Russischer Sputnik Impfstoff ist höchst wirksam und nicht gentechnisch gestrickt 

91 % Wirksamkeit des russischen Corona Impfstoffes wurde festgestellt

In Ungarn als EU Land ist der russische  Impfstoff längst zugelassen - In Deutschland mauerte man bisher aus ideologischen Gründen. 

Das Märchen von der Übersterblichkeit im Jahre 2020 durch Corona wurde widerlegt

Keine Übersterblichkeit bei unter 80 Jährigen durch Corona - In der Langzeitbetrachtung auch nicht bei über 80 Jährigen

Es geht nicht darum, die Gefährlichkeit des Covid 19 Virus in Frage zu stellen - so wie auch die 25 000  Toten durch die Influenza - Grippe in  der Grippesaison 2017/18 nicht in Frage gestellt wurden  - oder gar  die 35 000 Grippetoten im Jahre 1995 trotz vorhandener Influenza-Impfungen.

Aber das Märchen der Übersterblichkeit in Fake News- Mainstreammedien kann man so nicht  stehen lassen.

Es gab 2020 KEINE Übersterblichkeit bei den unter 80jährigen.
 
Die vermeintliche Übersterblichkeit fand  wenn überhaupt ausschließlich, wirklich ausschließlich bei den über 80jährigen statt und zwar plus 7,7 Prozent gegenüber 2019 und plus 7,4 Prozent gegenüber 2018. Warum ich von einer vermeintichen "Übersterblichkeit" spreche, erkläre ich hier unten. Aber auch das nur auf dem ersten Blick! Denn es ist in Wahrheit gar keine.
 
Bei den unter 80jährigen starben 2020 genau 0,45 Prozent mehr als 2019 und genau 2,9 Prozent weniger als 2018. Punkt.
Wer will, kann das in der hier verfügbaren Excel-Tabelle nachprüfen.
 
 
Und hier noch die Sterberaten für die über 80jährigen im Vergleich zur über 80jährigen Bevölkerung, die seit Ende 2017 um fast 20 Prozent gewachsen ist.
 
Also kurz überschlagen mit aufgerundeten Sterbezahlen und gerundeter über 80jähriger Bevölkerung:
Ü-80-Bevölkerung Anfang 2016: 4,73 Mio
Sterbefälle: 493.160
Sterberate: 10,42 %
Ü-80-Bevölkerung 2017: 4,94 Mio
Sterbefälle: 517.800
Sterberate: 10,48 %
Ü-80-Bevölkerung 2018: 5,15 Mio
Sterbefälle: rund 537.000
Sterberate: 10,43 %
Ü-80-Bevölkerung 2019: 5,39 Mio
Sterbefälle: rund 535.500
Sterberate: 9,94 %
Ü-80-Bevölkerung 2020: 5,7 Mio
Sterbefälle: rund 576.700
Sterberate: 10,12 %
 
Quelle für die Bevölkerungsentwicklung:
 
Mit anderen Worten: Die Sterberate bei den über 80jährigen lag 2020 sogar unter der von 2016, 2017 und 2018 sowie nur wenig über der von 2019.
 
Das Statistische Bundesamt meinte auf meine Anfrage vor einigen Tagen, dass man diese Relationen nicht einfach so setzen dürfe, da die Lebenserwartung ansteigt - aber doch nicht so signifikant in wenigen Jahren des Vergleichszeitraumes hier. 
 
Aber hey, endlos steigt die auch nicht an und irgendwann sterben wir nun alle  mal.
 
Daher kann man jedenfalls nicht nackte Zahlen aus verschiedenen Jahren miteinander vergleichen bei so einem starken Zuwachs der ältesten Bevölkerungsgruppe. Keine Ahnung, wo die studiert haben.
Kurzum: Es gibt defacto nicht mal eine Übersterblichkeit bei den über 80jährigen.
 
