Bundesgesundheitsminister Jens Spahn finanzierte 4 - Mio.- Villa angeblich durch Sparkassen-Kredit - Doch seine Bonität gibt das wohl garnicht her ...
Woher kommen die Millionen für die Berliner Luxusvilla wirklich?
Jens Spahns Kauf einer Luxus-Villa in Berlin löste bundesweit kritische Diskussionen aus — auch darüber, ob der Vorgang von politischem Interesse oder Privatsache des Gesundheitsministers sei.
Man fragte sich, ob er als Lobbyist für Pharmakonzerne irgendwelche legalen oder illegalen Provisionen für politische Dienste erhalten haben könnte.
„Verboten ist das (auf den ersten Blick) im Falle einer legalen Finanzierung nicht“, schrieb unter anderem das erz-konservative Politik-Magazin Cicero, „es überschreitet jedoch die Grenzen des guten Geschmacks.“
Politische Symbole würden auch vor dem Privatleben nicht halt machen. Die Augsburger Allgemeine kommentierte: „Ob ein Mandatsträger in einem WG-Zimmer oder einem Schloss lebt, hat rein gar nichts damit zu tun, wie gut er seine Aufgabe erledigt.“
Daraufhin veröffentlichte Business Insider als Beleg die exakte Summe aus dem Kaufvertrag, den Spahn und sein Ehemann am 21. Juli 2020 beim Notar unterschrieben haben: 4,125 Millionen Euro.
Einige Stunden später meldete sich Spahns Anwalt erneut.
Nur aufgrund eines „Kommunikationsversehens“ sei der Jurist davon ausgegangen, „dass der Kaufpreis für die betreffende Immobilie tatsächlich nicht ‚mehr als vier Millionen Euro‘ betragen habe“, schrieb er. „Insoweit halten wir nicht mehr daran fest, dass die entsprechende Behauptung wahrheitswidrig sei.“
Unabhängig davon würden die Informationen zum Hauskauf die Öffentlichkeit nichts angehen, so der Anwalt.
Aus diesem Grund beantwortet Spahn offenbar auch keine Fragen zur Finanzierung der Villa. Einige Details lassen sich aber im Kaufvertrag ablesen.
Unter anderem, dass Spahn zwei Drittel der Kaufsumme – also 2,75 Millionen Euro – schultert und sein Ehemann ein Drittel.
Und wie kann der Ehemann von Jens Spahn mit einem vermuteten Einkommen von 3000 €uro netto die restlichen ca 1,4 Mio. €uro schultern? Auch das ist mathematisch so erstmal schlicht nicht möglich.
Aus den Grundakten geht zudem hervor, dass das Paar mindestens zwei Kredite für den Hauskauf aufgenommen hat.
Entsprechende Grundschulden in Höhe von insgesamt zwei Millionen Euro wurden in das Grundbuch eingetragen. Dazu zählt ein Darlehen über 1,75 Millionen Euro von der Sparkasse Westmünsterland, mit der Spahn eine besondere Beziehung hat.
Der gelernte Bankkaufmann wurde unweit der Hauptstelle in Ahaus geboren.
Zwischen 2009 und 2015 saß er als Bundestagsabgeordneter im Verwaltungsrat der Sparkasse. Das bekommt jetzt einen faden Beigeschmack.
Während im Bankwesen sogenannte Organkredit – also Darlehen an eigene Vorstände oder Aufsichtsräte – aufgrund möglicher Interessenkonflikte besonders geprüft werden, gibt es eine solche Regelung für ehemalige Verwaltungsratsmitglieder nicht. Das ist bedauerlich.
Auf Anfrage äußerte sich Spahn nicht zu den Konditionen des Sparkassen-Kredits.
Ein Sprecher der Sparkasse Westmünsterland erklärte, dass es für ehemalige Verwaltungsratsmitglieder keine Sonderregelung für Kredite gebe.
