Todesurteil für die deutsche Wirtschaft?

 

Oder wie selbstgerechte Ideologien unsere Wirtschaft in den Abgrund reißen.

 

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Deutsche Stahl- und Metallindustrie - ohne Gas undenkbar

 

Wir schreiben Montag, den 11 Juli 2022 und die alljährlichen Wartungsarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 1, haben begonnen. Soll heißen, ab heute fließt kein Gas mehr durch die Pipeline, weil der größte Gaslieferant Deutschlands unter anderem eine reparierte Turbine wieder einbauen möchte. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren beginnt nun für Politiker, Wirtschaftsbosse und nicht zuletzt für jeden Bundesbürger das große Zittern. Es könnte nämlich durchaus passieren, dass die Pipeline für immer stillgelegt wird. Bevor wir auf die Gründe eingehen schauen wir uns einmal an, wie sich ein kompletter Stopp auf die deutsche Wirtschaft auswirken würde. Der größte Abnehmer von russischem Gas in Deutschland ist, laut Tagesschau.de, die chemische Industrie.

Rund 15 % des gesamten deutschen Gasverbrauchs wurden 2020 von der chemischen Industrie getätigt. Dies liegt an der großen Anzahl von chemisch-pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland. Gas wird dabei nicht nur als Energieträger, sondern auch als Rohstoff für viele Produkte benötigt. Zum Beispiel wird Ammoniak, als Ausgangsstoff für Düngemittel, mit Gas und Wasserstoff hergestellt. Wenn man überlegt, dass 2,5 Millionen Tonnen jährlich benötigt werden, bekommt man eine Vorstellung davon, welche Auswirkungen ein Gaslieferstopp bedeutet.

Neben Dünger, der vor allem in der Landwirtschaft gebraucht wird, sind Produkte des täglichen Lebens ebenfalls direkt betroffen. Alle Prozesse, die etwas mit Reinigungsmitteln, Verpackungen oder Schutzanzügen zu tun haben, würden eingestellt werden müssen. Noch schlimmer wäre wahrscheinlich die Tatsache, dass auch die Herstellung medizinischer Produkte in Mitleidenschaft gezogen werden würde.

Da Gas auch als Rohstoff für die Acetylenherstellung benötigt wird, ist auch die Produktion von Kunststoffen, Arzneimitteln, Lösemitteln, Elektrochemikalien sowie von hochelastischen Textilfasern stark von einem Stopp betroffen. Ganz einfach gesagt: Die chemische Industrie benötigt dringend Gas, ansonsten stirbt unser größter Industriezweig oder verlagert seine Produktion ins Ausland. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Wirtschaftsminister Habeck von der ursprünglich geäußerten Strategie, zuerst die privaten Haushalte zu beliefern, langsam Abstand nimmt. Wahrscheinlich werden die Erbauer der deutschen so genannten „erneuerbaren Energie-Wolkenkuckucksheime“ langsam aber sicher von der grausamen Realität eingeholt.

Der zweitgrößte wirtschaftliche Gasverbraucher ist die Metallindustrie. Wie sich hier ein Gaslieferstopp auswirken würde, können wir auf Merkur.de nachlesen. Dort wird am Beispiel der Aluminiumgießereien gezeigt, dass durch eine Verringerung der Gaslieferungen und die damit einhergehenden Preissteigerungen die Branche sowieso schon an die Belastungsgrenze gestoßen ist. Sollte kein Gas mehr geliefert werden, würde auch kein Aluminium mehr gegossen werden können, was wiederum große Auswirkungen auf die Autoindustrie hätte.  Die größten deutschen Autobauer sind auf Aluminium-Teile angewiesen. Ohne diese wird die Produktion von verschiedenen E-Autos stillstehen, was in der heutigen Zeit der E-Mobilität sicherlich eine Abwanderung zur Folge hätte. Wenn man darüber hinaus noch erkennt, dass Aluminium beispielsweise auch in der Flugzeug- und Bauindustrie zum Einsatz kommt wird einem klar, wie weitreichend wir vom Gas abhängig sind.

