text von Kennedy heißt es:

Indische Ärzte beschuldigen die Gates-Impfkampagne, für eine verheerende Epidemie der akuten schlaffen Lähmung (NPAFP) ohne Polio verantwortlich zu sein, die zwischen den Jahren 2000 und 2017 insgesamt 490.000 Kinder über die erwarteten Raten hinaus gelähmt hat. 2017 fuhr die indische Regierung das Gates-Impfprogramm zurück und forderte Gates auf, mitsamt seiner Impfpolitik Indien zu verlassen. Danach fielen die NPAFP-(Lähmungs-)Raten steil ab.

 

"Im Jahr 2017 gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) widerwillig zu, dass die weltweite Explosion von neuen Poliofällen überwiegend auf den Polio-Impfstoffstamm der gestiegenen Impfprogramme zurückzuführen ist", so Kennedy. So haben mutierte Virusstämme des Polioimpfstoffs nach einer gewissen Zeit mehr Lähmung verursacht als das eigentliche, "wild" existierende Poliovirus.

Zur Erklärung dieses Zusammenhangs sei gesagt, dass bei einer Impfung ein toter oder wirklich schwacher Stamm eines Virus in den menschlichen Körper injiziert wird, wodurch die Schaffung von Antikörpern gegen das bestimmte Virus angeregt wird und der Körper bei einer tatsächlichen Infizierung mit dem virulenten Virus schnell reagieren und ihn bekämpfen kann. Wenn sich jedoch der Virusstamm im Impfstoff unbemerkt gefährlich verändert hat, dann hat das fürchterliche Folgen. Dies hat auch eine "Peer-Review"- Studie aus dem Jahr 2018 als Ursache für die katastrophalen Folgen des von Gates geleiteten Anti-Polio-Programms in Indien nachgewiesen.

Dann verweist Kennedy auf den in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannten Vorwurf, dass "die furchterregendsten Epidemien im Kongo, in Afghanistan und auf den Philippinen allesamt mit Impfstoffen verbunden sind. Tatsächlich waren bis 2018 etwa 70 Prozent der weltweiten Poliofälle durch Impfstoffstämme verursacht".

Dieser Vorwurf gewinnt an Substanz, wenn man den Informationen folgt, wonach das US-amerikanische "Center for Disease Control" (CDC) im Verdacht steht, gemeinsam mit den Großen der Pharmaindustrie "ein starkes finanzielles Interesse daran zu haben, nicht vollständig getestete Impfstoffe" in breit angelegten Feldversuchen in Entwicklungsländern auszuprobieren. Das öffentlich und privat finanzierte CDC – unter anderem auch von der "Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung" – operiert unter anderem mit seinen Impfstoffen in vielen Ländern rund um den Globus, vor allem in Afrika, womit CDC in der Mehrheit der afrikanischen Staaten präsent ist.

Lediglich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll "noch mehr unter der Kontrolle von Big Pharma" stehen als CDC. In diesem Zusammenhang wird Robert F. Kennedy Jr. zitiert, wonach diese "Organisation [die WHO] über die Bedeutung des Wortes hinaus korrupt ist. Sie ist eine Marionette der Pharmaindustrie".

Tatsächlich hat die "Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung" mit Blick auf den lukrativen Markt für Impfstoffe und die mit der Bekämpfung der Pandemie verbundenen IT-Serviceleistungen sehr viel schneller auf die Corona-Pandemie reagiert als beispielsweise deutsche oder amerikanische Regierungen und Behörden.

Bereits am 5. Februar 2020 gab die zig Milliarden Dollar schwere "Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung" in einer Presseerklärung bekannt, dass sie sofort bis zu 100 Millionen Dollar für die weltweite Bekämpfung des neuartigen Corona-Virus (2019-nCoV) der WHO und dem Center for Disease Control zur Verfügung stellen wird, um die gefährdete Bevölkerung der Länder in Afrika und Südostasien zu schützen, vor allem mit Hilfe einer "beschleunigten Entwicklung von Impfstoffen, Medikamenten und Diagnosen" – alles Branchen, in denen sich Gates auch als Investor ausgezeichnet hat.

Blitzschnell hatte Gates erkannt, dass das Corona-Virus ihm ein weltweites neues Betätigungsfeld bieten würde, um vor allem in den weniger entwickelten Ländern Afrikas und Südostasiens, wo weniger Fragen gestellt werden, seine Impfpolitik zu puschen. Sein durch großzügige Spenden untermauertes, enges Verhältnis zur WHO und CDC wird auch im Fall Corona als Türöffner in diese Länder auf höchster politischer Ebene dienen. Damit erschließt Gates mit Millionen-Dollar-Spenden einen Zig-Milliardenmarkt für die Impfstoffhersteller, an denen er beteiligt ist.

Zugleich wächst das internationale Ansehen von Bill und Melinda Gates als Philanthropen, als uneigennützige Wohltäter an der Menschheit mit Mutter-Theresa-Image. Das haben die beiden nicht nur der geschickten PR-Strategie ihrer "Bill-und Melinda-Gates-Stiftung", sondern auch unkritischer Journalisten der Mainstreammedien zu verdanken, wie jüngst dem Qualitätsjournalisten Ingo Zamperoni im selbst ernannten Qualitätsmedium ARD.

Weiter beschuldigt Kennedy Bill Gates, dass dessen Mitarbeiter während der MenAfriVac-Impfkampagne im Jahr 2012 in afrikanischen Ländern südlich der Sahara (mit Einverständnis der nationalen Behörden) "Tausende von Kindern gewaltsam gegen Meningitis geimpft haben". Von denen seien anschließend viele einer bleibenden Lähmung zum Opfer gefallen.

Damit verweist Kennedy auf eine im Westen so gut wie unbekannte und wenig recherchierte Episode von Gates' Impfkampagnen, die natürlich nicht er selbst bezahlt, sondern die in der Regel von internationalen Organisationen oder Kirchen etc. finanziert werden. Über die MenAfriVac-Impfkampagne findet man beispielsweise in dem auf medizinische Nachrichten spezialisierten Webportal Laleva folgende Meldung vom Januar 2013:

Am 20. Dezember 2012 traf eine Impftragödie das kleine Dorf Gouro im Norden des Tschad, Afrika. Laut der Zeitung La Voix sind von fünfhundert Kindern, die den neuen Meningitis-Impfstoff MenAfriVac erhalten haben, mindestens 40 im Alter von sieben bis 18 Jahren gelähmt. Diese Kinder erlitten auch Halluzinationen und Krämpfe. Seit diesem ersten Bericht ist das wahre Ausmaß dieser Tragödie ans Licht gekommen, da die Eltern dieser geimpften Kinder von noch mehr Verletzungen berichtet haben. Die Behörden in der Gegend sind erschüttert. In ihrer Wut und Frustration über die Nachlässigkeit der Regierung haben demonstrierende Bürger ein Sanitärverwaltungsfahrzeug in Brand gesetzt.

Hier drängt sich spontan der Gedanke auf, worin der Grund für den entschlossenen Widerstand, den viele afrikanische Eltern den von westlichen Unternehmen und Organisationen initiierten Impfkampagnen entgegensetzen, liegen könnte. Das scheint an den schlechten Erfahrungen zu liegen, die sie mit solch angeblich wohltätigen Kampagnen gemacht haben, in denen sie und ihre Kinder als Versuchskaninchen benutzt wurden, um fern ab vom Blick der Weltöffentlichkeit in entlegenen Dörfern die neuen Präparate westlicher Pharmakonzerne zu testen. Und die "Bill-und Melinda-Gates-Stiftung" scheint dabei überall ihre Finger im Spiel zu haben.