Schon ein Zwischenbericht des Krankenhaus-Verbandes hatte angedeutet, dass es 2020 keine Übersterblichkeit geben würde.
 
Der Verband IQM, in dem insgesamt 500 Kliniken in Deutschland und der Schweiz organisiert sind, verglich in einer Erhebung Daten zu Patientenzahlen und Erkrankungen der Jahre 2019 und 2020 in 272 deutschen Krankenhäusern miteinander.

Erfasst wurden bisher die Kalenderwochen 1 bis 44 dieser beiden Jahre. Das sind jeweils die Monate Januar bis Oktober. Die Daten fördern Erstaunliches zutage:

Zum einen versorgten diese Krankenhäuser in den ersten zehn Monaten dieses Jahres insgesamt 12,8 Prozent weniger Menschen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Von Januar bis Oktober 2019 waren rund 3,52 Millionen Patienten hospitalisiert, in diesem Jahr nur 3,06 Millionen – rund 451.000 weniger.

Zweitens nahm die Zahl 2020 der in den Kliniken behandelten Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen (SARI-Fälle) gegenüber 2019 sogar um 15,6 Prozent ab. So wurden in den ersten zehn Monaten vorigen Jahres 198.296 SARI-Patienten versorgt, im Jahr 2020 waren es bisher 167.375, einschließlich der COVID-19-Fälle.

Der prozentuale Anteil von SARI-Fällen an allen in Kliniken behandelten Erkrankungen sank gegenüber 2019 leicht von 5,6 auf 5,5 Prozent.

Drittens war die Auslastung der Intensivstationen (ITS) der untersuchten Krankenhäuser in diesem Jahr insgesamt geringer als im Jahr 2019. So meldeten diese für Januar bis Oktober des vergangenen Jahres 175.314 intensivmedizinisch versorgte Patienten, im gleichen Zeitraum dieses Jahres waren es mit 164.808 rund 10.500 Kranke weniger. Das ist ein Minus von rund sechs Prozent.

Viertens wurden in diesem Jahr bislang insgesamt fast 7.000 ITS-Patienten weniger invasiv beatmet als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Ihre Zahl sank von 85.575 im Jahr 2019 auf 78.580 in diesem Jahr – das ist ein Minus von 8,2 Prozent. Da nicht zwangsläufig alle beatmeten Patienten an Atemwegsinfektionen leiden, berechnete die IQM den Anteil Letzterer an dem Gesamtaufkommen aller Patienten. Dieser Anteil stieg demnach tatsächlich, wenn auch nur marginal von 2,43 auf 2,56 Prozent.

Weniger Todesfälle in Kliniken schon in der Zwischenbilanz 

Nicht anders sieht es bei den Todesfällen in den Krankenhäusern aus. Insgesamt starben von Januar bis Oktober dieses Jahres 75.612 Menschen in Kliniken, im Vergleichszeitraum 2019 hatte es dort es mit 79.412 Verstorbenen knapp 4,8 Prozent mehr Todesfälle gegeben. Auch die Anzahl der an schweren Atemwegsinfektionen Verstorbenen sank um denselben Prozentsatz von 23.553 im letzten Jahr auf 22.420 in diesem Jahr.

In der Intensivbehandlung insgesamt – unabhängig von der Diagnose – fanden in diesem Jahr bisher ebenfalls weniger Menschen den Tod als im Vorjahr. Ihre Zahl sank um 4,7 Prozent von 31.287 auf 29.809. Unter den Toten befanden von Januar bis Oktober vorigen Jahres 25.284 invasiv beatmete Patienten, in diesem Jahr waren es mit 23.388 Toten 7,5 Prozent weniger.

