Über 1,5 Millionen Tuberkulose Tote

Nicht nur das Corona und Influenza-Grippe-Virus tötet

Tuberkulose tötet fast so viele Menschen wie Aids

Doch anders als Covid 19 ist für Konzernmedien und Staatsmedien der millionenfache Infektionstod kein Dauerbrenner-Thema. 

Jedes Jahr starben weltweit bereits um 2015 ca. 1,1 Millionen Menschen an Tuberkulose - fast so viele wie an Aids. Das sind zu viele, warnt die WHO. Denn mit der richtigen Therapie ist Tuberkulose oft heilbar.
Auch in Europa und Zentralasien drohen aktuell schwere Rückschläge beim Kampf gegen Tuberkulose und HIV. "Wir hatten große Fortschritte in den letzten Jahren gemacht", berichtet Dr. Masoud Dara. Der Arzt ist bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa und Zentralasien zuständig.
 
"Die Tuberkulose-Epidemie ist stärker als bisher gedacht". So lautet der einleitende Satz im diesjährigen Welt-Tuberkulose (TB) Bericht der UN-Weltgesundheits-Organisation WHO. Das liegt einerseits daran, dass die Anzahl der Neuerkrankungen relativ stabil, aber auf hohem Niveau ist, aber auch daran, dass der WHO neue Daten aus Indien vorliegen, die im letzten Bericht noch nicht berücksichtigt worden waren.

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan sieht jedenfalls keinen Grund zur Entwarnung: "Wir müssen uns sehr anstrengen, um unsere Ziele bei der Bekämpfung der Tuberkulose zu erreichen", sagte Chan. "Es muss eine massive Verstärkung der Bemühungen geben oder die Staaten werden hinter den Zielen zurückfallen."

Infografik TBC Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner Deutsch

Multiresistente TBC in Russland, China und Indien

2015 gab es 10,4 Millionen Neuerkrankungen.

Davon  entfielen etwa 480.000 Fälle auf multiresistente TB-Erreger - also Keime, die nicht auf Penizillin oder andere Antibiotika reagieren. Hinzu kommen 100.000 Fälle von Rifampicin-resistenten Erregern, die auf ein gängiges Antibiotikum nicht mehr ansprachen. 45 Prozent dieser resistenten TB-Fälle traten in Indien, China und Russland auf.

1,4 Millionen Menschen, die keine HIV-Träger waren, sind 2015 an den Folgen von TB verstorben.

Weitere 400.000 HIV- infizierte erlagen ebenfalls  an den Folgen einer TBC-Erkrankung. Damit rangiert TB noch immer unter den 10 häufigsten Todesursachen weltweit.

Immer noch liegt  die Anzahl der Neuerkrankungen seit der Jahrtausendwende stets knapp über 10 Millionen jährlich.

Die Vereinten Nationen haben sich 2015 neue nachhaltige Entwicklungsziele ("Sustainable development Goals/SDGs") gesetzt, die sie bis 2030 erreichen wollen. Die Bekämpfung von TB ist eins davon.

Die WHO strebt eine Reduzierung der Neuinfektionen bis 2030 um 80 Prozent und der Todesfälle sogar um 90 Prozent an. Länder, die gezielt Patienten-Screenings und Behandlungen durchführen, können schon jetzt deutliche Erfolge vorweisen. Insofern wären die Ziele medizinisch wohl innerhalb der gesetzten 15 Jahre erreichbar - wenn alle Staaten mit Entschlossenheit das Ziel verfolgen.

Priorität bei der Bekämpfungsstrategie haben Länder mit hohen Fallraten. Dazu hat die WHO drei Länderlisten mit je 30 Staaten zusammengestellt. Fast alle davon liegen in Subsahara-Afrika, auf dem Asiatischen Subkontinent wie Pakistan und Indien, in Eurasien von Russland über Aserbaidschan bis in die Mongolei und in Südostasien von China über Kambodscha und über die Philippinen bis nach Indonesien.

Sieg der Morales Linken MAS in Bolivien

Linksrutsch in Bolivien

Der Kandidat Luis Arce erhält nach Hochrechnungen 52 Prozent. Offizielle Ergebnisse werden frühestens am Mittwoch erwartet. Der international angesehene Wirtschaftsexperte war viele Jahre Wirtschaftsminister in der Regierung von Evo Morales.

Dem war das Wahlrecht entzogen worden.

Am Sonntag waren 7,3 Millionen  Wahlberechtigte in dem Andenstaat Bolivien zu einem neuen Urnengang aufgerufen.