Folgerichtig konnte man am 25.7.2013 in der südafrikanischen Zeitung Times Live den Vorwurf gegen die wohltätigen westlichen Helfer lesen: "Wir (Afrikaner) sind die Meerschweinchen für die Pharmaindustrie."

Eine gute Übersicht über die furchtbaren Verbrechen, die in afrikanischen Ländern abseits der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit im Namen des wohltätigen Gesundheitsschutzes passieren, findet sich in einer wissenschaftlichen Studie aus dem Jahr 2017 unter dem Titel: "Rechenschaftspflicht internationaler NGOs: Menschenrechtsverletzungen in der Gesundheitsvorsorge in Entwicklungsländern und die Wirksamkeit aktueller Maßnahmen" von Sharmeen Ahmed von der Golden Gate University School of Law, USA. Vor allem die "Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung" kommt in dem Bericht nicht gut weg.

Auch Nelson Mandelas ehemaliger Chef-Ökonom, Professor Patrick Bond, von der Witwatersrand-Universität, Johannesburg, Südafrika, hatte sich im Jahr 2016 in einem Artikel in dem kritischen britischen Magazin CounterPunch die Machenschaften von Gates vorgenommen. Vor allem kritisiert er den "Fokus der Gates-Stiftung auf unterentwickelte, arme Länder". Von der lokalen Bevölkerung dort würden die Aktivitäten von Gates "nicht als Beispiel für Wohltätigkeit angesehen, sondern als abscheuliche menschliche Ausbeutung". Die ungebührlichen Praktiken von Gates, in der Geschäfte mit wohltätigem Anstrich gemacht würden, bezeichnete Prof. Bond als "rücksichtslos und unmoralisch".

Bill Gates spricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Liest man die weiteren Beispiele, die Kennedy in seiner Erklärung über die Aktivitäten der Gates-Stiftung auflistet, dann ist deren Charakterisierung als "rücksichtslos und unmoralisch" noch viel zu mild und zurückhaltend.  

Laut Kennedy finanzierte die Gates-Stiftung im Jahr 2010 die Phase 3 einer Testreihe eines experimentellen Malaria-Impfstoffs der Firma GlaxoSmithKline (GSK), in deren Folge 151 afrikanische Säuglinge getötet wurden und 1.048 der 5.949 Kinder schwerwiegende Nebenwirkungen wie Lähmungen, Krampfanfälle und fieberhafte Krämpfe aufwiesen.

Weiter wirft Kennedy der Gates-Stiftung vor, im Jahr 2010 die Tests von experimentellen HPV-Impfstoffen, die von GlaxoSmithKline (GSK) und Merck entwickelt wurden, an 23.000 jungen Mädchen in abgelegenen indischen Provinzen durchgeführt zu haben. Ungefähr 1.200 litten danach unter schweren Nebenwirkungen, einschließlich Autoimmun- und Fruchtbarkeitsstörungen. Sieben starben. Untersuchungen der indischen Regierung ergaben, dass die von Gates finanzierten "Forscher" allgegenwärtige ethische Verstöße begangen hatten, unter anderem schutzbedürftige Mädchen aus dem Dorf unter Druck zu setzen, Eltern zu schikanieren, Einverständniserklärungen zu fälschen und den erkrankten Mädchen die medizinische Versorgung zu verweigern. Der Fall ist jetzt vor dem Obersten Gerichtshof des Landes.

Mehr zum Thema - Öko- und Sozial-Image nur Fassade? Bill Gates-Stiftung investiert Milliarden in Öl- und Kohle-Unternehmen

Unter dem Titel "12 Gründe, sich über das neueste Projekt der Gates Foundation zur Sterilisierung von Frauen aufzuregen" ging die investigative Journalistin Susan Wills am 21. November 2014 in einem Artikel näher auf die Art und Weise ein, wie die Gates-Stiftung in Entwicklungsländern bei der Impfstoffforschung vorgeht:

In dem vorliegenden Fall, bei dem in den entlegenen indischen Regionen Gujarat und Andhra Pradesh 23.000 Stammesmädchen zwischen zehn und 14 Jahren die von GSK und Merck entwickelten Impfstoffe verabreicht wurden, angeblich um sie vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen, den sie im Alter vielleicht entwickeln könnten, gab es laut den Nachforschungen von Reporterin Wills "keine Nachuntersuchungen oder medizinische Versorgung der über 1.200 Opfer mit schweren Nebenwirkungen". Weitere Recherchen deckten allgegenwärtige Verstöße der Gates-Impftruppe gegen ethische Normen auf: Die einfachen und unerfahrenen tribalen Mädchen wurden mit allerlei Tricks und Druck regelrecht für die Impftests zwangsrekrutiert. Ihre Eltern wurden dazu gemobbt, Einwilligungsformulare zu unterzeichnen, die ihnen vorgelegt wurden, aber die sie nicht lesen konnten, die zudem falsche Behauptungen über die Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente machten. In vielen Fällen wurden sogar Unterschriften einfach gefälscht.

Ein indischer Parlamentsausschuss hat später festgestellt, "dass es sich bei der von Gates finanzierten Impfstoffkampagne in der Tat um eine groß angelegte klinische Studie handelte, die im Auftrag der Pharmaunternehmen durchgeführt und als 'Beobachtungsstudie' getarnt wurde, um die gesetzlichen Anforderungen zu unterlaufen. Der Ausschuss stellte fest, dass diese Tests alle Gesetze und Vorschriften, die für klinische Studien durch die Regierung festgelegt wurden" verletzt haben und eine "klare Verletzung der Menschenrechte und einen Fall von Kindesmissbrauch" darstellten.

WHO schlägt Alarm: Mehr als 6.000 Tote durch Masern in der Demokratischen Republik Kongo (Symbolbild)

Die Gates-Stiftung gab sich keine Mühe, auf diese Vorwürfe des indischen Parlaments zu reagieren. Stattdessen rief sie in ihrem jährlichen Rundbrief zu noch mehr gesundheitsbezogener Forschung und Entwicklung in armen Ländern auf, und als Gipfel der Scheinheiligkeit bekräftigte der Brief zugleich den Glauben der Gates-Stiftung "an den Wert eines jeden menschlichen Lebens".

Zurück zu der Erklärung Kennedys, in der er damit fortfährt, dass "eine wissenschaftliche, (Peer-Review-)Studie aus dem Jahr 2017 (Morgenson et al. 2017) zeigte, dass der beliebte DTP-Impfstoff der WHO mehr afrikanische Kinder tötet als die Krankheiten, die er verhindert. DTP-geimpfte Mädchen erlitten die zehnfache Sterblichkeitsrate von Kindern, die den Impfstoff noch nicht erhalten hatten. Die WHO hat sich geweigert, den tödlichen Impfstoff zurückzurufen, den sie jährlich zig Millionen afrikanischen Kindern aufzwingt".