 
 
  
 
 
 

   

Kriegstreiber Joe Biden provoziert Kriegsgefahr gegen den Iran 

Das Kriegsgerassel der US Regierung wird wieder verscharft

Im Stile von Donald Trump provoziert US Präsident Josef Biden die globale Kriegsgefahr. Genauso wie Donald Trump, in dessen Kontinuität Biden insofern faktisch steht, will  er den Atomvertrag mit dem Iran nicht erneuern und er provozert mit Kriegsgerassel den Iran.

Zudem hetzt sein Aussenminister im Stile eines Kalten Kriegers der  50 er Jahre und eines Kriegstreibers gegen den Iran.

Trotz des Bruchs der Vereinbarung durch die vorhergehende US Regierung wirft die Biden Regierung dem Iran faktenfrei vor, bald die Atombombe besitzen zu können.

Joe Biden reiht sich damit in die Riege verlogener US Präsidenten ein, die auf den Iran starren und die Atomwaffenprogramme des Staates Israel und  von Saudi Arabien gleichzeitig ignorieren  oder gar offen unterstützen. Israel besitzt bereits Atombomben in der Region und auch Saudie Arabien soll Atomwaffen längst besitzen. Fake News Medien von ARD bis ZDF und Konzernmedien verschweigen das gerne.   

Win Krieg gegen den Iran könnte ein Einstieg in eine Weltkrieg gegen Russland bedeuten und Millionen Kriegsflüchtlinge nach Europa bringen. Im Falle eines Krieges geegn das 80 Millionen-Volk des Iran drohen zig Millionen neuer Flüchtlinge in Europa!

Wer sich jetzt nicht dagegen wehrt, hat später kein Recht sich gegen Kriegsflüchtlinge  als Opfer des US Imperialismus zu stellen!

Das Weltherrschaftsstreben der USA wird erneut hochgefahren!  Es drohen weitere Kriegsherde gegen die Ukraine oder gegen Syrien, die allein auf Russland zielen.    

Nachdem die USA Bomber in den Nahen Osten entsandt hatten, verschlechtern sich die ohnehin zerrütteten Beziehungen zwischen dem Iran und den USA weiter.

 Donald Trump hatte in puncto Iran auf die Strategie des „maximalen Drucks“ gesetzt. Sein Nachfolger Joe Biden will  angebkichg den diplomatischen Ansatz wählen – wie er nun mit der Ernennung von Robert Malley zum neuen Iran-Beauftragten klarstellt. Doch Kampfjets sind das Gegenteil  von Diplonatie.  Sie sind eine offene Kriegsprovokation, die sich in letzter Instanz gegen Syrien und Russland richtet und s die globale Weltkriegsgefahr extrem steigert!  

 Fortsetzung folgt 

 

Die 10 reichsten Milliardäre und Kapitaloligarchen werden durch Corona-Krise um 540 Milliarden Dollar reicher

Corona Krise verschärft globale Ungleichheit - Die Armen werden immer ärmer 

Das Vermögen der zehn reichsten Menschen der Welt zusammen sei Oxfam zufolge seit März 2020 um 540 Milliarden Dollar gestiegen.

„Milliarden Menschen, die zu Beginn der Corona-Pandemie an der Armutsgrenze lebten, hätten nun keine Einnahmen oder Unterstützung mehr, um die Krise zu überstehen“, sagte Danny Sriskandarajah, Geschäftsführer von Oxfam GB.

Zur selben Zeit habe eine kleine Gruppe mehr Geld angesammelt, als sie in ihrem ganzen Leben ausgeben könnten.

Dieser Zuwachs der 10 reichsten Kapitaloligarchen ist grösser als die Kosten der Impfung die gesamte Menschheit - wenn es überhaupt eine Impfbereitschaft gäbe, die hierzulande unter 50 % gesunken ist. 

Die Kosten der Impfstoffproduktion, Verteilung und Corona-Impfung an sich belaufe sich der Organisation zufolge auf 141,2 Milliarden Dollar. Nicht umsonst werden Rufe nach einer höheren Besteuerung von Superreichen und Tech-Unternehmer wie Elon Musk oder Jeff Bezos lauter. Dies fordert auch Oxfam. „Extreme Ungleichheit ist nicht unvermeidlich, sondern eine politische Entscheidung“, sagte Gabriela Bucher, Geschäftsführerin von Oxfam International.