Politiker neigen dazu diese Problematik gerne etwas zu verharmlosen indem sie verkünden: „Dann holen wir uns das Gas von anderen Ländern“. Hört sich gut an. Allerdings sind die Preise jetzt schon so hoch, dass reihenweise Firmen geschlossen werden oder Insolvenz anmelden müssen. Unsere Politikstrategen haben es geschafft, ohne ersichtlichen Grund Deutschland geradeswegs an den Abgrund zu steuern. Man könnte auch sagen, mit der verheerenden Politik haben sie das Todesurteil für die deutsche Industrie gesprochen. Wir werden in Zeiten zurück katapultiert, die wir längst vergessen hatten. Genauso sicher wie uns Rot-Grün-Gelb in ein Energiechaos steuert, genauso sicher haben sie uns zu Kriegsteilnehmern werden lassen. Es ist eigentlich verwunderlich, dass Putin uns nicht schon längst den Hahn abgedreht hat.  

Gravierende Auswirkungen könnten ausbleibende Gaslieferungen auch auf die Herstellung von Glas haben. Anders als bei sonstigen Gießereien kann man bei Glas keine Komplettabschaltung vornehmen, ohne einen Totalverlust hinzunehmen. Die Glaswannen müssen kontinuierlich betrieben werden und schaltet man hier das Feuer aus, werden die Wannen beschädigt. Ein Verlust einer solchen Anlage würde, nach Angaben des Glasverbandes, mit 50 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die Glasindustrie kämpft  momentan schon mit den hohen Energiepreisen. Sollte es tatsächlich zu einem Gaslieferstopp kommen, würde das tödliche Folgen für viele Betriebe haben.

Es gibt noch viele weitere Branchen, in denen Gas aus Russland dringend gebraucht wird. Beispielsweise die Papier- und Tonindustrie. Des Weiteren würden sämtliche modernen Lackieranlagen stillstehen wenn die Trocknungsanlagen wegen Gasmangel nicht mehr betrieben werden können. Es hätte kolossale Auswirkungen auf fast alle Bereiche der Wirtschaft und man fragt sich, ob in Berlin alle den Verstand verloren haben. Wir könnten Gas so billig wie nie von Russland über Nord Stream 2 beziehen, und alles wäre gut. Niemand bräuchte sich Sorgen um die Wirtschaft oder um eine kalte Wohnung machen.

Ja, kalte Wohnungen, die wird es mit Sicherheit geben, wenn der Kurs der Bundesregierung nicht schlagartig geändert wird. Man rechnet mit Teuerungsraten im Gaspreis um bis zu 800 %. Was das für Klein- und- Mittelverdiener bedeutet kann sich jeder selbst ausrechnen. Es könnte so weit kommen, dass es in Deutschland wieder tausende Familien geben wird, die im Winter frieren, weil sie ihre Gasrechnung nicht begleichen können. Da kommt man mit dümmlichen Sprüchen wie: „Nur wenn es weht tut spart man Energie“ auch nicht weiter. Vielmehr ist es der blanke Hohn, wenn Großverdiener wie unsere Politiker solche arroganten Sprüche ablassen und unsere Qualitätsmedien dazu auch noch applaudieren.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die großmäulig verkündeten Sanktionen komplett gescheitert sind und darüber hinaus Putin sogar genutzt haben. Es ist mit normalem Verstand nicht mehr zu ertragen, wenn die deutsche Wirtschaft sehenden Auges gegen die Wand gefahren wird, der größte Teil der arbeitenden und nichtarbeitenden Bevölkerung in die Armut getrieben und mit dummen Sprüchen stehen gelassen wird. Überall in Deutschland überlegt man und sucht nach einem tieferen Sinn in den getroffenen Sanktionen und Handlungen, aber wie zum Teufel soll man einen Sinn in diesem unlogischen und gefährlichen Unsinn erkennen?

Wir helfen weder den Menschen in der Ukraine, noch schaden wir Putin. Alles was wir machen ist, den Wirtschaftsstandort Deutschland abzuwickeln. Dieser Aspekt des Narrativs vom „bösen Russen“ dürfte mittlerweile auch der letzten Fehlbesetzung im Kanzleramt bekannt sein, und der einzige Grund weshalb man immer noch an dieser verfehlten Politik festhält kann eigentlich nur Vorsatz sein …

Selbst wenn wir noch teilweise Gas erhalten werden die Preise so hoch sein, dass wirtschaftliches Arbeiten nicht mehr möglich ist. Es funktioniert nur mit günstigem Gas aus Russland, wenigstens jetzt noch. Geht es allerdings so weiter, dann werden sehr viele Firmen dem Standort Deutschland den Rücken kehren. Nur die Stärksten werden im Ausland überleben, währen die kleineren Betriebe hier in Deutschland mit ansehen müssen wie unfähige Ideologen ein Todesurteil für das Land und die Bevölkerung vollstrecken.