Aber rechnen wir mal nach wie Herr Jens Spahn einen 2,75 Mio. Finanzierung bzw. 1,75 Mio. Kredit alleine schultern kann. Das ist der Anteil, den er selber finanziert. Auch 1.75 Mio. €uro kann er so als Kredit nicht schultern - zumal sich dann auch noch die Frage stellt, woher die 1 Million Bar-Vermögen für eine Luxusvilla her hat? Die hat er bisher als überschüssige Sparanlage nicht verdient!
Also ein Bundesminister mag 17 000 €uro brutto und somit 12 000 €uro netto verdienen. Bei seinem gehobenen und elitären Lebensstil kann man davon allerdings höchstens 5 000 €uro monatlich sparen. Das wären 60 000 €uro im Jahr . Ein Bundesminister hat nur einen Zeitvertrag also einen zeitlich befristeten Job. Da bekommt man eigentlich deshalb schon keinen solchen Kredit. Zudem ist er erst ca. 2,5 Jahre Bundesminister, so dass wir mal eine Sparsumme aus diesem Verdienst von 150 000 €uro fiktiv errechnen.
Aber rechnen wir weiter. In 10 Jahren kann er 600 000 €uro sparen. Solange Zeit wird er aber mit Sicherheit kein Bundesminister sein. Aber gehen wir mal davon aus, dass er 10 Jahre lang Bundesminister ist und tatsächlich 600 000 €uro anspart. Dann fehlen immer noch 2,15 Mio. €uro zur Finanzierung der Luxusvilla.
Also die Rechnung geht nicht auf - zumal der Lebensgefährte als Leiter des Hauptstadtbüros der "Bunte" in etwa ca 3000 €uro netto verdient. Damit lässt sich keine 4 Mio Villa finanzieren.
Und was hat Jens Spahn neben seinen überschaubaren Abgeordnetenbezügen zwischen 2009 und 2015 als Verwaltungsrat der Sparkasse in der Provinz verdient? Dazu ziehen wir mal Vergleichszahlen heran.
Die Sparkasse Fürstenfeldbruck hat beispielsweise im Münchner Umland auch die höchste Steigerungsrate bei der Bezahlung ihrer Verwaltungsräte: plus 94 Prozent seit 2010. Die acht Mitglieder des Gremiums bekamen bei einer Bilanzsumme von 3,6 Milliarden Euro 2015 zusammen 155.000 Euro.
Macht pro Kopf durchschnittlich 1615 Euro im Monat.
Die Steigerung begründet die Sparkasse Fürstenfeldbruck damit, dass sie sich bis 2011 im Rahmen dessen gehalten hat, was Beamte für ihre Nebentätigkeit als Verwaltungsrat behalten dürfen. Im Verwaltungsrat saßen Beamte, die 2015 je nach Besoldungsstufe zwischen 5148,64 Euro bis 8581,07 Euro behalten durften.
Alles, was darüber lag, musste an den Dienstherrn abgetreten werden.
Für Bürgermeister und Landräte gelten die dreifachen Freibeträge. Nur die Vertreter der freien Wirtschaft dürfen ihre Vergütungen vollständig behalten. Im Verwaltungsrat der Sparkasse Fürstenfeldbruck sind das zwei Vertreter. Tatsächlich fallen die Zahlen für Fürstenfeldbruck trotz der Steigerung nicht aus dem Rahmen. Die höchsten Vergütungen im Großraum München zahlt die Sparkasse Dachau: 235.000 Euro bei einer Bilanzsumme von 2,8 Milliarden Euro. Bei elf Verwaltungsratsmitgliedern kommt jeder im Durchschnitt auf 1780 Euro im Monat.