Oxfam-Studie: Corona verstärkt globale Ungleichheit – Milliardäre profitieren trotz Pandemie

Erstmeldung vom Montag, 25.01.2021, 22.00 Uhr: Oxford/Davos – Während Milliardäre trotz Corona-Krise weiter profitieren, werden die Ärmsten der Welt immer weiter abgehängt. Das zumindest ist das Fazit des am Montag (25.01.2021) von der Organisation Oxfam vorgelegten Ungleichheitsberichts. Anlass der Veröffentlichung ist der Start des Weltwirtschaftsforums. Das findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht in Davos, sondern online statt.

Grundlage der Untersuchung ist die Befragung von rund 300 Ökonomen aus 79 Ländern. 87 Prozent der befragten Wissenschaftler:innen erwarten, dass die Einkommensungleichheit im Zuge der Corona-Krise steigt oder sogar stark zunimmt.

Ungleichheitsbericht von Oxfam: Superreiche sind die großen Profiteure der Corona-Krise

Laut Oxfam-Bericht hat sich das Vermögen der zehn reichsten Männer der Welt seit Februar 2019 um eine halbe Billion Dollar auf nun insgesamt 1,12 Billionen Dollar (rund 920 Milliarden Euro) erhöht - und das trotz pandemiebedingter Rezession.

Dazu zählen unter anderem Amazon-Gründer Jeff Bezos, Tesla-Chef Elon Musk und der französische Luxusgüter-Unternehmer Bernard Arnault aber auch der Impf-Papst Bill Gates .

Die zehn reichsten Personen in Deutschland verfügen Ende 2020 über ein Gesamtvermögen von rund 242 Milliarden Dollar.

Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von rund 35 Prozent. Im Kontrast dazu stehen laut Oxfam rund 40 Prozent der Erwerbspersonen, die durch die Corona-Pandemie Einkommenseinbußen hinnehmen mussten.

Ungleichheitsbericht von Oxfam: Arme trifft Corona besonders hart

Nach den Berechnungen von Oxfam, trifft die Corona-Krise insbesondere die Ärmsten der Welt.

Für sie könnte es mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis sie sich wirtschaftlich von der Krise erholt haben. Am stärksten betroffen sind Frauen, da sie häufiger Sektoren wie dem Hotelgewerbe oder der Gastronomie arbeiten, die von der Corona-Pandemie besonders getroffen sind. Außerdem stellen sie weltweit rund 70 Prozent der Arbeitskräfte im Sozial- und Gesundheitswesen und sind damit auch einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt.

Oxfam fordert im Ungleichheitsbereicht stärkere Regulierung und Unternehmenssteuern

Die soziale Ungleichheit habe laut Oxfam-Bericht strukturelle Ursachen. Unternehmen, Märkte und Politik seien „weltweit so gestaltet, dass kurzfristige Gewinninteressen zu oft über das Gemeinwohl triumphieren“, kritisierte Tobias Hauschild von Oxfam Deutschland.

Dabei blieben Themen wie Arbeitsschutz, Menschenrechte oder faire Löhne auf der Strecke.

 Oxfam plädiert daher für eine solidarisch und ökologisch gerecht Umverteilung der Wirtschaft. Erreicht werden könne dies etwa über Unternehmenssteuern und eine stärkere Regulierung bestimmter Sektoren. (Daniel Seeger mit AFP)

 

 

IZ History

Die Geld- und Schuldenblase

"Es wird kein Zurück  zu den Jahren vor 2020 geben"

Das neue Zeitalter

Die Weltwirtschaft ist 2020 so stark eingebrochen wie noch nie seit 1945.