Scholz Regime fürchtete Gas-Volksaufstand im Lande 

Baerbock gesteht Drama in der deutschen Regierung

Tauziehen um Gas-Turbine: Laut Baerbock fürchtete Berlin "Volksaufstände"

Die Verhandlungen über die Rückgabe einer gewarteten Siemens-Turbine für Nord Stream 1 durch Kanada zeigt, unter welchem Druck die deutsche Regierung steht. In einem Pressegespräch erklärte Außenministerin Baerbock, dass man "Volksaufstände" hierzulande wegen Gasmangels befürchtet habe.
Tauziehen um Gas-Turbine: Laut Baerbock fürchtete Berlin "Volksaufstände"
Quelle: www.globallookpress.com © Christophe Gateau / dpa

Durch die Pipeline Nord Stream 1 fließt nach Wartungsarbeiten wieder Gas. Seit Tagen wurde in den deutschen Medien über einen möglichen abrupten kompletten Lieferstopp spekuliert. Die Konsequenzen wären demnach für die deutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt verheerend. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck warnte jüngst sogar vor einem "politischen Albtraum-Szenario". Wie ernst man in Berlin die Lage einschätzte und die wohl schwerwiegenden Folgen des Gasmangels für die Ökonomie des Landes sowie die daraus resultierenden innenpolitischen Auswirkungen fürchtete, geht nun aus den Aussagen der Außenministerin Annalena Baerbock hervor.

Bei einem Pressegespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ließ die Grünen-Politikerin durchblicken, dass die Politik in Berlin mit "Volksaufständen" rechnete. Sie räumte auch ein, dass man deshalb auch Druck auf die Regierung in Ottawa gemacht habe, um die gewartete Siemens-Turbine schließlich doch – trotz seitens Kanada verhängter Sanktionen gegen Russlands Öl-, Gas- und Chemieindustrie – für die Pipeline Nord Stream 1 zurückgeliefert zu bekommen. In der Talkreihe "RND vor Ort" habe Baerbock demnach gesagt: 

"Die Kanadier haben gesagt, 'wir haben viele Fragen', da haben wir gesagt, das können wir verstehen, aber wenn wir die Gasturbine nicht bekommen, dann bekommen wir kein Gas mehr, und dann können wir überhaupt keine Unterstützung für die Ukraine mehr leisten, weil wir dann mit Volksaufständen beschäftigt sind."

Laut RND kam die Nachfrage, ob sie wirklich mit "Volksaufständen" gerechnet habe, worauf Baerbock dann ergänzte, dass das "vielleicht etwas überspitzt" ausgedrückt sei. Doch zugleich räumte sie ein, "dass wir Gas aus Russland weiter brauchen".

Baerbock ging auch auf das Thema ein, warum Berlin einen von manchen anderen Ländern geforderten Gasimportstopp abgelehnt hatte. Es ging demnach um soziale Konsequenzen einer solchen Entscheidung. Deutschland sei schließlich besonders abhängig vom russischen Gas, anders als etwa Kanada. 

Baerbock führt auch an, dass die derzeit hohen Gaspreise für viele Menschen in Deutschland eine große Belastung seien. Sie unterstrich:

"Das ist unsere wichtige Aufgabe für den Winter, wir müssen dafür sorgen, dass dieser Krieg nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft führt."

Auftrag der Bundesregierung sei es, so die Grünen-Politikerin weiter, "die sozialen Konsequenzen abzufedern".

Anfang Juli hatte die Regierung in Ottawa trotz verhängter Strafmaßnahmen gegen Moskau wegen der russischen Militäroperation in der Ukraine "eine zeitlich begrenzte und widerrufbare Erlaubnis" für die Lieferung der Siemens-Turbine für die russische Pipeline zurück nach Deutschland erteilt.

Das Ersatzteil wurde in dem nordamerikanischen Land hergestellt und muss dorthin auch regelmäßig zur Wartung zurückgeschickt werden. Kanada begründete die Entscheidung damit, dass man eine demnach von Moskau beabsichtigte "Spaltung unter den Verbündeten" durch eine "Destabilisierung der europäischen Energiesicherheit" verhindern wolle.