Hohe Summen für die Verwaltungsräte von Sparkassen können für Politiker brandgefährlich werden. Das zeigt folgendes Beispiel: Auf deutlich höhere Summen als heute kam noch vor vier Jahren die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee. Im Jahr 2012 waren es 187 000 Euro für acht Verwaltungsratsmitglieder; durchschnittlich 1948 Euro pro Kopf – außergewöhnlich viel für eine Sparkasse mit einer Bilanzsumme von 1,7 Milliarden Euro – wie die Miesbacher Lokalredaktion unserer Zeitung aufdeckte. Die Werte lagen sogar oberhalb der festgesetzten Grenze – was sich dadurch erklärte, dass sich in der Summe neben den regelmäßigen Zahlungen auch noch Posten für Arbeitsessen, Klausurfahrten, Geschenke oder Feiern verbargen. Zum Beispiel die Feier zum 60. Geburtstag des früheren Miesbacher Landrats Jakob Kreidl. Sie kostete über 100.000 Euro, wovon 77.000 Euro die Sparkasse beisteuerte. Kreidl verlor im Zug dieser Affäre sein Amt.
Inzwischen gehört die Sparkasse Miesbach zu den bescheidensten. 72.000 Euro 2015 sind gerade einmal 750 Euro im Monat pro Verwaltungsratsmitglied.
Zudem hat Spahn als Bundestagsabgeordneter in dieser Zeit etwa 8000 €uro verdient - Inzwischen sind es 9500 €uro.
Rechnen wir nach Abzügen netto und davon einen Teil als Sparanlage - sagen wir grosszügig 2000 €uro Ersparnis im Monat sind das 24 000 €uro Spargeld im Jahr. In 12 Jahren als Bundestagsabgeordneter von 2002 bis 2014 sind das in 12 Jahren bei eiserner Spar-Disziplin etwa 300 000 €uro.
Danach war er Staatssekretär im Finanzministerium von 2015 bis 2018. Minister ist er erst danach geworden also erst im März 2018. Da hat er in 3 Jahren etwa folgendes verdient.
Das Grundgehalt der Besoldungsgruppe B 11 für Staatssekretäre im Bund beläuft sich seit dem 1. April 2019 auf monatlich 14 594,79 Euro. Damals etwas weniger. Hinzu kommen 552,76 Euro als sogenannte Ministerialzulage. Das ist aber ein Bruttolohn. 40 % Abzüge lassen noch etwa 8000 €uro netto übrig. Gehen wir wieder von 2000 €uro monatliches Ansparen aus, könnte er noch mal in 3 Jahren 72 000 €uro angespart haben.
So kann er nach Adam Riese keine 1 Million angespart haben - zumal Bundespolitiker seit geraumer Zeit Nebeneinkünfte offenlegen müssen! 2013 wurde das Gesetz für Bundespolitiker weiter verschärft.
Interessant wäre noch Laufzeit und Zinssatz des 1,75 Mio €uro Kredit zu wissen. Gehen wir mal von 4 % Hypothekenkredit aus sind das 70000 €uro Zinsen plus Tilgung im Jahr. Das sind monatlich ca 6000 €uro Zinsen plus Tilgung von weiteren tausenden €uro. Allein dieser Kredit könnte monatlich bis zu 10 000 €uro und mehr kosten. Die Zinsen könnten auch mal wieder auf 8% oder mehr steigen. Dann hätte er monatlich womöglich über 20 000 €uro zu schultern! Also die Rechnung geht so nicht auf!
Fazit: Auch mit den für Luxusvillen-Erwerb "mageren" Bezügen als Sparkassen-Verwaltungsrat lassen sich trotz zusätzlichen Diäten als Bundestagsabgeordneter keine eine Million €uro als Barvermögen ansparen!
Hey Lobbyisten Jens S. - pack aus - wo ist die Kohle her und wo die Gewissheit einen solchen gigantischen 1,75 Mio. Kredit über viele Jahre schultern zu können? ? Auch wenn die Villa zur Hälfte auf Pump - also 2 Mio. Grundschuld - erworben wurde, bleiben viele Fragen vom Gesundheitsminister zu beantworten - so im Interesse der Volksgesundheit.
