"In Scham über ein moralisch verkommenes Deutschland"

Offener Brief

Offener Brief: "In Scham und Trauer über ein moralisch verkommenes Deutschland"

Russische Kriegsveteranen richteten angesichts der deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine einen Appell an die Bundesregierung und warfen ihr eine Unterstützung des Faschismus vor. Auch die deutsche Journalistin Regina Schwarz erklärte als Antwort auf den offenen Brief, sie schäme sich für die deutsche Regierung.
Offener Brief: "In Scham und Trauer über ein moralisch verkommenes Deutschland"Quelle: www.globallookpress.com © Volker Hohlfeld via www.imago-images.de

Anfang April richteten russische Kriegsveteranen angesichts der deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine einen zornigen Appell an die Bundesregierung und warfen dieser eine Unterstützung des Faschismus vor (RT DE berichtete). Doch auch andere Stimmen richteten ihre Kritik an die Regierung: So antwortete die deutsche Journalistin Regina Schwarz am 17. April auf den offenen Brief der Veteranen, dass sie sich für die deutsche Regierung schäme und sich wünsche, dass die Stimmen, die die deutsche Haltung in Bezug auf die Ukraine kritisieren, lauter werden. Anlässlich des Tages der Befreiung am 8. Mai veröffentlicht RT DE den Brief im Wortlaut:

"Sehr geehrte russische Veteranen! Sehr geehrte Überlebende des Großen Vaterländischen Krieges! Sehr geehrte Kinder und Nachkommen der Kämpfer gegen den Faschismus! Sehr geehrte russische Bürger!

Mit großer Erschütterung habe ich Ihren Brief an die deutsche Regierung und das deutsche Volk 'Über die Tragödie in der Ukraine' und Ihren Aufruf 'Haltet ein!' gelesen, der am 30.03.2022 in deutscher Übersetzung in der Zeitung Junge Welt veröffentlicht wurde.

Als deutsche Bürgerin fällt es mir schwer, die passenden Worte zu finden und eine Antwort auf Ihre große berechtigte Klage zu geben. Am Ende Ihres Lebens, dessen Jugend Sie dem Kampf gegen die deutschen Faschisten geopfert haben, müssen Sie nun noch einmal erleben, wie Deutschland sich auf die Seite von Faschisten stellt. Sie müssen erleben, wie Deutschland die Nachfolger der in der Nazizeit geschaffenen faschistischen Organisationen seit 2014 wieder offen unterstützt und diese Nazis im Krieg gegen Russland mit deutschen Waffen beliefert.

Für eine Antwort auf Ihren Brief gibt es eigentlich keine Worte. Man kann nur weinen und verzweifeln, angesichts der verdammenswerten Rolle, die das eigene Volk und die eigene Regierung zum wiederholten Male in der Weltgeschichte spielen. Warum müssen wir Deutschen in der Ukraine seit Jahren schon wieder menschenverachtende Nazis fördern? Warum müssen russische Bürger wieder mit deutschen Waffen ermordet werden?

Warum schauen wir deutschen Bürger wieder untätig zu, wie unsere politischen Führer Nazis fördern und Russen ermorden wollen, obwohl wir von unseren Eltern und Großeltern wissen, wohin Faschismus und Krieg führten?

Besonders erschüttert bin ich, weil sich der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, in den vergangenen 20 Jahren so sehr um ein gutes freundschaftliches Verhältnis zum Westen und ganz besonders zu Deutschland bemüht hat. In unzähligen Reden hat er die Ziele Russlands vermittelt, zu einer friedlichen Welt und einem gerechten Welthandel beizutragen. Genau wie Sie, verehrte Veteranen, wollte Wladimir Putin den Deutschen verzeihen, für alles was wir im Zweiten Weltkrieg in Russland zerstört und für alle Menschen, die wir ermordet haben. Doch diese friedliche Hand des russischen Präsidenten und des russischen Volks, welche Russland uns Deutschen seit Jahren hinreicht, trotz allem, was wir in Russland an Leid und Elend verursacht haben, diese friedliche Hand wurde und wird von uns nicht angenommen!

Im Gegenteil, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat Deutschland sich an der wirtschaftlichen Ausbeutung russischen Staatseigentums durch westliche Konzerne beteiligt und zur kurzfristigen Verarmung großer Teile der russischen Bürger beigetragen. Das Schicksal der russischen Bevölkerung hat das reiche Deutschland nicht interessiert.