Der russische Energiekonzern Gazprom hatte Mitte Juni seine Gaslieferungen nach Deutschland durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 reduziert und auf Verzögerungen bei der Reparatur von Gasverdichtern verwiesen. Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hatte daraufhin mitgeteilt, dass die in Kanada überholte Gasturbine derzeit wegen Sanktionen nicht aus Montréal zurückgeliefert werden könne.

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Frankreich verstaatlicht grössten Energieversorger

Nachdem Macron seine bürgerliche Mehrheit im Parlament verloren hat, wird der Einfluss der starken Linksfraktion im Lande immer mehr deutlich. 

Macron muss  als Neoliberaler einen sozialistischen Politikansatz der Vergesellschaftung von wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge  mittragen, wenn er seine Macht nicht ganz verlieren will. 

Die französische Regierung hat ein öffentliches Angebot zum Kauf von Aktien des größten Stromerzeugers des Landes und des weltweit größten Kernkraftwerksbetreibers Électricité de France (EDF) angekündigt. Dies teilte der Fernsehsender BFMTV am Dienstag mit. Mit dem Kauf wollen die französischen Behörden die fehlenden 15,9 Prozent Aktienanteile erwerben, um das Unternehmen wieder vollständig zu verstaatlichen. Der Staat hält bereits 84,1 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.

Die französische Regierung kündigte an, EDF von der Börse zurückziehen zu wollen, sobald man die fehlenden 15,9 Prozent Unternehmensanteile erworben habe. Pro Aktie biete die Regierung 12 Euro und stelle für die Transaktion insgesamt 9,7 Milliarden Euro aus dem Haushalt bereit, so der Fernsehsender.

Am 6. Juli hatte die Premierministerin Frankreichs Élisabeth Borne in einer Grundsatzrede vor der Nationalversammlung die Pläne der Regierung zur vollständigen Verstaatlichung von EDF angekündigt. Nach Angaben der Regierung soll die Maßnahme dazu beitragen, die Energieversorgung des Landes angesichts der Energiekrise zu sichern. Medienberichten zufolge könnten die Schulden von EDF bis Ende des Jahres 60 Milliarden Euro übersteigen.

Mehr zum Thema - Europäische Energieunternehmen machen Schulden wegen Erdgaskrise

 

Ukra-Faschisten attackieren AKW Saporoschje

Der nukleare Mega-Gau als Ziel?

AKW Saporoschje von ukrainischen Drohnen angegriffen – Reaktoren unversehrt

Nachdem die Ukraine nach wie vor Zivilisten im Donbass auch mit Nato Waffen attackiert, scheint das rechtsradikale Selenski Regime mit dem Angriff auf das grösste Atomkraftwerk die Eskalaitionsstufe im Krieg noch einmal steigern zu wollen. Die notwendigen Kampfdrohnen liefern Nato Länder wie die Türkei.  

Wie Nachrichtenagenturen und -portale berichten, sollen die ukrainischen Streitkräfte mit bewaffneten Drohnen versucht haben, das größte Atomkraftwerk in Europa anzugreifen. Die Zivil-militärische Verwaltung des Gebiets Saporoschje erklärte dazu, dass der Reaktorteil des Werkes unbeschädigt geblieben sei.
AKW Saporoschje von ukrainischen Drohnen angegriffen – Reaktoren unversehrt
Quelle: Sputnik © Sputnik / Konstantin Mihalchevskiy

Ukrainische Drohnen hätten versucht, das Kernkraftwerk von Saporoschje anzugreifen, sagte Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptrates der Zivil-militärischen Verwaltung (WGA) der Region, laut TASS am Mittwoch.

"Auffällige Drohnen der Terroristen von Selenskij griffen das KKW Saporoschje an", schrieb er in seinem Telegram-Kanal. Er erklärte, der Angriff sei auf dem Gelände des Kernkraftwerks durchgeführt worden.

Reaktorteil blieb vermutlich unbeschädigt

Gleichzeitig stellte Rogow gegenüber der russischen Nachrichtenangentur klar, dass das Kernkraftwerk selbst "in Ordnung" sei.