Hier sei daran erinnert, dass im Jahr 2010, anlässlich des sogenannten Weltwirtschaftsgipfels in Davos, Bill Gates der WHO insgesamt zehn Milliarden Dollar über die nächsten zehn Jahre versprach, um "bei der Forschung, Entwicklung und Lieferung von Impfstoffen für die Welt zu helfen", heißt es in einer Presseerklärung der Gates-Stiftung.

Diese riesige Spendenzusage sicherte und festigte natürlich den maßgeblichen Einfluss der Gates-Stiftung auf die Politik des WHO. Wohin die Reise gehen sollte, machte Bill Gates in Davos persönlich klar: "Wir müssen dieses Jahrzehnt zum Jahrzehnt der Impfstoffe machen! Weil Impfstoffe retten, und sie verbessern bereits Millionen von Leben in Entwicklungsländern. Innovation wird es ermöglichen, mehr Kinder zu retten als je zuvor." Wie gewiefte Politiker so pflegt auch Gates sein Mutter-Theresa-Image ständig mit der Deklaration uneigennütziger, wohltätiger Absichten und lenkt geschickt von den oft katastrophalen und tödlichen Folgen seines knallharten, business-philanthropischen Geschäftsgebarens ab.

Kurioserweise hat Bill Gates einen Monat nach Davos in einer Rede vor dem berühmten TED-Forum leidenschaftlich für seine Vorstellungen zur flächendeckenden Impfung in den Entwicklungsländern geworben, aber diesmal mit dem Versprechen, dass diese Politik das rasante Bevölkerungswachstum in dieser Region reduzieren würde.

 

Gegen Ende seiner Erklärung weist Kennedy darauf hin, dass die "Befürworter eines öffentlichen Gesundheitssystems weltweit Bill Gates vorwerfen, die Agenda der WHO von den Projekten wegzusteuern, die nachweislich Infektionskrankheiten eindämmen: nämlich sauberes Wasser, Hygiene, Ernährung und wirtschaftliche Entwicklung. So werden Vorwürfe gegen Gates laut, wonach er auch die Ressourcen der WHO umgeleitet hat, um seiner persönlichen Philosophie zu dienen, dass gute Gesundheit nur durch eine Spritze kommt".

Gates nutzte seine Philanthropie nicht nur zur Kontrolle von WHO, UNICEF, GAVI und PATH, sondern finanziert auch ein privates Pharmaunternehmen, das Impfstoffe herstellt, und aktuell habe er zusätzlich 50 Millionen US-Dollar an zwölf Pharmaunternehmen gespendet, um die Entwicklung eines Corona-Virus-Impfstoffs zu beschleunigen. Aber als besonders bedenklich sieht Senator Kennedy, der vor wenigen Tagen bei einem nicht aufgeklärten Kanu-Unfall zwei seiner noch nicht erwachsenen Kinder verloren hat, dass Bill Gates in einer internationalen Medien-Offensive "sich zuversichtlich zeigt, dass die COVID-19-Krise ihm nun die Möglichkeit geben wird, amerikanischen Kindern seine diktatorischen Impfprogramme aufzuzwingen", so Kennedy.

Auch in Deutschland scheint die Chance für Bill Gates gut zu stehen. Dafür spricht, dass er am 12.04.2020 über neun Minuten in der Tageschau des selbst ernannten deutschen Qualitätsmediums ARD über seine Corona-Impfpläne schwadronieren und werben durfte. Das Ganze war untermalt mit herzerweichenden Videoeinlagen über die wunderbare Arbeit der Gates-Stiftung. Interviewt wurde Gates von dem ARD-"Qualitätsjournalisten" Ingo Zamperoni, der absolut unfähig war, auch nur eine kritische Frage zu stellen. Angesichts der katastrophalen Spuren, die Gates in den Entwicklungsländern hinterlassen hat, ist diese Liebedienerei des staatlichen Propagandaorgans ARD gegenüber dem Fake-Philanthropen und zigfachen Milliardär beängstigend.

ARD, 

Bumerang: China wirft BILD China-Hetze und Rassismus vor

China wehrt sich gegen rechtspopulistisches Springer Konzernmedien einer Pro CDU Oligarchin

China wehrt sich gegen Völkerhetze und Rassismus der BILD und seiner Springer Oligarchin 

Die Antwort Chinas zur rechtspopulistisch völkischen Medien-Hetze im Wortlaut.

Überdies hatte der Chefvirologe des US Präsidenten Donald Trump namens Robert Redfield selber zugegeben, dass es schon vorher Corona-Fälle in den USA gegeben hatte, die zunächst nicht als Corona-Erkrankung erkannt worden waren.  Der Ursprung der Epedemie liegt keinesfalls in China.  Deshalb hatte die chinesische Regierung auch Herausgabe der Dokumente über Patient Zero in den USA verlangt. Durch  das bewusste Weglassen dieser Grundtatsachen wird die BILD zu einem völkisch-rassistischen Fake Medium! ( Anmerkung der Redaktion).    

Schon seit Wochen schüren viele deutsche Medien eine offen anti-chinesische Stimmung. Besonders ins Auge sticht damit das Vorgehen der BILD. Die ständige Meinungsmache gegen China hat jetzt die chinesische Botschaft dazu veranlasst, in einem offenen Brief Stellung zu beziehen.

Russische Medien  dokumentieren die als offener Brief verfasste Stellungnahme der chinesischen Botschaft in Deutschland an die Redaktion der Bild im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Reichelt, sehr geehrte Mitglieder der BILD-Chefredaktion,

Mit einigem Befremden habe ich heute Ihre Berichterstattung zur Corona-Pandemie im Allgemeinen und zu der vermeintlichen Schuld Chinas daran im Besonderen verfolgt. Einmal abgesehen davon, dass wir es als ziemlich schlechten Stil betrachten, ein Land für eine Pandemie verantwortlich zu machen, unter der die ganze Welt zu leiden hat, und dann auch noch eine explizite Rechnung angeblicher chinesischer Schulden an Deutschland zu präsentieren, ignoriert der Artikel einige wesentliche Fakten.

1. Sie schreiben, das Virus breitete sich aus, "auch, weil die chinesische Führung wichtige Informationen wochenlang unterdrückte". Und: "China hat seine Informationspflichten gegenüber der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verletzt."

Dazu stellen wir fest: Bereits am 31.12.2019 haben die chinesischen Behörden die WHO über Fälle von Lungenentzündung unbekannter Ursache in Wuhan informiert. Ab dem 3. Januar 2020 informierte China die WHO und andere Länder wie die USA regelmäßig über den Verlauf. Zu dieser Zeit meldete Wuhan 44 Patienten mit der mysteriösen Krankheit. Am 8. Januar 2020 wurde der Krankheitserreger SARS-CoV-2 erstmals identifiziert. Am 11. Januar stellte China vollständige Genomsequenzen des neuartigen Corona-Virus öffentlich online und teilte die genetischen Daten mit der WHO. Am 20. Januar bestätigte China aufgrund von fundierten epidemiologischen Untersuchungen die Übertragung des neuartigen Coronavirus von Mensch zu Mensch. Drei Tage danach wurde die Millionenmetropole Wuhan abgeriegelt und noch nie dagewesene umfassende, gründliche und rigorose Quarantänemaßnahmen wurden landesweit ergriffen. Die WHO bestätigt exakt diese Timeline und sie ist hier nachzulesen. Am 11. März schließlich erklärte die WHO die durch das COVID-19-Virus verursachte Krankheit zur Pandemie.