Korrektur: In der ursprünglichen Fassung hatte Business Insider geschrieben, dass der Anwalt von Jens Spahn zunächst behauptet habe: „Nach Rücksprache mit seinem Mandanten habe der Kaufpreis unter vier Millionen Euro gelegen.“ Richtig ist, dass er es anfänglich als unzutreffend bezeichnet hat, dass der Kaufpreis mehr als vier Millionen Euro betragen habe.
Zudem hatten Business Insider in einer früheren Fassung geschrieben, dass der Kredit gegen das Sparkassen-Gesetz verstoßen könnte, da danach der Kreditnehmer eigentlich einen Sitz im Trägergebiet der jeweiligen Sparkassen haben sollte (Regionalprinzip). Zwar ist Spahn laut Kaufvertrag und Handelsregisterauszügen wohnhaft in Berlin, jedoch wurde Business Insider nach der Veröffentlichung dieses Artikels mitgeteilt, dass Spahn seinen Hauptwohnsitz in Ahaus (Westmünsterland) habe.
Lügenmedien verschweigen: Weissrussland hatte OSZE Wahlbeobachter eingeladen
Lukaschenko feiert sich mit 80 % als Wahlsieger in Weissrussland
Die Aluhüte von ARD bis ZDF, von NTV bis BILD und von CDU bis SPD haben ein neues anti weiss-russisches Ablenkungsthema gefunden - obwohl in diesen Tagen sogar ein Donald Trump Wahlfälschungen in den USA beispielsweise über Briefwahlen einräumt.
In den deutschen „Qualitätsmedien“ erfahren wir derzeit täglich, dass die OSZE die Wahlen in Weißrussland nicht beobachtet hat und es wird so dargestellt, als sei eine Wahlbeobachtung durch die OSZE von Minsk nicht zugelassen worden. Das ist nicht wahr, wie Pressemeldungen der OSZE zeigen.
Das habe auch ich nicht gewusst und wahrscheinlich auch kaum jemand sonst. Es ist keineswegs so, dass Weißrussland gegen eine Beobachtung der Präsidentschaftswahlen gewesen wäre, im Gegenteil: Weißrussland hat die OSZE zur Wahlbeobachtung eingeladen, aber die OSZE hat abgelehnt. Die „Qualitätsmedien“ und die europäischen Politiker stellen es aber so dar, als hätte Weißrussland die OSZE-Beobachter nicht zugelassen und daher könne man das Wahlergebnis nicht anerkennen, denn es sei gefälscht worden.
Auch ich habe Zweifel an dem Wahlergebnis - wie an jedem Wahlergebnis weltweit -( davon abgesehen steuern Massenmedien als 4. Gewalt das Wahlverhalten der Mehrheitsbürger) aber es gibt keine Beweise für eine Fälschung. Hätte die OSZE die Einladung Weißrusslands angenommen und die Wahl beobachtet, dann hätte man heute die Berichte der OSZE zur Einschätzung der Wahl. Das aber wurde durch die Ablehnung der OSZE verhindert.
Und das ist tatsächlich wahr, denn am 15. Juli hat die OSZE in einer Pressemeldung mitgeteilt, sie habe dem weißrussischen Außenminister mitgeteilt, sie könne die Wahl nicht beobachten, weil sie nicht rechtzeitig eingeladen worden sei. Das Problem dabei ist aber, dass es keinerlei Bestimmungen oder Regeln bei der OSZE gibt, wann eine Einladung erfolgen muss.