Mit der seit dem Putsch im Oktober 2019 mehrfach verschobenen Wahlwiederholung sollten nun der Präsident sowie das Parlament demokratisch gewählt bzw. bestätigt werden. Um beim ersten Wahlgang zu gewinnen, muss ein Kandidat entweder 51 Prozent erreichen oder über 40 Prozent und gleichzeitig einen Vorsprung von 10 Prozent vor seinem Rivalen erhalten.

Politische Analytiker befürchteten, die bis an die Zähne bewaffneten Polizei- und Militäreinheiten könnten einen neuerlichen Wahlsieg der MAS-Partei des Evo Morales mit Gewalt verhindern.

Doch die große Anzahl von internationalen Wahlbeobachtern trug dazu bei, in der angespannten Lage ein neues Drama zu verhindern.

Präsidentschaftskandidat Luis Arce (rechts) und der Vize-Präsidentschaftskandidat David Choquehuanca (links) von der Partei Movimiento al Socialismo (MAS) hätten gute Chancen auf einen Wahlsieg.

Um Mitternacht verkündete das private Umfrageinstitut CIESMORI eine erste Hochrechnung aus Umfragen unter den Wählern vor den Wahllokalen.

Danach ist Luis Arce, früherer Wirtschaftsminister Boliviens von der MAS-Partei (Bewegung zum Sozialismus) der eindeutige Sieger der Wahlen. Er erhält 52,4 Prozent der Stimmen. Sein Rivale, der neoliberale Carlos Mesa (Partei Bürgergemeinschaft) kommt auf 31,5 Punkte. Der dritte Kandidat, Fernando Camacho von der Partei Creemos (Wir glauben) erreicht 14,1 Prozent.

Er vertritt das rechtsradikale Lager in seiner Heimatprovinz Santa Cruz.

"Wir haben die Demokratie und die Hoffnung zurückgewonnen", sagte der sichtbar berührte Luis Arce nach Bekanntwerden dieser Daten und erklärte:

Wir werden die Einheit aufbauen und aus unsren Fehlern lernen.

Die Bolivianer beteiligten sich massiv, diszipliniert und friedlich an den Wahlen. Auch Boliviens Emigranten nahmen in 30 Ländern der Welt an dem Urnengang teil.

Der Präsidentschaftskandidat Luis Arce äußerte sich gestern bei seiner  Stimmabgabe vor der Presse:

"Wir hoffen, dass der heutige Tag und die kommenden Tage auf friedliche Weise vonstattengehen. Wir kommen nicht mit den Waffen an die Macht, sondern durch die Wahlurnen".

Wer ist der – wahrscheinliche – neue Präsident Boliviens?

Luis Arce ist ein international angesehener Wirtschaftsexperte und war unter der Regierung von Evo Morales über zehn Jahre lang Wirtschaftsminister (2006 – 2017).

Die außergewöhnliche wirtschaftliche Entwicklung Boliviens, das den ersten Platz in ökonomischer und sozialer Entwicklung in Lateinamerika einnahm, ist überwiegend sein Verdienst.

Die Übernahme von Teilen der Rohstoffgewinnung durch den Staat und erhöhte Abgaben internationaler Bergbauunternehmen (50 Prozent) ermöglichten eine hervorragende Aufbauleistung Boliviens, die selbst vom Internationalen Währungsfonds anerkannt wurde.

Es ist kein Geheimnis, dass die reichen Lithiumvorkommen des Landes die Gelüste internationaler Investoren auf noch größere Gewinne in diesem strategischen Bereich wachsen ließen.

"Wir putschen, gegen wen immer wir wollen" schrieb Elon Musk vor einigen Monaten, der Chef des Tesla-Unternehmens, das für die Akkumulatoren seiner Elektroautos auf diesen kostbaren Rohstoff angewiesen ist.

Militärs bewachten den Wahlablauf

Die Wahlbeobachterin der Europäischen Union, die Spanierin Maria Teresa Mola Sainz, kritisierte am Vortag der Abstimmung, dass der Wahlablauf von Militärs in den Wahllokalen bewacht werden soll, anstatt wie üblich von den Parteidelegierten an den Wahltischen. Außerdem sei das bisherige Kontrollsystem geändert worden. Der Wahlakt selbst dürfe nicht mehr wie bisher fotografiert werden. Letzteres gehört in den meisten Ländern Lateinamerikas zu den Standardregeln einer Wahl.