2. Sie schreiben: "Die britische Denkfabrik Henry-Jackson-Society kommt in einer aktuellen Studie zum Schluss: China ist RECHTLICH VERANTWORTLICH für die wirtschaftlichen Folgen."

Dazu stellen wir fest: Viele Länder, die jetzt mit COVID-19 zu kämpfen haben, hatten Zeit, sich auf die grenzüberschreitende Ausbreitung des Erregers vorzubereiten, nachdem China seinen Ausbruch im Rahmen der IHR-Richtlinien gemeldet hatte. Bei den Behauptungen von einigen wenigen Politikern bzw. Experten oder Medienvertretern, dass China nach internationalem Recht rechtswidrig gehandelt habe und nun verpflichtet sei, ausländische Regierungen zu entschädigen, geht es nicht wirklich um internationales Recht, um Völkerrecht. Es geht ihnen um gegenseitige Schuldzuweisungen, um von eigenen Versäumnissen und Schwächen abzulenken.

 

Erlauben Sie mir zum Schluss noch eine persönliche Bemerkung: Wir betrachten den Stil, in dem Sie in Ihrer heutigen Berichterstattung auf der Seite 2 gegen China "zu Felde ziehen", als infam. Ihr Bericht entbehrt nicht nur ganz wesentlicher Fakten und genauer Zeitabläufe, sondern auch einem Mindestmaß an journalistischer Sorgfaltspflicht und Fairness. Wer so aufrechnet, wie Sie das mit der BILD-Zeitung von heute tun, schürt Nationalismus, Vorurteile sowie Fremden- und Chinafeindlichkeit. Es wird weder der traditionellen Freundschaft zwischen beiden Völkern noch einem seriösen Verständnis von Journalismus gerecht.

Ich frage mich gerade vor diesem Hintergrund, woher in Ihrer Redaktion die Abneigung gegen unser Volk und unseren Staat kommt? Für eine Krise dieses Ausmaßes gibt es kein Drehbuch. Auch Deutschland muss seinen seinerzeit durchdachten Notfallplan nach dem deutschen Infektionsschutzgesetz überarbeiten. Dass wir zusammen aus der Pandemie-Krise lernen und kooperieren, ist gefordert mehr denn je. Inzwischen bescheinigen uns auch namhafte internationale Wissenschaftler, dass China durch sein schnelles und entschiedenes Handeln einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung dieser Pandemie geleistet hat und zumindest einen Monat Zeit für den Rest der Welt gewonnen. Davon lesen wir in Ihrem Beitrag leider gar nichts.

Mit freundlichen Grüßen,

Tao Lili

Sprecherin der chinesischen Botschaft in Deutschland

Florian Warweg@FWarweg
 
 

Bum! Der Offene Brief der 🇨🇳 Botschaft @ChinaEmbGermany an @BILD-Chefe @jreichelt & Co hat es in sich: "Wir betrachten den Stil, in dem Sie in Ihrer Berichterstattung gegen zu Felde ziehen, als infam...woher kommt diese Abneigung gegen unser Volk?"http://www.china-botschaft.de/det/sgyw/t1770161.htm 

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Wegen antichinesischer Hetze: Chinas Botschaft schreibt offenen Brief an BILD-Chefredakteur Reichelt

 

Merkel nahe Konservative setzen  sich an die Spitze der Corona-Verschwörungstheoretiker

Jetzt geht auch der Mainstream in Sachen Corona Virus teilweise auf die VT-Verschwörungstheoretiker Schiene. Die Chinesen waren es angeblich.

Für einige Wissenschaftler stand von Anfang an fest, dass dieses Corona-Virus menschengemacht sei.  Schon 2003 hatten russische Forscher festgestellt, dass das Sars Virus von 2003 als Variante des heutigen Corona-Virus in Labors gezeugt wurde und eine Kreuzung von Mumps und Masern sei.

Da die bisher offizielle singuläre Verschwörungstheorie, die das Virus auf dem Viehmarkt von Wuhan bei Fledermäusen oder der chinesischen Cobra verortete, nicht mehr als alleinige  mögliche Erklärung herhalten kann  ( anders als bei deutschen Konzern- und Staatsmedien) , stricken jetzt auch offizielle Regierungsgeheimdienste wie der CIA der USA   an der Verschwörungstheorie mit,  wonach chinesische Geheimdienst im Labor das Virus bewusst gezeugt haben bzw dass das Virus auch menschengemacht sein könne.  

Allerdings macht die Anschuldigung keinen Sinn - zumal das Virus nach Aussage des Chef Virologen von Donald Trump vielmehr  schon vorher tatsächlich in den USA aufgetreten ist und deshalb US Labors wie Fort Detrick viel mehr als Verursacher in Frage  kommen würden.

Merkels USA Freunde der konservativen Regierungspartei  der Republikaner, die die US Geheimdienste steuern, setzen sich nichtsdestotrotz an die Spitze der global agierenden  rechtskonservativen und rechtspopulistischen Verschwörungstheoretiker. 

Immer wieder behaupten  rechte Verschwörungstheoretiker, das Corona-Virus stamme aus einem chinesischen Labor. Auch die US-Geheimdienste sind diesem Verdacht nun offenbar nachgegangen um von sich  selber wohl abzulenken. Auslöser war das Misstrauen gegenüber dem Wuhan-Institut für Virologie (WIV).

Der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs der Streitkräfte der USA, Mark Milley, bestätigte, dass US-Geheimdienste dem Verdacht, das Corona-Virus könne aus einem chinesischen Labor stammen, nachgegangen sind. Er bestätigte jedoch auch, dass laut den vorliegenden Beweisen bisher alles auf einen "natürlichen Ursprung" hindeute.

Auslöser für die Untersuchungen waren offenbar Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Wuhan-Instituts für Virologie (WIV).

Diese Bedenken wurden laut einem Bericht der Washington Post schon im Jahr 2018 von US-Diplomaten nach Washington kommuniziert. Dem im Jahr 1956 unter dem Namen Wuhan Microbiology Laboratory gegründeten Institut wurde des Öfteren vorgeworfen, an der Verbreitung des Corona-Virus beteiligt gewesen zu sein. Unter anderem lautete einer der Vorwürfe, das Virus sei im Zuge eines chinesischen Biowaffenforschungsprogramms entwickelt worden.

Doch schon früh wurden die Vorwürfe entkräftet. Unter anderem die Washington Post zitierte US-Experten, die deutlich machten, warum das Institut nicht für die Biowaffenforschung geeignet sei. Die Financial Times zitierte im Februar 2020 den Virusexperten und renommierten Corona-Virus-Forscher Trevor Bedford mit den Worten:

Wir haben Beweise dafür, dass die Mutationen [im Virus] vollständig mit der natürlichen Evolution übereinstimmen.

Die im Jahr 2018 erhobenen Vorwürfe der US-Diplomaten gegenüber dem Institut betrafen offenbar vor allem die dortigen Sicherheitsstandards. "Während der Interaktionen mit den Wissenschaftlern des WIV-Labors stellten sie fest, dass das neue Labor einen ernsthaften Mangel an entsprechend ausgebildeten Technikern und Forschern aufweist, die für den sicheren Betrieb dieses Hochsicherheitslabors benötigt werden", zitiert die Washington Post eine Diplomaten-Depesche vom 19. Januar 2018.