Das Welt-Sozialprodukt ging um etwa 4,4 Prozent auf ca. 84 Billionen US-Dollar zurück. Gleichzeitig sind die Schulden um etwa 20 Billionen auf ungefähr 277 Billionen Dollar Ende 2020 gestiegen. Was rollt da auf uns zu?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München.

Seit Beginn der letzten Finanzkrise 2007 hat sich die Geldmenge in den Industrieländern in einem Ausmaß erhöht, das bis vor Kurzem allen Ökonomen als Irrsinn erschienen wäre. Praktisch alle führenden Notenbanken der westlichen Welt habe die Geldnotenpresse in historisch nie dagewesenen Umfang angeworfen und frisches Geld gedruckt. Die US-Fed hat die Geldmenge seit 2007 etwa verneunfacht, die EZB versiebenfacht, die Bank of England verneunfacht, die Bank of Japan vervierfacht, die Bank of Canada versechsfacht. Selbst die konservative schweizerische Notenbank hat die Geldmenge verachtfacht.

Der Gelddruckprozess erfolgte im Wesentlichen in zwei Wellen. Die erste Welle, um die Auswirkungen der Finanzkrise 2007/9, die zweite Welle, um die Folgen der Lockdownpolitik 2020/21 auf die Realwirtschaft so gut wie möglich abzufedern, das heißt, Wirtschaftsschrumpfung und Arbeitslosigkeit so stark wie möglich einzudämmen. Ohne das massive Aufblähen der Geldmenge, das Überfluten der Banken, Regierungen und großen Unternehmen mit Liquidität wäre die Wirtschaft sowohl nach 2007 wie 2020/21 sicherlich sehr viel schlimmer abgestürzt, als sie es tatsächlich tat. So gesehen war das Gelddrucken ein großer Erfolg. Es kam weder nach 2007 noch 2020 zu einer sich selbst verstärkenden Wirtschaftsdepression. Die Notenbanken haben die Lektion der Jahre 1929 bis 1932 gelernt. Damals wurde kein frisches Geld gedruckt, die Zinsen nicht auf Null gesenkt, was die Welt in eine vieljährige Deflation, Depression, Massenarbeitslosigkeit und schließlich Krieg gestürzt hat.

Aber nicht nur die Geldmenge hat in den letzten 14 Jahren dramatisch zugenommen. Auch die Schulden – insbesondere die Staatsschulden – sind im Zuge der Lockdowns 2020 in einem fast nie dagewesenen Umfang gestiegen. Vom dritten Quartal 2019 bis zum dritten Quartal 2020 sind die Schulden weltweit um 20 Billionen US-Dollar (20.000 Milliarden) gestiegen, das entspricht knapp einem Viertel des Weltsozialprodukts. Für Ende 2020 werden die Weltschulden auf 277 Billionen US-Dollar geschätzt. Bei einem Welt-Sozialprodukt von etwa 84 Billionen US-Dollar entspricht das ungefähr 330 Prozent der Weltwirtschaftskraft. Sollten also alle Schulden zurückgezahlt werden, müssten alle Werktätigen der Welt fast dreieinhalb Jahre lang ohne Lohn und Gehalt arbeiten und alle Wertschöpfung an die Gläubiger abgeben. 

Da etwa die Hälfte der Finanzvermögen auf die oberen ein Prozent der Erdbevölkerung entfallen, hieße das konkret, dass die unteren 90 Prozent der Welt über eineinhalb Jahre ohne Einkommen arbeiten müssten, um den oberen ein Prozent ihre Ausleihungen zurückzuzahlen. Also mit ein wenig gesundem Menschenverstand betrachtet ist das einfach unmöglich. Als ehemaliger Investmentbanker heißt das für mich: Es wird zu ziemlich hohen Schuldenausfällen kommen. Kurz: Die Schulden können auf keinen Fall auch nur annähernd in voller Höhe zurückgezahlt werden, wir leben in einer ziemlich großen Schuldenblase.