MAS-Spitzenkandidaten alarmierten den Botschafter der Europäischen Union in Bolivien

Die Präsidentschaftskandidaten der MAS-Partei Luis Arce und sein Stellvertreter David Choquehuanca warnten zuvor Michel Dóczy, den Botschafter der Europäischen Union in Bolivien, vor der mangelnden Transparenz durch die von der "Interimsregierung" verordneten neuen Spielregeln. Das sei ein Alarmzeichen. Die Kandidaten baten den Vertreter der Europäischen Union um "maximale Aufmerksamkeit" am Wahltag.

Handauszählung anstatt schneller Hochrechnung

Nach der Ankunft der internationalen Wahlbeobachter nahm das de-facto-Regime der Jeanine Añez einige umstrittene Maßnahmen zurück. Wenige Stunden vor dem Öffnen der Wahllokale verkündete der Präsident des Obersten Wahlgerichts, Salvador Romero, dass man das bisherige System für Hochrechnungen und Prognosen "aus Gründen der technischen Vertrauenswürdigkeit" nicht verwenden werde. Es hätte in den vergangenen Tagen bei Probeläufen Schwachstellen im Sicherheitssystem gezeigt.

Es handelt sich um die schnelle Hochrechnung vorläufiger Ergebnisse. Das System hatte der OAS ermöglicht, mit falschen Betrugsvorwürfen vor einem Jahr den Vorwand für einen Putsch zu liefern. Nun werden die Stimmen per Handauszählung ermittelt. Das Verfahren beansprucht zwar mehrere Tage, gibt jedoch weit größere Sicherheitsgarantien. Das Gesetz erlaubt für die Auszählung eine Frist von bis zu einer Woche.

"Die Transparenz der Daten ist wichtiger als ihre Schnelligkeit", so verkündete Romero nun. Auch in Hinblick auf die Notwendigkeit, die Wahlvorgänge in jedem Lokal zu fotografieren, gab es noch kurz vor Beginn eine Wende. Salvador Romero räumte nun die Beschränkungen aus.

"Jeder Bürger kann dem Auszählen der Stimmen beiwohnen. Es ist erlaubt, die Wahlvorgänge zu fotografieren."

Unregelmäßigkeiten am Wahltag

Am 17.Oktober verweigerte die bolivianische Einwanderungsbehörde auf dem internationalen Flughafen von La Paz der argentinischen Beobachtermission die Einreise. Sie beschlagnahmte die Ausweispapiere des Abgeordneten Federico Fagioli. Er wurde mehrere Stunden festgehalten.

Die massiven Polizei- und Militäreinsätze in allen größeren Städten Boliviens während und nach den Wahlen riefen gemischte Reaktionen hervor. Sie patrouillierten gemeinsam zu Hunderten in Militärfahrzeugen und führten Personenkontrollen durch. An manchen Orten versperrten sie nach dem Ende der Wahl  Zugänge zu den Parteilokalen der MAS. Der Innenminister Arturo Murillo rechtfertigte das Vorgehen damit, den ordentlichen Verlauf des Wahltages zu garantieren.

Manche Beobachter kritisierten die Anwesenheit von bewaffneten Militärs vor und in den Wahllokalen wegen ihrer einschüchternden Wirkung auf die Bürger, was das Wahlverhalten beeinflussen könnte.

Eine Reihe von Unregelmäßigkeiten fand auf lokaler Ebene statt. So fehlten in mehreren Wahllokalen Stimmzettel oder Urnen. Auch konnten 1.200 Indigene nicht wählen, weil ihre besonders gekennzeichneten Wahlscheine "aus technischen Gründen" abhandenkamen. An mehreren Orten kam es zu körperlichen Angriffen auf Repräsentanten der MAS-Partei durch rechtsradikale Individuen. Doch sie konnten die insgesamt friedliche Stimmung des Wahltages nicht trüben.

Eingriff in das Wahlrecht von zehntausenden Bolivianern in Argentinien

Der entscheidendste Eingriff in das Wahlrecht der Bürger Boliviens fand unter der bisherigen "Interimsregierung" durch die zentrale Wahlbehörde statt. Sie entfernte rund 40.000 wahlberechtigte Bolivianer im Ausland ohne Angaben von Gründen aus dem Wahlregister. Die mussten über Internet prüfen, ob sie zu den Wahlen zugelassen sind.

Das traf in erster Linie die in Argentinien lebenden Bolivianer, die dort immerhin 341.001 Wahlberechtigte ausmachen, von denen zwischen 70 und 90 Prozent die MAS-Partei wählen. Die bolivianischen Emigranten machen insgesamt etwa 4,5 Prozent der eigentlich zu registrierenden Wähler aus und sind dafür bekannt, überwiegend Anhänger der Partei von Evo Morales zu sein. Sie wählten über ihre Botschaften und Konsulate in 30 Staaten der Erde. Nur Chile und Panama verweigerten den dort ansässigen Bürgern Boliviens ihr demokratisches Recht, sich an der Wahl zu beteiligen. 