Dass sie selbst die Beobachtung der Wahl abgelehnt hat, hat die OSZE am 10. August noch einmal bestätigt, als sie in einer Pressemeldung, in der sie ihre Besorgnis über die Vorgänge in Weißrussland zum Ausdruck gebracht hat, schrieb:
„Das ODIHR bedauert, dass es nicht in der Lage war, die gestrigen Präsidentschaftswahlen zu beobachten, nachdem die weißrussische Regierung keine rechtzeitige Einladung an das ODIHR geschickt hat, um die kritischen Elemente des Wahlprozesses zu beobachten.“
Da es bei der OSZE jedoch keinerlei Regeln gibt, wie viele Wahlbeobachter zu einer Wahl geschickt werden oder innerhalb welcher Fristen Einladungen zur Wahlbeobachtung ausgesprochen werden müssen, ist das offensichtlich eine Ausrede. Das ODIHR führt an, dass zu dem Zeitpunkt (15. Juli) die Registrierung der Präsidentschaftskandidaten schon abgeschlossen war, weshalb eine Wahlbeobachtung unmöglich sei.
Das überzeugt jedoch keineswegs, denn die Wahl und vor allem die Auszählung der Stimmen hätten trotzdem beobachtet und überwacht werden können. Und die nach Ansicht des ODIHR zu späte Einladung hätte sie in dem Beobachterbericht ausführlich thematisieren und kritisieren können. Allein: Das wäre auch nicht möglich gewesen, weil es ja keine Richtlinien gibt, bis wann eine solche Einladung ausgesprochen werden muss. Solche klaren Regelungen haben Russland und andere Nachfolgestaaten der Sowjetunion seit vielen Jahren gefordert, sie sind mit diesen Forderungen aber bei der Mehrheit der OSZE-Mitgliedstaaten abgeblitzt.
Diese Mehrheit der OSZE-Mitgliedstaaten wird von den Nato-Staaten gestellt. Ist der Verdacht abwegig, dass die Nato-Staaten einheitliche Regeln verweigern, um sich Vorwände zu schaffen, jede Wahl, die ihnen nicht passt, mit solchen vorgeschobenen Gründen, wie jetzt im Falle von Weißrussland, in Zweifel zu ziehen?
Ich schließe bei der Wahl eine Wahlfälschung ausdrücklich nicht aus, aber da es keine Wahlbeobachter der OSZE gegeben hat, werden wir wohl nie erfahren, ob und in welchem Umfang die Wahl manipuliert worden ist.
Deutsche Klassenjustiz stellt "Containern" weiterhin unter Strafe
Wegwerfgesellschaft-Mentalität wird juristisch gestützt
Obwohl Supermärkte bis zu 50 % der Lebensmittel einfach wegwerfen - statt sie zu verschenken oder spottbillig abzugeben - werden sie lieber systematisch weggeworfen und vernichtet. Damit will man einen schleichenden Preisverfall der Lebensmittel verhindern.
Weggeworfene Sachen werden ideologisch als weiterhin real existierendes Eigentum umgebogen!
Gleichzeitig wird der Hungertod von 36 000 Menschen täglich weltweit billigend in Kauf genommen.
So funktioniert der doch angeblich so effiziente Kapitalismus - Von den Müllbergen der Wegwerfgesellschaft garnicht zu reden.
Der Profit der Konzerne ist der deutschen Justiz wie ja auch der etablierten politische Klasse wichtiger als die kostengünstige Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbaren oder gar kostenlosen Lebensmitteln.
Der linke Bremer Arbeitsrechtler Rolf Geffken meint dazu:
Groko-Nawalny-Verschwörungstheorie (VT) platzt - Kein Gift gefunden
CDU-SPD-Medien-Aluhüte in Erklärungsnot
Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny liegt nach einer mutmaßlichen Vergiftung im Krankenhaus. Zur Behandlung sollte er nach Berlin gebracht werden, aber die Ärzte untersagen die Reise – und wollen auch ihre Diagnose nicht veröffentlichen.