Geld- und Schuldenberg ist nicht mehr durch die Wirtschaftskraft gedeckt

Geld, sei es in Form von einem Geldschein oder auf dem Girokonto, ist ein Anspruch auf eine zukünftige reale Wirtschaftsleistung. Konkret: Wenn ich einen Zehn-Euro-Schein in der Hand habe (oder auf dem Girokonto), so glaube ich, dass ich mir in Zukunft den Gegenwert dieser zehn Euro in eine reale Wirtschaftsleistung eintauschen werde können, sei es in Pizza oder einen Haarschnitt. Das Gleiche gilt für einen Schuldschein. Wenn ich ein Schuldpapier habe, sei es ein Sparbuch, eine Staatsanleihe oder eine Unternehmensanleihe, so glaube ich, dass ich mein verliehenes Geld vom Schuldner später zurückbekomme und ich mir als Gegenwert Pizza oder einen Haarschnitt dafür kaufen kann. Alles Geld und alle Schulden beruhen also auf einem Glauben, (das Wort Kredit kommt vom lateinischen credere, glauben), auf Vertrauen.

Nun ist der Geldberg in den letzten 14 Jahren aber grob sieben- bis achtmal so stark gestiegen wie die reale Wirtschaftskraft und auch die Schulden sind deutlich stärker gestiegen als die Wirtschaftsleistung. Mit anderen Worten: Den Geldscheinen steht heute nicht mehr annähernd so viel reale Wirtschaftskraft gegenüber wie früher und auch den Schuldpapieren stehen deutlich weniger reale Güter gegenüber als zuvor. Die Inhaber der Geld- und Schuldpapiere glauben aber offenbar immer noch, dass sie eines Tages ihr Geld real zurückbekommen und in reale Wirtschaftsgüter umtauschen können. Das ist aber längst eine Illusion, ein Irrglaube.

Das ganze ungehemmte Geldausgeben der Bundesregierung (und vieler anderer Regierungen) über neue Schulden, die dann wieder zum guten Teil von der Notenbank durch frisches Gelddrucken finanziert werden, beruht darauf, dass Menschen, die vorher Geldguthaben oder Schuldscheine, beispielsweise Ersparnisse, hatten, teilweise enteignet werden. Denn jeder neue Geld- oder Schuldschein, der dazukommt, ohne dass sich die reale Wirtschaftskraft erhöht, entwertet ein klein wenig die bestehenden Geld- und Schuldscheinbestände. 

Dem frisch gedruckten Geld und dem steigenden Schuldenberg steht aber keine steigende Wirtschaftsleistung gegenüber. Im Gegenteil. Die reale Wirtschaftskraft ist 2020 dramatisch um etwa 4,4 Prozent zurückgegangen. Das ist der stärkste Weltwirtschaftsabsturz seit Kriegsende. Zum Vergleich: Nach der Finanzkrise ging die Weltwirtschaftskraft 2009 nur um 1,7 Prozent zurück. Kurz: Es wurden 2020 enorm viele neue Papiere in die Welt gebracht, die einen Anspruch auf eine Wirtschaftsleistungen darstellen, die gar nicht vorhanden ist. Viele Geld- und Vermögensinhaber leben also in einer Illusion, dem Irrglauben, dass ihre Geld- und Anleihedepots noch voll werthaltig sind.  

Was heißt das für unsere Zukunft?

Was spricht eigentlich dagegen, die Notenbankzinsen über die nächsten Jahrzehnte, ebenso wie in den letzten etwa 13 Jahren, einfach auf Null zu lassen und weiterhin Geld zu drucken, indem Anleihen von den Notenbanken gekauft werden, wie es seit 2007 geschieht? Wird das einfach unsere neue Normalität? Wo ist das Problem?