Die US-Diplomaten sollen auf weitere US-Unterstützung für das Labor gedrängt haben, um die Bedenken auszuräumen. In den letzten zehn Jahren finanzierten die USA die Forschung zur Übertragung des Corona-Virus im Labor. Die US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health gewährte dem Wuhan Institute ein Forschungsstipendium in Höhe von 3,7 Millionen US-Dollar. Doch die zusätzliche Unterstützung aus Washington soll ausgeblieben sein, da die Trump-Administration die Mittel der US-Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) im Ausland einschränkte.

Milley hatte sich am Dienstag im US-Verteidigungsministerium zu den Verschwörungstheorien geäußert: "Es gibt eine Menge Gerüchte und Spekulationen in einer Vielzahl von Medien, Blogseiten usw.", sagte er am Dienstag vor Reportern im US-Verteidigungsministerium. Weiter hieß es:

Es sollte Sie nicht überraschen, dass wir ein großes Interesse daran haben, und wir haben uns das sehr genau angesehen. Und ich würde an dieser Stelle nur sagen, dass es nicht schlüssig ist, obwohl die Beweiskraft auf natürliche Weise zu deuten scheint. Aber wir wissen es nicht mit Sicherheit.

Das klingt zwar nach einer Art Dementi, lässt aber immer noch eine kleine Hintertür offen. Bisher gehen die meisten Wissenschaftler offiziell  immer noch davon aus, dass das Corona-Virus von Fledermäusen stammen soll und seinen Weg zum Menschen über einen tierischen Zwischenwirt gefunden habe. Allerdings gibt es noch keine schlüssigen Beweise dafür, dass dies auf den berüchtigten "feuchten Märkten" von Wuhan geschah, auf denen auch Wildtiere verkauft wurden. Auch das ist eine Verschwörungstheorie des Mainstreams - insbesondere dann wenn man keine  andere Diskussion und keinen anderen Erklärungsansatz zudem zulassen will wie alle deutschen Mainstreammedien.  

Die Analyse der ersten 41 COVID-19-Fälle in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet ergab, dass 27 von ihnen einer direkten Exposition auf dem Markt von Wuhan ausgesetzt waren. Die gleiche Analyse ergab jedoch, dass dies beim ersten bekannten Fall nicht zutraf.

Doch diese neue Beschuldigungsorgie der Rechten hat eine Vorgeschichte.  Siehe IZ von vor Wochen: 

China bezichtigt offen die USA den Corona-Virus erzeugt und geschaffen zu haben

China verlangt von USA Infos zu Corona Patient  Zero Nr. 0

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lijian Zhao hat die US-Behörden aufgefordert, Informationen über die Herkunft des Corona-Virus preiszugeben.
 
Peking deutete sogar an, dass das US-Militär COVID-19 nach China gebracht haben könnte.

Zhao verwies auf ein Video von Dienstag, in dem der Direktor der US-Zentren für Seuchenkontrolle, Robert Redfield, offensichtlich preisgibt, es seien in den USA mehrere Corona-Todesfälle gemeldet worden, die fälschlicherweise als Grippe eingestuft worden seien.

Redfield räumte ein, dass die Ärzte zu dem Zeitpunkt keinen präzisen Test für die neue Erkrankung hatten. Er ging nicht näher darauf ein, wann diese falsch diagnostizierten Fälle zum ersten Mal auftraten. Er sagte nur, dass "einige Fälle auf diese Weise diagnostiziert wurden".

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums rief die US-Behörde dazu auf, Informationen über diese Fälle zu präzisieren.

Zudem deutete er auf eine Militärdelegation aus den USA hin, die im Oktober 2019 zu den Militärweltspielen nach Wuhan reiste. Nur wenig später bestätigte die Stadt den Ausbruch der Corona-Epidemie. Die Delegation war Teil einer Gruppe US-amerikanischer Athleten.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die COVID-19-Epidemie erstmals am 31. Dezember 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan gemeldet. Der Ursprung der Krankheit ist bislang noch nicht festgestellt.

Also es ist Fakt, dass staatliche Stellen Forscher und Geheimdienste an Viren rummanipulieren. Insofern könnte es sich auch um eine Retourkutsche des Trump Regimes handeln. 
 
Für alle Zeitgenossen, die sich das grundsätzlich nicht vorstellen können hier ein alter Spiegel Bericht aus dem Jahre 2012. Was in den Niederlanden möglich ist, kann in den USA und anderswo natürlich genauso praktiziert werden.   https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83977267.html
 
Das Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS, Schweres Akutes Atemwegssyndrom)  beispielsweise ist eine Infektionskrankheit, die erstmals im November 2002 in der chinesischen Provinz Guangdong beobachtet wurde.
 
Als Ursache für die Erkrankung wurde im März 2003 das, bis dahin unbekannte, SARS-assoziiertes Coronavirus (SARS-CoV) ausgemacht. Die neue Krankheit breitete sich in den Jahren 2002/03 schnell zu einer Pandemie aus, welche etwa 1000 Menschenleben, vor allem in der VR China, forderte.
 
SARS als biologische Waffe
Sergei Kolesnikov, ein russischer Wissenschaftler, Duma-Abgeordneter und Mitglied der russischen Akademie der Medizin, publizierte 11. April 2003 seine Behauptung, das SARS ein Coronavirus aus der Synthese von Masern und Mumps sei, welche nur unter Laborbedingungen enstehen hätte können.
 
Kolesnikov spekulierte weiter, das das Virus versehentlich aus einem chinesischen Bio-Waffenlabor gelangt sei.
 
Die Theorie wurde von chinesischen Medien aufgegriffen, wobei man den Verweis auf chinesische Bio-Waffenlabors natürlich ausklammerte. Statt dessen kamen Spekulationen auf das der Virus von Anti-Chinesischen Kräften, wie etwa den USA oder der Republik China, verbreitet wurden, um die aufstrebende Wirtschaftsmacht China zu schwächen.
 
Als Beleg hierfür galt etwa das der Virus fast ausschließlich Chinesen befallen hatte und sich nur vereinzelt über die Grenzen des Landes ausgebreitet hätte.
(WIKI)

Wuhan ist zudem das erste Gebiet mit kompletter 5 G Abdeckung. Schon komisch dass ausgerechnet dort der Virus ausbricht, wo der technologische Vorsprung der Chinesen gegenüber den USA am deutlichsten ist. Auch deshalb bekämpfen die USA Huawei als Technologieführer bis aufs Messer. Selbst Johnson Premier GB ist für seinen Kumpel Trump plötzlich ein Feind - nur weil er Huawei nicht bannt. Auch die EU soll genötigt werden Huawei  als 5 G Weltmarktführer auszugrenzen.

Diese Ausbreitung gerade dort lässt düstere Vermutungen gegen den US Imperialismus und deren Weltherrschaftsbestrebungen entstehen, die wir hier lieber nicht aussprechen wollen.