Die Klinik im sibirischen Omsk hat nach Angaben eines Arztes keine Spuren von Gift in dem schwer kranken russischen Regierungskritiker Alexej Nawalny gefunden. Blut und Urin seien getestet worden, sagte der stellvertretende Chefarzt des Omsker Krankenhauses, Anatoli Kalinitschenko, am Freitag vor Journalisten. Die Diagnose stehe vollständig fest, sie könne aber noch nicht bekanntgegeben werden. Die Mediziner kämpften weiter um das Leben des 44-Jährigen.
Die Ärzte wollen daher den Transport Nawalnys nach Deutschland nicht zulassen. Sein Gesundheitszustand sei zu „instabil“. Das teilte seine Sprecherin Kira Jarmysch am Freitag auf Twitter mit. Sie kritisierte, die Entscheidung der Ärzte sei eine „Bedrohung für sein Leben“. Es sei für ihn tödlich, in dem Krankenhaus „ohne Ausrüstung oder Diagnose“ im sibirischen Omsk zu bleiben.
Die von Göbbels, Hitler und den Nazis erfundene anti-russische Propaganda, die insbesondere von erzkonservativen CDU Ideologen aber auch von verkappten, neoliberalen Sozialdemokraten wie Heiko Maas seit 1945 weitergehührt wird, wird wieder einmal als eine auf Lügen und wilden Verschwörungstheorien des Mainstream basierende Märchen-Geschichte entlarvt.
https://www.wsws.org/de/articles/2018/01/10/nava-j10.html
Hintergrund zu Nawalny - Wer ist der Mann?
Mitte der 1990er Jahre errichteten seine Eltern eine Korbwarenfabrik südwestlich von Moskau. Nawalny wechselte nach kurzer Zeit von der Justiz- in die Finanzbranche und begann eine Karriere als Banker.
Die gleiche Hyperinflation, die einigen wenigen Kriminellen ihre Profite garantierte, stürzte gleichzeitig am unteren Ende der Gesellschaft Millionen Menschen in extreme Armut. Arbeiter erhielten oft monatelang keinen Lohn. Vor dem Hintergrund dieser katastrophalen Umgestaltung der Gesellschaft entwickelte der junge Nawalny einen faschistischen, sozialdarwinistischen Hass auf die Arbeiterklasse. Später erklärte er in einem Interview: „Ich wollte eine Marktwirtschaft der übelsten Art: nur die Stärksten überleben, der Rest ist ganz einfach überflüssig (Ne Nuschni).“
Er begann an der Börse und in einem Immobilienunternehmen zu arbeiten, doch der Durchbruch blieb ihm verwehrt. Später erinnerte er sich: „Marktfundamentalisten wie ich glaubten, sie würden allesamt Millionäre werden. Jeder dachte, wenn wir schlau sind, werden wir bald reich werden... Aber dann wurde es offensichtlich, dass die Reichen diejenigen sind, die irgendwie Kontakte zur Regierung haben.“
Diese Erkenntnis war für ihn vermutlich der Anlass, in die Politik zu gehen. Während er noch immer an der Börse arbeitete, näherte er sich der marktliberalen Partei Jabloko (Apfel) an. Mehrere Vorsitzende dieser Partei waren berüchtigt für ihre langjährigen Beziehungen zum US-Außenministerium und der CIA. Die bekanntesten davon waren Boris Nemzow und Garri Kasparow.
Nawalnys Beziehungen zur extremen Rechten in Russland
Nawalny fiel schon früh als aggressiver Befürworter eines Bündnisses zwischen den Liberalen und den Rechtsextremen innerhalb der russischen Opposition auf. Im Herbst 2005 nahm er erstmals am „Russischen Marsch“ in Moskau teil. Hierbei handelt es sich um jährliche Demonstrationen am 4. November, an denen zahlreiche monarchistische, faschistische, antisemitische und immigrantenfeindliche Organisationen teilnehmen. Im Jahr 2007 wurde er wegen seiner Sympathien für die extreme Rechte aus Jabloko ausgeschlossen.