Er sagte auch, dass "drei Drohnen der ukrainischen Streitkräfte das Gebiet des Kernkraftwerks Saporoschje getroffen haben". Ihm zufolge betrug die Kapazität der Sprengköpfe auf den Drohnen nach vorläufigen Angaben bis zu mehreren Kilogramm TNT-Äquivalent.

 

Rogow sagte, dass der Reaktorteil des KKW Saporoschje nach dem Angriff der ukrainischen Streitkräfte nicht beschädigt wurde und der Strahlungshintergrund normal sei. "Der Reaktorteil wurde nicht beschädigt. (...) Bis jetzt ist alles normal (Strahlungshintergrund – Anmerkung der TASS). Das System, das online funktioniert, überprüft alles und zeigt, dass es so ist", sagte er.

Ihm zufolge richteten sich die Angriffe nicht gegen die Kraftwerksblöcke, sondern gegen das Gelände des Kernkraftwerks. "Das sind Kamikaze-Drohnen, sie haben mit Sprengstoff zugeschlagen", erklärte Rogow.

In einem Kommentar für RIA Nowosti fügte Rogow hinzu, dass die Angriffe auf das Atomkraftwerk durchgeführt wurden, um die Arbeiter einzuschüchtern. Er zeigte sich jedoch davon überzeugt, dass dieses Ziel nicht erreicht worden sei.

Dies ist nicht das erste Mal, dass das KKW vom ukrainischen Militär angegriffen wird.  Am 12. Juli schossen ukrainische Drohnen mehrere 120-mm-Granaten auf ein Gebäude neben dem Kraftwerk, wodurch das Dach und die Fenster beschädigt wurden, wie der Pressedienst der Stadtverwaltung von Energodar gegenüber RIA Nowosti erklärte.

USA wollen jetzt Russland in der Ukraine direkt angreifen lassen

Eskalation: Lieferung von Raketen mit einer Reichweite bis zu 300 km angekündigt 

Kiew: Haben bald US-Gefechtsfeldraketen mit 300 Kilometer Reichweite

Die Ukraine wird bald Munition mit größerer Reichweite für die Raketenartilleriesysteme HIMARS und MLRS erhalten, so ein ranghoher Kiewer Politiker. Es geht anscheinend um Gefechtsfeldraketen mit bis zu 300 Kilometern Reichweite – und damit um enorme Eskalationsgefahr.
Kiew: Haben bald US-Gefechtsfeldraketen mit 300 Kilometer Reichweite
Quelle: Sputnik © Sergei Stepanow

Die Ukraine wird schon bald Raketen mit größerer Reichweite als Munition für die Mehrfachraketenwerfersysteme HIMARS und MLRS erhalten. Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine Alexei Danilow kündigte dies am Dienstag während eines Fragemarathons live im Fernsehen an.

Es geht allem Anschein nach um die ballistischen Gefechtsfeldraketen der Serie ATACMS, deren Startcontainer statt der sechsfachen Raketengeschoss-Werferpakete auf die Plattformen HIMARS (ein Stück) oder MLRS (zwei Stück oder auch ein Stück in Kombination mit einem Mehrfachraketen-Werferpaket) im Feld geladen werden können. Denn für den Einsatz auf HIMARS und MLRS haben nur diese Gefechtsfeldraketen im Gegensatz zu "normalen" Raketengeschossen eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern.

Auf die explizite Frage, ob die Ukraine mit Langstreckengeschossen von bis zu 300 Kilometern Reichweite rechnen könne, antwortete Danilow nämlich Folgendes:

"Was HIMARS betrifft, so gibt es ein gewisses Verständnis darüber, dass wir bereits Geschosse empfangen, die viel weiter fliegen als das, was zu Beginn da war. Und wir wollen hoffen, dass das, was wir brauchen, in naher Zukunft auf dem Territorium unseres Landes auftauchen wird."

Am 13. Juli hatte Fjodor Wenislawski als Abgeordneter der Werchowna Rada und Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtendienste bekanntgegeben, dass die Ukraine "auf allen Ebenen" mit den USA über die Notwendigkeit verhandele, der Ukraine HIMARS- und MLRS-kompatible ballistische Gefechtsfeldraketen mit einer Reichweite von 300 km zu liefern. Der ukrainische Verteidigungsminister Alexei Resnikow erklärte seinerseits, dass derartige Ersuchen seit Langem gestellt worden seien – und "die Gespräche gehen weiter" –, betonte aber, dass die Rada-Abgeordneten nicht an den Verhandlungen beteiligt seien.