Aber sein wirklich wahres Gesicht hat Deutschland beim Sturz der ukrainischen Regierung und auf dem Maidan in Kiew im Jahr 2014 gezeigt. Unverhohlen unterstützte es mörderische Bandera-Banden und Asow-Nazibrigaden und verharmloste sie als bürgerliche Aktivisten. Die deutsche Politik unterstützte den Aufbau des rechten Sektors und faschistischer Nachfolgeorganisationen in der Ukraine. Sie förderte Strukturen, die die russische Kultur, die russische Sprache und damit die russische Bevölkerung in der Ukraine zerstören wollen. Tatenlos sehen die Deutschen dabei zu, wie diese neuen Nazis im Osten der Ukraine seit Jahren russischstämmige Menschen ermorden. Diesen Völkermord hat der deutsche Bundeskanzler vor Kurzem sogar noch ungestraft verhöhnt. Wie können wir Deutschen so geschichtsvergessen sein und zu dieser Verhöhnung ermordeter Russen schweigen?

Aber was ist das Tragischste und das Überwältigendste in diesem Moment der Weltgeschichte?

Genauso wie es schon wieder die Deutschen sind, die die Nazis politisch und militärisch unterstützen – so sind es wieder die Russen, die die Nazis bekämpfen müssen. Es sind wieder die Söhne Russlands, die für die Ausrottung des Bösen mit Tapferkeit ihr Leben riskieren müssen. Es sind wieder die Russen, die wissen, dass hier viel mehr auf dem Spiel steht als der Frieden im Donbass oder der Frieden in Russland.

Und es sind wieder einmal die Russen, die gegen die menschenverachtenden Kräfte kämpfen müssen, denen Leben und Gesundheit der Mehrheit der Menschen gleichgültig sind. Die Russen kämpfen hier nicht nur gegen ukrainische Nazis, sondern gegen internationale Nazis, denen es genau wie den Deutschen im Zweiten Weltkrieg um die Macht und Kontrolle der ganzen Welt geht. Diese Nazis liefern sich in der Ukraine einen Stellvertreterkrieg mit den Russen, bei dem Frieden und Gerechtigkeit weltweit auf dem Spiel stehen.

Das deutsche Volk müsste aufgrund seiner Geschichte so wachsam sein und erkennen, was hier für die Menschheit auf dem Spiel steht. Stattdessen werden die russischen Opfer seit Jahren verhöhnt und der russische Präsident öffentlich als geisteskrank diffamiert.

Verehrte russische Veteranen, verehrte Nachkommen, verehrtes russisches Volk!

Ich möchte Ihnen sagen, ich schäme mich für diese Regierung und ich schäme mich für mein Volk! Ich schäme mich für die Unverschämtheit der deutschen Politiker und ich schäme mich für die Dummheit der Deutschen! Ich schäme mich dafür, wie blind und geschichtsvergessen russischstämmige Menschen in Deutschland diffamiert werden! Ich schäme  mich dafür, dass russischen Künstler in Deutschland gekündigt wird und dafür, wie primitiv der russische Präsident beleidigt wird! Ich schäme mich für den Ausschluss russischer Sportler und das Verbot der russischen Flagge bei internationalen Wettbewerben! Ganz besonders schäme ich mich für die Lügen der deutschen Journalisten über das Leben, die Kultur und die Werte in Russland! Und für Ihre Lügen und Ihr Verschweigen der wahren Lage in der Ukraine.

In tiefer Hochachtung und Demut möchte ich Ihnen, verehrte russische Veteranen, für Ihren Kampf gegen die Nazifaschisten im Zweiten Weltkrieg und für die unermesslichen Opfer, die Russland dabei gebracht hat, danken. Ich möchte Ihnen danken für Ihre Vergebung und die friedliche Hand, die Russen uns Deutschen in der Nachkriegszeit gereicht habt!

Meine Worte reichen nicht aus, um meiner Trauer darüber auszudrücken, dass es wieder nur die Russen sind, die gegen das niederträchtige Böse kämpfen.

In Ihrem Brief appellieren Sie als russische Veteranen an uns Deutsche "Haltet ein!"

Deshalb wünsche ich mir so sehr – als gäbe es noch die übersinnlichen Kräfte der guten Feen aus alten Märchen –, ich wünsche mir, dass die viel zu leise Stimme einer deutschen Minderheit, dass unsere Stimme in Deutschland immer lauter wird und immer mehr Gehör findet, wenn wir rufen:

"Nicht in unserem Namen!"

"Stoppt deutsche Waffenlieferungen in die Ukraine!"

"Stoppt die Hetze gegen Russland!"

"Frieden mit Russland!"

Köln, den 17.04.2022, Regina Schwarz aus Deutschland           

Mehr zum Thema Russische Kriegsveteranen: Deutsche Waffenlieferungen an Ukraine machen Sieg über Nazis zunichte

Die Geschichtslügen von  Kanzler Scholz macht die Sache nicht besser. Es gibt keine russische Alleinschuld an diesem Krieg, dem  ein Nazi-Putsch in der  Ukraine und die Machteroberung der pro-westlichen  Oligarchen vorausging, die die ehemalige sowjetische Ukraine in  eine USA Kolonie und zum Militärstationsplatz gegen  Russland hochrüsteten.