Vor geraumer Zeit las ich dass ein Forscher  davon ausgeht  dass das Virus von 2 Schlangenarten stammt ( u a chinesische Cobra) . Ein anderer Forscher widerspricht und sagt es könne nur von Säugetieren auf Menschen übertragen werden. Ein dritter Forscher glaubt an Schlangenvirus zusammen mit einem Fledermausvirus. Man weiss also nichts. Vorher hatten russische und chinesiche Forscher im Falle des ähnlichen SARS Virus festgestellt, dass er nur im Labor menschengemacht sein könne und der neue Virus klare Ähnlichkeiten zu dem alten Virius aufweise . Da wurde festgestellt, dass dieser Virus eine Laborkreuzung aus Mumps und Masern sei, die nur im Labor eines Geheimdienstes hergestellt worden sein kann und somit definitiv menschengemacht sei. Also man sollte da ergebnisoffen rangehen. Zwei Ansichten sind da also im Raum..

 Also auch wenn man der offiziellen Lesart folgt, kann man die einseitige Berichterstattung in den Mainstreammedien durchaus in Frage stellen.

Netzaktivisten und Experten fordern die US-Regierung auf, Informationen über die Aussetzung eines Forschungslabors für Infektionskrankheiten unter der US-Armee zu veröffentlichen. Eine Petition auf der Website des Weißen Hauses zeigt die zufälligen Ereignisse auf, die zwischen der Schließung des Labors und dem Ausbruch von COVID-19 im Zusammenhang stehen, und fordert die US-Regierung auf, zu erklären, ob das Labor mit dem tödlichen Virus in Verbindung steht.

Während der Ursprung des neuartigen Coronavirus noch unbekannt ist und Verschwörungstheorien eine weit verbreitete Panik ausgelöst haben, sagten Experten, dass eine rechtzeitige Information der Öffentlichkeit der globalen Einheit und Zusammenarbeit gegen die Pandemie, die am Samstag mehr als 150.000 Menschen infiziert und 5.400 Menschen weltweit getötet hat, zugute kommen würde.

Das Laboratorium in Fort Detrick, das mit hochgradig krankheitsverursachendem Material wie Ebola in Fredrick, Maryland, arbeitet, wurde geschlossen, nachdem die US-Zentren für Krankheitskontrolle und Verhütungen im Juli 2019 laut lokalen Medien eine Unterlassungsanordnung an die Organisation erlassen hatten.

Die Ursachen für die Schliessung des Labors war auf mehrere Ursachen zurückzuführen, darunter die Nichtbeachtung lokaler Verfahren und das Fehlen regelmäßiger Rezertifizierungsschulungen für die Beschäftigten in den Biosicherheitslabors. Das Abwasserentkeimungssystem des Labors erfüllte auch nicht die vom Federal Select Agent Program festgelegten Standards, berichteten die Medien.

Das Labor, das vor mehr als einem halben Jahr geschlossen wurde, erregte vor kurzem die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, als eine am 10. März auf der Website des Weißen Hauses eingereichte Petition einige zeitliche Koinzidenzen zwischen der Schließung und dem Ausbruch von COVID-19 aufzählte.

Beispielsweise “tötete eine groß angelegte ‘Grippe’ im August 2019 in den USA nach der Schließung mehr als 10.000 Menschen”; und die COVID-19-Epidemie brach im Februar 2020 weltweit aus, nachdem die USA im Oktober 2019 die Veranstaltung 201 – A Global Pandemic Exercise – organisiert hatten.

In der Petition wird auch darauf hingewiesen, dass viele englischsprachige Nachrichtenportale über die Schließung von Fort Detrick inmitten der sich verschlimmernden COVID-19-Pandemie gelöscht wurden, was den Verdacht auf die Beziehung des Labors zu dem neuartigen Coronavirus aufkommen lässt.

Die Petition fordert die US-Regierung auf, den wahren Grund für die Schließung des Labors zu veröffentlichen und zu erklären, ob das Labor mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung steht und ob es ein Virusleck gibt.

Die Petition hatte am Sonntag nur knapp über 400 Unterschriften erhalten.

Chinesische Netzaktivisten forderten die US-Regierung auf, so schnell wie möglich auf die Appelle der Öffentlichkeit zu reagieren.

“Es ist kein kleines Problem, die Wahrheit sollte veröffentlicht werden”, kommentierte ein Internetnutzer.

“Die Welt verdient es, die Wahrheit zu erfahren”, sagte ein anderer.

Ni Feng, ein stellvertretender Direktor des Instituts für Amerikastudien der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, forderte die US-Regierung auf, die Transparenz in den Fragen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zu erhöhen, um auf die weit verbreiteten Zweifel zu reagieren.

Der Ursprung des Virus sollte nach wissenschaftlichen Untersuchungen entschieden werden, aber die dringende Frage in der gegenwärtigen Phase sei die Zusammenarbeit im weltweiten Kampf gegen die Pandemie, so Ni.

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Hälfte der Italiener wollen EU Austritt. Italexit geht mit anti-neoliberaler Kapitalismuskritik einher

Nach Ablehnung der Corona-Bonds steigt die Ablehnungsquote der Italiener gegenüber der EU  

Nachdem die EU Kommission unter deutscher Führung und unter deutscher Dominanz die Einführung der Corona-Bonds zur Unterstützung der Italiener durch die EU abgelehnt hat, steigt der Frust der Italiener gegenüber der EU stark an. 

Auch der SPD Finanzminister und deutsche Vize-Kanzler  Scholz  hat als Bankenfreund die Einführung der EU Bonds abgelehnt, weil nach seiner Auffassung der ESM Rettungsschirm völlig ausreiche, obwohl dieser schon im Fall Griechenland das Land zur neoliberal inspirierten Sparorgie führte, die zur Privatisierung der Daseinsvorsorge und vor allem vieler Krankenhäuser und zum  massiven Stellenabbau führte, die besonders in der Corona-Krise das Bewusstsein der Italiener schärft, dass hemmungsloser Kapitalismus die Menschen tötet. 

Diese deutsche EU Politik entspricht allerdings der pro neoliberalen Ideologie der CDU Konservativen, der AfD Rechtspopulisten und Rassisten   wie der deutschen Sozialdemokraten.  So schreitet nach der Griechenlandkrise, dem Brexit und der Corona-Krise der Zerfall der EU voran.

Diese Erkenntnis hat auch der linke Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko in einem Beitrag gut zusammengefasst.

Knapp die Hälfte der Italiener/innen wollen mittlerweile aus der EU austreten, meint Hunko.
 
Das ist das dramatische Ergebnis zweier Umfragen der vergangenen Tage. Diese Zahlen entsprechen den Werten in Großbritannien vor dem EU-Referendum, sind aber insofern noch mehr an die Substanz der Union gehend, als dass die drittgrößte Volkswirtschaft der EU-27 Gründungsmitglied und traditionionell immer ausgesprochen pro-EU war. Der Stimmungsumschwung in Italien ist vergleichbar mit demjenigen in Griechenland 2012.
 
In deutschen regierungsnahen und systemischen Medien wird das - insofern es überhaupt kommuniziert wird - als Folge 'populistischer' Manöver hingestellt.
 
Insbesondere die italienische Ablehnung der jüngsten ESM-'Hilfen' wird als 'fatale' Dummheit hingestellt https://www.deutschlandfunk.de/milliarden-aus-hilfspaket-italiens-nein-zu-eu-hilfen.720.de.html?dram:article_id=474636 In Wirklichkeit geht der Stimmungsumschwung auf bittere italienische Erfahrungen zurück:
1. Italien hat sehr aufmerksam beobachtet, wie auf deutschen Druck Griechenland in die Knie gezwungen und ein drakonisches Austeritätsprogramm auferlegt wurde. Die Troika-Idee der Austeritäts-Auflagen ist in Italien zutiefst verhasst.
 