Ex-Präsident Evo Morales durfte nicht wählen

Die de-facto-Interimsregierung entzog auch dem Ex-Präsidenten Evo Morales im Zuge verschiedener juristischer Verfolgungen das Wahlrecht. Der Antrag der Putschregierung, ihn durch Interpol festnehmen zu lassen, wurde von der internationalen Polizeiorganisation zurückgewiesen, da die Anklagepunkte politischer Natur seien und für eine Festnahme folglich nicht ausreichten.

Letzte Meldung: Bundestagsabgeordnete fordert Kontrolle des Auszählungsprozesses

Die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Heike Hänsel, weist heute in einer Presseerklärung darauf hin, dass die Handauszählungen in Bolivien nur schleppend vorankommen und außerdem intransparent verlaufen. Sie fordert von der deutschen Bundesregierung, ebenfalls darauf hinzuwirken, dass der Auszählungsprozess sauber und transparent verläuft.

"Dieser intransparente Prozess erhöht die Gefahr eines Wahlbetruges, zumal der oppositionelle Kandidat der MAS laut der privaten Erhebungen von Tu Voto Cuenta, Ciesmori und Fundación Jubileo deutlich in Führung liegt. Zugleich wollen Akteure der Putsch-Regierung, allen voran der sogenannte Innenminister Arturo Murillo, offenbar Gewalt schüren, um mit Hilfe von Armee und Polizei eine Rückkehr zur Demokratie doch noch zu verhindern".

 

 

 

Woran starben die Menschen in den letzten 4 Monaten? Statistik

Corona Todesrate ist momentan sehr gering

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=3373166056103236&set=p.3373166056103236&type=3

 

Rechtspopulist Trump versucht Joe Biden als Agenten des chinesischen Kommunismus zu outen 

Biden Clan hat 10 Millionen Dollar aus China erhalten 

Die kriminelle Energie des Trump Clans ist wohl hinreichend bekannt. Doch nun gerät auch der Biden Clan unter Druck. 

Trump empört sich über Twitter, weil es zu einer  Zensur von Berichten kam, die aus der Sicht der Trump-Fans den demokratischen Kandidaten der US Präsidentschaftswahlen schwer belasten.

So hatte die New York Post berichtet, dass ein Biden Laptop in einer Reparaturwerkstatt entdeckt wurde, der belastendes Material über den US Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und seinen Familienclan enthalten soll. 

Das FBI hat den Laptop inzwischen beschlagnahmt.  

Der erste zensierte Bericht veröffentlichte eine E-Mail, aus der hervorgeht, dass Hunter Biden Vorkehrungen für eine Führungskraft von Burisma - dem ukrainischen Erdgasunternehmen, für das er arbeitete - und seinen Vater, den damaligen Vizepräsidenten, getroffen hat, um sich in Washington, DC, zu treffen.

Dies obwohl US Präsidentschaftskandidat Joe Biden als  damaliger Vizepräsident behauptete, er habe nie mit seinem Sohn über Geschäftsinteressen gesprochen. Das stellt sich jetzt als mögliche Lüge heraus.

Der Sohn Hunter Biden hatte nach der ukrainischen "Revolution", die  von US Demokraten aus gesteuert worden war, einen lukrativen Managerposten beim ukrainischen Gasgiganten Burisma erhalten, den er erst 2019 wieder abgab. 

Die Biden-Kampagne hat inzwischen zugegeben, dass sie nicht ausschließen kann, dass das Treffen stattgefunden hat.

Der nächste zensierte Twitter-Bericht handelte davon, wie Hunter Biden seine Verbindungen zu China monetarisierte also sich in Geld vergolden liess. 

In dem Bericht wurde  demnach eine weitere E-Mail von Hunter Biden veröffentlicht, in der es darum ging, einen Jahresvertrag über 10 Millionen US-Dollar für „Einführungen allein“ also  für quasi für nichts abzuschließen. Ein Indiz dafür, dass es sich um eine verdeckte Schmiergeldzahlung handeln könnte. 

Die E-Mails stammten Berichten zufolge von der Festplatte eines Laptops, der von Hunter Biden oder einem Mitarbeiter in eine Computerreparaturwerkstatt in Delaware gebracht und dann beschlagnahmt wurde. Vorher hatte der Werkstattbesitzer die Festplatte kopiert.

https://www.donaldjtrump.com/media/emails-reveal-how-hunter-biden-tried-to-cash-in-big-on-behalf-of-family-with-chinese-firm

Das Biden Lager spricht von russischer Propaganda.  