Wenn Anleger oder Investoren auf Dauer keine oder fast keine Zinsen mehr für Anleihen oder Sparbücher bekommen, werden sie nach und nach ausweichen auf andere Anlagearten, vor allem Immobilien und Aktien. Aktien- und Immobilienfonds sowie Aktienindizes wie der DAX oder der S&P 500 sind Anlagearten ohne zeitliche Begrenzung. Denn wenn einzelne Aktien aus einem Fonds oder Index herausfallen, sei es, weil das Unternehmen pleitegeht oder weil die Aktie zu stark gefallen ist, wird sie sofort durch eine andere Aktie ersetzt. Das gleiche gilt für einen Immobilienfonds. Ökonomen bezeichnen die aus solchen Fonds oder Indizes fließenden Zahlungen als "unendliche Renten".

Es gibt eine mathematische Formel, wie unendliche Renten bewertet werden: Der Wert heute ist gleich dem Ertrag (in Form von Dividenden bzw. Miete oder Pacht) geteilt durch den langfristigen Zinssatz. Wenn der Nenner (der Zinssatz) auf Dauer bei oder nahe Null bleibt, heißt das, dass der Wert von Aktien und Immobilien gegen Unendlich gehen wird. Die Formel arbeitet nicht über Nacht, sondern wirkt langfristig. Wenn die Anleger wirklich glauben, dass der Zins langfristig bei Null bleibt, dann werden die Aktien- und Immobilienpreise in den Himmel schießen, sprich stark überproportional wachsen im Vergleich zur Wirtschaftskraft und den Masseneinkommen.

Und genau das konnten wir in den letzten Jahren beobachten. Allmählich setzt sich bei den Anlegern offenbar immer mehr die Einschätzung durch, dass die Zinsen längerfristig sehr niedrig bleiben. Entsprechend steigen die Aktienkurse und Immobilienpreise, selbst bzw. gerade in Zeiten von Corona-Lockdowns. Denn gerade diese zwingen ja die Notenbanken dazu, die Zinsen weiterhin so niedrig zu halten.

Wo ist das Problem? Warum sollen Aktien und Immobilienpreise nicht einfach immer weiter und weiter überproportional steigen?

Bei Immobilien sieht man es sofort: Wir bekommen ein Mietproblem. Mieten werden immer teurer, die Einkommen halten nicht mit. Solange die Immobilienpreise immer weiter steigen, werden auch die Mieten immer weiter steigen. 

Wenn die Zinsen also sehr sehr lange bei Null bleiben, kommt eine Immobilien- und Aktienblase, das heißt eine immer stärkere Überbewertung. Und eines Tages kommt eine Bereinigung, möglicherweise ein Crash. Genau solche Entwicklungen gab es bereits mehrfach in der Wirtschaftsgeschichte, beispielsweise der japanische Immobiliencrash ab 1980, die spanische Immobilienblase 2007 oder die Bereinigung der "New Economy"-Blase ab März 2000.

Kurz: Langfristige Nullzins- und Anleiheaufkaufpolitik der Notenbanken führen zu einer Vermögensblase mit anschließender Bereinigungskrise. Auf Dauer können die Zinsen nicht bei Null bleiben, sonst laufen wir in Mietprobleme und einen Börsencrash.

Was gibt es für Möglichkeiten aus der Krise?

Angesichts des momentanen Schuldenstandes im Verhältnis zur Wirtschaftskraft ist eine spürbare Reduzierung der Geldmenge, die nur bei einer gleichzeitigen Zinserhöhung stattfinden kann, unmöglich. In einigen Ländern belaufen sich die Staatsschulden auf über 100 Prozent der Wirtschaftsleistung. Wenn hier die (Real)- Zinsen auf, sagen wir drei Prozent steigen, werden viele Länder, auch einige Industrieländer, zahlungsunfähig. Das gleiche gilt für viele Unternehmen und Privathaushalte. 