2. Der EU-Parlamentarier  Martin Schirdewan hat herausgearbeitet, dass die EU-Kommission zwischen 2011 und 2018 im Rahmen des 'Europäischen Semesters' Italien 63 mal (!!!) aufgefordert hatte, die Gesundheitsausgaben zu kürzen und/oder Teile des Gesundheitssystems zu privatisieren. https://www.martin-schirdewan.eu/ueberwachen-und-strafen-das-ende-des-wegs-fuer-den-stabilitaets-und-wachstumspakt-der-eu/ Entsprechend ist die Zahl der Krankenhausbetten seit Einführung des Euro von ca. 480 auf ca. 320 pro 100.000 Einwohner gesenkt worden (Deutschland gegenwärtig ca. 800). Das hat das Land während der Überlastung in den letzten Wochern im Zusammenhang mit der Corona-Krise in Norditalien bitter bezahlt.
 
3. Ende Februar aktivierte Italien mit Blick auf die Situation in Norditalien den Zivilschutzmechanismus der EU; Reaktion der anderen Mitgliedsländer: Null. (nach mehr als 4 Wochen tröpfelte dann von einzelnen Staaten Hilfe ein). https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-hilfslieferungen-laesst-europa-italien-im-stich-16693137.html China, das sanktionierte Russland und das unter dem Embargo leidende Kuba leisteten schneller, umfangreicher und unbürokratischer Hilfe. Das hat sich tief ins italienische Bewusstsein eingeprägt.
 
4. Die auf dem Treffen der Finanzminister letzten Donnerstag beschlossenen Maßnahmen sind angesichts der Dimension der Krise völlig unzureichend: Die EIB gibt mittelständischen Unternehmen Kredite, die mit Zins und Zinseszins zurück gezahlt werden müssen, die EU-Kommission unterstützt aus Rest-Haushaltsmitteln Hilfen beim Kurzarbeitergeld, okay. Die Auflagen beim ESM sind zwar gelockert, aber nicht ganz beseitigt. Für Italien lohnt sich die Inanspruchnahme kaum, die Zinsen wären nur geringfügig niedriger als auf dem Kapitalmarkt. Im Gegenzug droht eben doch auf lange Sicht die Konditionierung der Mittel. Andrej Hunko ( Linke) hatte 2012 auch aus diesem Grund gegen den ESM gestimmt: https://www.andrej-hunko.de/bt/erklaerungen/1176-stimmerklaerung-esm In der Summe entsprechen die Maßnahmen einer Luftpistole, um im Bild von Olaf Scholz zu bleiben, der auf nationaler Ebene die 'Bazooka herausgeholt' hatte. Übrigens sind die Chefs von EIB, ESM und EU-Kommission - wen wunderts? - Deutsche.
 
5. Der Brief von neun (!) Staats- und Regierungschefs zur Einführung von Corona-Bonds wurde auf den EU-Gipfeln unter den Tisch gekehrt. Kommissionspräsidentin von der Leyen nannte die Forderung 'nur ein Schlagwort'. In der Erklärung der EU-Finanzminister taucht der Begriff nicht mehr auf.
 
5. Heute haben 101 italienische Wirtschaftswissenschaftler die eigene Regierung aufgefordert, die Vereinbarung der Finanzminister abzulehnen. Der entscheidende Ratsgipfel findet am 23. April statt. Stattdessen soll eine Direktfinanzierung durch die EZB ermöglicht werden, die zwar nach EU-Verträgen verboten ist, dieses Verbot könne aber in Ausnahmesituationen aufgehoben werden. http://temi.repubblica.it/micromega-online/ue-appello-di-101-economisti-al-governo-non-firmate-quell-accordo/ Dies entspricht der klassischen Forderung der LINKEN, die wir schon in der Eurokrise aufgestellt haben, z.B. hier: https://www.linksfraktion.de/themen/positionspapiere/detail/die-sieben-schwerpunkte-der-parlamentarischen-arbeit-fuer-die-linke-im-jahr-2015/
 
Die meisten dieser Punkte dürften den deutschen Medienkonsumenten unbekannt sein, spielen aber in Italien eine große Rolle. Die Nichterwähnung dieser Hintergrundinformationen führt dazu, dass man nicht versteht, warum die Stimmung in Italien ist, wie sie ist. Dann dienen irgendwelche 'Populisten', sei es die 5-Sterne-Bewegung oder die (in der Tat widerliche) italienische Rechte um Salvini als Erklärungsmuster. Die Berichterstattung hierzulande (aber meist auch in den anderen Staaten) folgt in der EU- und Außenpolitik sehr eng dem Regierungskurs. Das mag den jeweiligen Kurs kurzfristig stützen, taugt aber nichts zum Verständnis europäischer und internationaler Prozesse.
 
Um Missverständnisse zu vermeiden: Natürlich hat Italien aus linker Sicht erhebliche Probleme im eigenen Land, etwa im Steuersystem. Dazu gehört auch der mangelhafte Beitrag, den die Superreichen und Oligarchen dort leisten. Aber in dieser Richtung gab es bislang keine 63 Aufforderungen der EU-Kommission, genauer gesagt: gar keine.
Die EU steht in den nächsten Wochen und Monaten vor einer Bewährungsprobe historischen Ausmaßes. Es geht jetzt um einen wirklichen Neustart, der auch Konstruktionsfehler der EU-Verträge, wie etwa das Verbot von Direktfinanzierung durch die EZB, anpackt. Die (nur alle 14 Jahre stattfindende) EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands im Herbst könnte das anpacken. Für Merkel ist diese Ratspräsidentschaft so etwas wie ihr Schlussakkord. Ohne grundlegende Reformen der EU, die dann das große Wort Solidarität auch wirklich rechtfertigen, könnte dieser Schlussakkord ein heftiger Misston werden.
 
 
Für ein gerechtes und sozialistisches Europa - Gegen ein Europa der Milliardäre, Superreichen und Oligarchen! 
 
Was ist der ESM Rettungsschirm der EU:
 
Als Konsequenz aus der Schuldenkrise haben die Euro-Staaten einen dauerhaften Krisenmechanismus in Kraft gesetzt. Der neue Rettungsschirm ESM löst den Vorgänger EFSF ab. Er ist anders aufgebaut und verfügt über mehr Möglichkeiten. Wie genau kann er verschuldeten Staaten helfen und woher kommt das Geld für die  sogenannten Hilfen.
 
ESM steht als Abkürzung für "Europäischer Stabilitätsmechanismus". Das ist eine internationale Finanzinstitution mit Sitz in Luxemburg. Die damals 17 Mitgliedsstaaten der Eurozone gründeten den ESM durch einen Vertrag, der am 2. Februar 2012 unterzeichnet wurde. Er trat im Oktober 2012 in Kraft. Der ESM löste den alten Euro-Rettungsschirm EFSF (European Financial Stability Facility) ab, der 2013 auslief. Der neue Stabilitätsmechanismus dient dem Ziel, Staaten der Eurozone zu unterstützen, die mit großen Finanzproblemen kämpfen. Das soll auch die Eurozone als Ganzes stabilisieren.
 