Wie immer haben die US Bürger bei der US Präsidentschaftswahl im November die Wahl  zwischen Pest und Cholera!   

WHO Studie sieht global Corona-Sterblichkeit bei 0,23 % der Infizierten

Panikmache der politischen Klasse und der  Mainstreammedien sind unangebracht - Normale Vorsicht wie  bei der Grippe, Aids oder im Strassenverkehr sind angesagt. 

Die WHO publiziert eine Metastudie, die weltweite Antikörper-Studien ausgewertet hat, um die Infektionssterblichkeit von Covid-19 zu bestimmen. Das Ergebnis ist erstaunlich: Möglicherweise ist das Coronavirus deutlich weniger tödlich, als bisher vermutet wurde.

Jetzt hat das Bulletin der WHO eine Metastudie der Stanford-Universität veröffentlicht, in der die sogenannte Infektionssterblichkeit anhand von weltweiten Antikörper-Studien ermittelt wurde. Ihren Ergebnissen zufolge ist Covid-19 zwar tödlicher als die Grippe, aber nicht so gefährlich wie bisher angenommen.

Die Metastudie stammt von John P. A. Ioannidis, Professor für Medizin und Epidemiologie an der Stanford-Universität. Laut Berliner Einstein-Stiftung gehört er aktuell zu den zehn meistzitierten Wissenschaftlern der Welt. Außerdem wurde die Studie bereits geprüft und editiert.

Ioannidis hat insgesamt 61 Studien ausgewertet, in denen erforscht wurde, wie viele Personen eines Landes oder einer bestimmten Bevölkerungsgruppe Antikörper gegen Sars-CoV-2 im Blut haben. So kann ungefähr ermittelt werden, wie hoch in dieser Gruppe die tatsächliche Infektionsrate ist, also wie viele von ihnen sich tatsächlich infiziert haben.

Diese sogenannten Seroprävalenzen sind letztendlich nur ungefähre Werte, da vor allem frühe Antikörpertests als relativ unzuverlässig gelten. Außerdem entwickeln offenbar nicht alle Infizierten Antikörper oder bauen sie schnell wieder ab. Trotzdem sollte die Breite der Studie zu recht zuverlässigen Ergebnissen führen.

Insgesamt erstellte Ioannidis aus den Studien 74 Schätzungen von Infektionssterblichkeiten. Dazu teilte er ganz einfach die Anzahl der Covid-19-Todesfälle durch die Anzahl der vermutlich Infizierten einer Region. Dabei korrigierte er seine Ergebnisse um die Anzahl der getesteten Antikörper-Typen. Zusätzlich nahm er in seine Metastudie acht vorläufige nationale Schätzungen auf. Aus Deutschland übernahm Ioannidis die Gangelt-Studie von Hendrik Streeck und eine Studie, die in Frankfurt am Main durchgeführt wurde.

Durchschnittliche Infektionssterblichkeit nur 0,23 Prozent

Dabei gab es höchst unterschiedliche Ergebnisse, was der Wissenschaftler auf Unterschiede in der Altersstruktur der Bevölkerung, der Fallmischung von infizierten und verstorbenen Patienten sowie andere unterschiedliche Faktoren zurückführt. Die Schätzungen der Seroprävalenz reichten von 0,02 bis 53,40 Prozent.

Die Infektionssterblichkeiten lagen zwischen 0,00 und 1,63 Prozent, die korrigierten Werte betrugen 0,00 bis 1,54 Prozent.

 

Insgesamt errechnete Ioannidis eine durchschnittliche Infektionssterblichkeit über 51 Standorte hinweg von 0,27 Prozent, korrigiert 0,23 Prozent.

In Regionen mit weniger als 118 Todesfällen pro eine Million Menschen betrug die Rate lediglich 0,09 Prozent.

Wo 118 bis 500 Covid-19-Tote pro eine Million Einwohner gezählt wurden, betrug sie 0,20 Prozent, an noch schlimmer betroffenen Standorten lag die Infektionssterblichkeit bei 0,57 Prozent.

Betrachtet man nur Bevölkerungsgruppen mit Menschen unter 70 Jahren, betrug die durchschnittliche Rate sogar nur 0,05 Prozent. Zum Vergleich: Christian Drosten geht in Deutschland von einer Sterblichkeitsrate von rund 1 Prozent aus.

Mit Maßnahmen zum Schutz von Risikogruppen könnten sie sogar noch niedriger ausfallen, schreibt er.