Nachtrag:
Nach Auskunft russischer Ärzte gab es ein Blutzucker-Problem bei Nawalny. Jährlich sterben allein in Deutschland 100 000 Menschen an Diabetis Typ 2.
12 US Oligarchen sahnen wegen Corona so richtig ab
Zerfall des Monopolkapitalismus
Trotz Corona-Krise: Die zwölf reichsten US-Amerikaner besitzen nun mehr als eine Billion Dollar
Sie zerstören das Volk, das immer mehr verarmt - inklusive dem Mittelstand und beispielsweise veröden dank Amazon die deutschen und europäischen Innenstädte.
Die Wirtschaft der USA liegt weiterhin am Boden. Millionen von Amerikanern haben ihre Jobs verloren und sind von der Obdachlosigkeit bedroht, aber zumindest auf eine Sache kann man sich verlassen: Die extrem Reichen werden langfristig immer reicher.
Die zwölf reichsten US-Milliardäre besitzen zusammen nun mehr als eine Billion Dollar. Das geht aus einer Studie hervor, die am Montag vom Institute for Policy Studies (IPS) veröffentlicht wurde. Der Zahlenname Billion steht im internationalen Sprachgebrauch für die Zahl 1000 Milliarden oder 1.000.000.000.000 = 1012, im Dezimalsystem also für eine Eins mit 12 Nullen.
Andererseits erreichte die ohnehin geschönte Arbeitslosenquote zwischenzeitlich fast 15 %. Damit waren über 40 Millionen US Bürger arbeitslos . 7,5 Millionen Arbeitslose tauchen in der Statistik garnicht auf , so dass man eher von 20 % Arbeitslosenquote ausgeht.
Mehr als 160.000 Menschen haben ihr Leben durch das Virus bereits verloren, mehr als im Vietnamkrieg oder Irakkrieg.
40 Millionen galten schon als arm, als Trump noch mit den Kursrekorden prahlte. 87 Millionen Amerikaner haben keine Krankenversicherung oder sind unterversichert.
IPS-Experte Chuck Collins sieht die Demokratie durch diese extreme Ungleichverteilung des Wohlstandes in Gefahr.
In den Händen dieser zwölf Leute liegt einfach zu viel ökonomische und politische Macht. Aus Sicht einer demokratischen, selbstbestimmten Gesellschaft kann man diese Leute schon als 'Die 12 Oligarchen' oder 'Das despotische Dutzend' bezeichnen.
Unter den größten Profiteuren der Corona-Krise befinden sich bekannte Namen wie Tesla-Chef Elon Musk, Amazon-Gründer Jeff Bezos und Facebook-CEO Mark Zuckerberg. Im März wurde die Ausbreitung von COVID-19 von der WHO zur Pandemie erklärt und fortan konnten die Superreichen ihren Wohlstand um fast 40 Prozent – oder 283 Milliarden Euro – steigern.
Wie die IPS-Forscher in ihrer Studie zeigen, reduzierte sich ihr Vermögen im ersten Quartal des Jahres 2020 zunächst. Seit der weltweiten Ausbreitung des SARS-CoV-2-Erregers stieg dieses dann jedoch wieder stark an. Zu den größten Nutznießern der Krise zählt Elon Musk, der noch am 6. März auf Twitter die Coronavirus-Panik als dumm bezeichnete.
Einzige Ausnahme unter den zwölf reichsten US-Amerikanern ist Großinvestor Warren Buffett, der seit der Corona-Krise tatsächlich zwei Milliarden verloren hat, aber immerhin noch 80 Milliarden Dollar besitzt.
Die Corona-Epedemie hat also ohnehin im Spätkapitalismus stattfindende Akkumulations- und Konzentrationsprozesse, die ohnehin stattgefunden hätten, nur weiter beschleunigt.
Nicht der Corona Virus hat die Krise im Kern ausgelöst sondern der zerfallende oligopole Spät-Kapitalismus selber.
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