Der ESM-Vertrag sieht derzeit sechs mögliche Varianten von Stabilisierungshilfen vor. Wie bereits der Vorgänger EFSF kann auch der ESM direkte Kredithilfen gewähren. Zusätzlich ist die Möglichkeit vorgesehen, Länder vorsorglich zu stützen. Ihnen kann eine Kreditlinie gewährt werden. Sie können bei Bedarf Geld innerhalb des vereinbarten Rahmens abrufen. Die Staaten müssen davon aber keinen Gebrauch machen. Denn faktisch soll dieses Mittel vor allem das Vertrauen der Investoren in Länder stärken, die relativ solide haushalten und über eine starke Wirtschaft verfügen.

Als dritte Option kann der ESM Kredite gewähren, die nicht die Staatsfinanzen stabilisieren, sondern den Banken des jeweiligen Landes zugute kommen sollen. In diesen Fällen bekommt der jeweilige Staat ein ESM-Darlehen, um seinerseits den Geldhäusern Kapitalhilfen gewähren zu können. Im Dezember 2014 wurden als weitere Möglichkeit direkte Kapitalhilfen für Banken eingeführt. Dieses Instrument ist aber nur als letzter Ausweg zulässig, wenn ein Beitrag der Eigentümer und Gläubiger der Bank nicht reicht und der entsprechende Euro-Staat nicht in der Lage ist, die Kapitalhilfen selbst zu stemmen (selbst unter Zuhilfenahme von ESM-Hilfen). Das kann der Fall sein, wenn ein Staat selbst massive Finanzprobleme bekommt, weil er Banken mit Kapitalspritzen versorgen muss.

Die letzten beiden möglichen Hilfsmaßnahmen betreffen den Aufkauf von Staatsanleihen. Einerseits darf der ESM Papiere von Euro-Ländern erwerben, wenn diese neu ausgegeben werden (Primärmarkt). Neben anderen Investoren tritt der ESM damit als normaler Käufer auf und erhöht die Nachfrage. Das wiederum soll die Zinsen drücken, zu denen sich hoch verschuldete Länder auf dem Kapitalmarkt Geld leihen können. Der ESM darf zusätzlich auch bereits ausgegebene Staatsanleihen kaufen, die an den Märkten gehandelt werden (Sekundärmarkt).

Grundsätzlich können nur ESM-Mitglieder und damit die Länder der Eurozone Unterstützung beantragen. Der ESM-Vertrag legt fest, dass Hilfen nur gewährt werden dürfen, wenn diese "zur Wahrung der Finanzstabilität des Euro-Währungsgebiets insgesamt und seiner Mitgliedsstaaten unabdingbar" sind. Bevor die Regierungen der Eurozone im sogenannten ESM-Gouverneursrat darüber entscheiden, ist eine Bewertung durch die Europäische Zentralbank vorgeschrieben. Diese muss prüfen, ob tatsächlich eine Gefahr für die Finanzstabilität der Eurozone oder ihrer Mitgliedsstaaten besteht, ob die Staatsverschuldung des Antragstellers tragfähig ist und wie viel Geld das Land tatsächlich benötigt.

Eine weitere Bedingung setzte Deutschland auf dem EU-Gipfel im Dezember 2011 durch. Dabei geht es um den direkten Zusammenhang zwischen ESM-Hilfen und dem sogenannten Fiskalpakt, der unter anderem die Einführung von Schuldenbremsen vorschreibt. Nur jene Euro-Staaten dürfen auf Unterstützung durch den ESM hoffen, die den Fiskalpakt ratifiziert haben und sich an dessen Vorgaben halten.

AUFLAGEN FÜR HILFEN 

Wer um Unterstützung des ESM bittet, muss dafür Gegenleistungen erbringen. Allgemein gilt: je größer die Hilfe, desto härter die Auflagen. Vor allem mit direkten Kredithilfen werden in der Regel Forderungen nach Strukturreformen und Sparprogrammen verknüpft sein. Welche Schritte das jeweilige Land einleiten muss, wird in einem "Memorandum of Understanding" detailliert festgehalten, das beide Seiten miteinander aushandeln.

Auf Antrag eines Euro-Staates können die Regierungen der 19 Länder der Eurozone Hilfen freigeben. Die Entscheidung darüber trifft der ESM-Gouverneursrat, in dem jede Regierung normalerweise durch den Finanzminister vertreten ist. In der Regel müssen diese Entscheidungen einstimmig fallen, in besonders eilbedürftigen Verfahren reicht auch eine Mehrheit von 85 Prozent der Stimmen. Dabei gilt aber nicht das Prinzip "Ein Land, eine Stimme". Vielmehr haben die Stimmen der einzelnen Staaten unterschiedliches Gewicht. Wer dem ESM mehr Kapital zur Verfügung stellt, hat dabei auch mehr Einfluss auf die Entscheidungen. Deutschland ist der wichtigste Geldgeber. Gegen den Willen der Bundesregierung können faktisch keine Hilfszusagen gemacht werden.

Der ESM verfügt über ein Stammkapital von nahezu 705 Milliarden Euro. Mehr als 80 Milliarden Euro davon flossen zur Bildung eines Kapitalstocks in den ersten Jahren von den Mitgliedsstaaten an den ESM. Weitere gut 624 Milliarden Euro gelten als "abrufbares Kapital". Es handelt sich um eine Art stille Reserve, auf die im Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann. Die Euro-Staaten können sich darauf einigen, dieses Geld auch tatsächlich in Teilen oder komplett für Hilfsmaßnahmen abzurufen. Das Stammkapital versetzt den ESM in die Lage, Kredithilfen von bis zu 500 Milliarden Euro zu gewähren. Ob diese Summe ausreicht, soll regelmäßig durch die Regierungen gemeinsam im ESM-Gouverneursrat überprüft werden.

Die Euro-Staaten stellten das Stammkapital bereit. In fünf Raten, von denen 2012 und 2013 jeweils zwei überwiesen wurden und im April 2014 die letzte folgte, zahlten sie zunächst rund 80,6 Milliarden Euro ein. Das restliche Kapital steht nur auf Abruf bereit und müsste erst nach einem gemeinsamen Beschluss tatsächlich an den ESM überwiesen werden. Wieviel jedes Land zahlt, richtet sich nach seinem Anteil am Kapital der Europäischen Zentralbank. Deutschland steuert etwa 27 Prozent des Geldes bei. Die Bundesrepublik musste somit für den Aufbau des Kapitalstocks zunächst fast 22 Milliarden Euro an den ESM überweisen. Das abrufbare Kapital aus Deutschland summiert sich auf weitere 168 Milliarden Euro.

Um die Hilfsmaßnahmen zu finanzieren, leiht sich der ESM aber in erster Linie selbst Geld auf den Kapitalmärkten. Das Stammkapital dient der Absicherung dieser Geschäfte und soll dazu beitragen, günstig an Geld zu kommen und von den Ratingagenturen die beste Bonitätsnote "AAA" zu erhalten. Dass der ESM selbst über Kapital verfügt, ist ein zentraler Unterschied zum EFSF. Dieser konnte lediglich auf Garantien der Euro-Staaten zurückgreifen, wenn er sich an Kapitalmärkten Geld lieh, bekam aber kein Kapital von den Mitgliedsstaaten für seine Arbeit....

Quelle Tagesschau