Da ein großer Teil der Staats- und ein beachtlicher Teil von Unternehmensanleihen durch die EZB gehalten werden, wird immer wieder diskutiert, ob das Streichen dieser Schuldpapiere aus den Büchern der EZB eine Lösung wäre. Das ändert aber nichts am Grundproblem. Um die Schuldpapiere anzukaufen, hat die EZB frisches Giralgeld geschöpft, das auf die Girokonten der Banken geflossen ist. Dieses frisch gedruckte Giralgeld ist da und bleibt da, auch wenn die Anleihen ausgebucht werden.

Wenn die Anleihen in den Büchern der EZB daher gestrichen werden, bleibt das Geld trotzdem in Umlauf. Also ist das keine Lösung. Wäre auch zu schön gewesen, um wahr zu sein: Dass ein Staat beliebig Schulden machen kann, die über die Notenbank finanziert werden und trotzdem alles gut geht.

Ein Schuldenschnitt wäre eine sinnvolle Lösung. Allerdings heißt Schuldenschnitt gleichzeitig Vermögensschnitt, sprich das würde die oberen ein Prozent und vor allem die obersten 0,1 Prozent der Erdbevölkerung am härtesten treffen. Weil deren Einfluss auf die Politiker, vorsichtig ausgedrückt, enorm groß ist, halte ich einen Schuldenschnitt, obwohl er die mit Abstand beste Lösung wäre, für extrem unwahrscheinlich. Mit den (Super)- Reichen will sich keine Regierung gerne anlegen.

Eine Inflation von zehn Prozent über zehn Jahre würde die Preise von 100 auf 260 steigen lassen, würde also heute bestehenden Schulden real deutlich vermindern, mehr als halbieren. Das wäre also eine Lösung. Allerdings ist es angesichts der derzeit bestehenden weltweiten Überkapazitäten, der hohen Arbeitslosigkeit und der geschwächten Massenkaufkraft in den Industrieländern für die Notenbanken sehr schwer, eine Inflation loszutreten. Das hat bereits in den letzten zehn Jahren ungehemmten Gelddruckens nicht funktioniert.

Wenn also Schuldenschnitt und Inflation nicht klappen, kommt vermutlich eine Pleitewelle, eine Finanzkrise, Bankenpleiten, Staatsinsolvenzen, Massenarbeitslosigkeit, Chaos und Unruhen. Unternehmens-, Staats- und Bankenpleiten sind auch ein Schuldenschnitt, aber ein ungeordneter, chaotischer, der einen Abwärtsstrudel auslösen dürfte mit schlimmen, teilweise unkalkulierbaren gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen.

Natürlich sind auch noch schlimmere Szenarien denkbar, zum Beispiel der Ausweg Krieg. Sowohl der erste wie der Zweite Weltkrieg waren, rein ökonomisch gesehen, Ventile für kaum haltbare ökonomische Zustände vor 1914 und vor 1939.

Fazit

Ich fürchte, es wird kein Zurück zu den Jahren vor 2020 geben. Die staatlich verordneten Zwangs-Lockdowns waren und sind ein so gravierender Einschnitt nicht nur in unsere Freiheitsrechte und unsere Demokratie, sondern auch in unser Wirtschaftsleben, dass eine Rückkehr in die vergleichsweise guten Jahre vor 2020 meiner Einschätzung nach ausgeschlossen ist. Wir stehen vor ganz erheblichen gesellschaftlichen Änderungen und vermutlich vor sehr starken ökonomischen und vor allem sozialen Spannungen. Ich fürchte, es stehen harte Zeiten bevor. Je früher, vernünftiger und ehrlicher wir die Probleme angehen, desto geringer wird das Leid der Menschen werden. Ich hoffe auf die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein der Handelnden, denn eines Tages müssen wir aus der heute weitverbreiteten Illusion erwachen.

https://de.rt.com/meinung/112529-geld-und-schuldenblase-es-wird/