Am 1. Juni kündigten die US-Behörden an, dass sie der Ukraine ein neues Militärhilfepaket im Wert von 700 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellen werden, welches auch die Werfersysteme HIMARS und Munition für diese Waffen umfasse. Für HIMARS wurden mehr als 20 verschiedene Munitionstypen entwickelt, deren Reichweite je nach Typ zwischen 30 und 80 (die Geschosse des Mehrfachraketenwerfers) und 300 oder mehr Kilometern (die ATACMS-Gefechtsfeldraketen) liegen kann. Die Letztgenannten waren offiziell zunächst nicht Teil der einen Monat später in der Ukraine eingetroffenen Lieferungen – dennoch stellen auch diese Lieferungen bereits eine Eskalation seitens der USA im Vergleich zu deren früheren Waffenlieferungen dar: Die mittels des Satelliten-Navigationssystems GPS der USA gelenkten und an die Ukraine gelieferten GMLRS-Raketengeschosse mit 60 bis 80 Kilometern Reichweite erfordern lediglich die Eingabe der Zielkoordinaten – die das ukrainische Militär nicht zuletzt unmittelbar aus den Aufklärungsdaten erhält, die von den USA bezogen aus Satellitenbildern, aber auch aus anderen Informationen, bereitgestellt werden.

Die Lieferung der ballistischen Gefechtsfeldraketen der ATACMS-Reihe von den USA oder deren "Verbündeten", die der hohe ukrainische Beamte ankündigt, wäre allerdings ein weiterer und weitaus heftigerer Eskalationsschritt: Denn bereits zuvor griff Kiew mit den verfügbaren Waffen – nicht zuletzt mit Gefechtsfeldraketen "Totschka-U" aus der Sowjetzeit mit einer Reichweite von 120 Kilometern – neben militärisch relevanten Zielen in russischen Grenzregionen auch Wohnhäuser an. Doch eine Steigerung der Reichweite der ukrainischen Raketentruppen bis zu 300 Kilometern würde ihnen Ziele deutlich tiefer im Inneren Russlands zugänglich machen:

Die Großstädte Kursk und Belgorod, Smolensk, Woronesch, Rostow am Don und natürlich die Halbinsel Krim samt Sewastopol, wo sie mit diesen Raketen ganz routiniert ausschließlich Orte mit einem hohen Aufkommen an Zivilisten oder katastrophengefährdete Objekte wie Chemiewerke angreifen könnten.

Denn ebenso griffen sie bereits zuvor mit ihren verfügbaren Artillerie- und Raketenwaffen zivile Infrastruktureinrichtungen wie Kliniken und Wohngebiete, auch mit mehrstöckigen Mehrfamilienwohnhäusern, in Ortschaften der Volksrepubliken Donezk und Lugansk an, wo sich ihnen keinerlei militärisch relevante Ziele boten. Darüber hinaus hätte Kiew die Option, den Krieg noch weiter zu eskalieren, wobei die ukrainischen Raketentruppen zum Beispiel Staudämme – oder auch Atomkraftwerke in der Nähe dieser Städte angreifen könnten. Dies wären die AKW Kursk, Nowy Woronesch, Smolensk, möglicherweise auch Rostow. Zwar ist dies die denkbar größte Eskalation (abgesehen von bislang glücklicherweise nur von Nonplusultra-Kriegstreibern in den USA in den Raum gestellten unmittelbaren Atomangriffen).

Doch die absolut ungebremste Gedankenlosigkeit, mit der die höchste politische Elite der Ukraine nach dem Maidan-Putsch öffentlich davon schwärmte, Atomwaffen zum Beispiel zur Erpressung von Drittstaaten zu verwenden, gibt Grund zu der Annahme: Kiew und seine "Freunde" im Westen fassen, eine andernfalls drohende Kriegsniederlage in Aussicht, auch diese Möglichkeiten der Eskalation ernsthaft ins Auge. Vor einer solchen Eskalation warnte Russlands Präsident Wladimir Putin die Partner im Westen jedoch mehrfach und ausdrücklich – wer verstehen wollte, hätte auch verstehen müssen.