Olaf Scholz unterstützt klar Faschisten z B im Asowtal, die sich da verschanzt haben .

Der Absturz der  Linkspartei bei den Schleswig-Holstein-Scheinwahlen, wo der Sieger schon  vorher feststand, ist deshalb konsequent. Die Linkspartei ist mit dem Kurs der Anbiederung  an  die neoliberal-militaristische SPD als linke Alternative unglaubwürdig und überflüssig geworden.

Selbst die rechtspopulistische Afd kam unter 5 % , weil inzwischen selbst CDU, SPD, FDP und Grüne zu Ukraine-Nazi-Unterstützer Parteien geworden sind, die die faschistischen Asow Paramilitärs im Asowtal und im Donbass offen unterstützen und diese mit schweren Waffen versorgen bzw. sich dafür in ihren Russenhass, der  an den Russen- und Judenhass Hitlers erinnert,  einsetzen. 

Die deutsche Politik wird auch am Tag der Befreiung vom Faschismus  immer russophober und  ekliger. Man beteiligt sich nach dem deutschen Massaker an  27 Millionen Russen  bis 1945  wieder an der  Tötung  oder  gar Ermordung von Russen.  

Und über 80 % der Menschen wählen solche Parteien, die sich  als mittig darstellen - in  Wahrheit aber Nazi-Kumpanen-Pareteien sind.  

Gregor Gysi wird wieder zum Putin- und Russland-Versteher

Gegen Waffenlieferungen an die ukrainischen Faschisten

Der Linken-Außenpolitiker Gregor Gysi hat sich zum Abschluss einer mehrtägigen Ukraine-Reise gegen deutsche Waffenlieferungen an das osteuropäische Land ausgesprochen. Der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte Gysi:

"Wir haben 27 Millionen Tote im Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion, überwiegend Russinnen und Russen, verursacht."

Deutschland dürfe nicht eine frühere Sowjetrepublik gegen die andere aufrüsten. Die Ukraine habe dabei natürlich das Recht, sich zu verteidigen und Waffen zu importieren, sagte der 74-Jährige.

Aber nicht durch Deutsche , die Millionen Russen und Juden ermordet hätten. 

Vor 8 Jahren sprach Gysi dem Putsch-Regime in der Ukraine aber  noch jede Legitimation ab. Als illegales Putsch-Regime hat es auch nicht das Recht  sich zu verteidigen. Da ist Gysi in seiner eigenen Weltsicht nicht  mehr ganz konsequent.   

Ferner erklärte Gysi, es sei nicht Deutschlands Aufgabe zu entscheiden, wie ein Ende des Krieges zu erreichen sei. Sollte die ukrainische Regierung einen Kompromiss mit dem Kreml eingehen wollen, könne die Bundesregierung das nicht verbieten.

Schon  2014 hatte sich Gregor Gysi gegen den Putsch auf dem Maidan gestellt, der Hardcore-Faschisten an die Macht gebracht habe.

Wir haben einen US Imperialismus also der klassische Privatkapitalismus ist das System der USA und der EU.

Acht der zehn  der reichsten Oligarchen der Welt sind US Bürger. 

Russland ist nur Regionalmacht und dämmt den Imperialismus nur ein - so wie seinerzeit Indien mit Gandhi den britischen Imperialismus als das Weltreich / Empire nur bremste.

Ich denke viele Linke haben die kapitalistische Weltordnung immer noch nicht verstanden.

Bei Gysi bin ich mir nicht ganz sicher.

Es geht den USA als neuzeitliche Weltreich um die Kolonialisierung Russlands wegen der Mega Ressourcen und der Landmassen.

- aber das eigentliche Ziel der Ukrainepolitik ist nicht Russland und Putin schon gar nicht sondern ROTCHINA.

Es ist nur ein Vorspiel für den Krieg der USA gegen China Es ist ein Krieg gegen den Weltkommunismus. Und die USA wollen die ACHSE MOSKAU PEKING austesten!

Dabei nehmen sie mit Embargo und Energieboykott sogar in Kauf, dass Russland und China sich immer mehr annähern und Russland in Richtung China-Kommunismus getrieben wird!!

Russland war ja auch mal kommunistisch. Insofern macht eine neue Annäherung Russlands an das chinesische kommunistische System wohl  auch Sinn - wenn die Europäer und USA offensichtlich eine MAUER in Europa wollen!

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    Jürgen Meyer
    dabei nehmen sie mit Embargo und Energieboykott sogar in Kauf, dass Russland und China sich immer mehr annähern und Russland in Richtung China-Kommunismus getrieben wird!! Russland war ja auch mal kommunistisch Insofern macht eine neue annäherung Rus... 
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Sowjetflagge ( Rote Fahne) durch Linkspolitiker in Berlin temporär verboten

Hitler würde jubeln und er könnte sich als rehabilitiert betrachten . Eine JW Info 

Globale Wende: Ian Burumas Porträt des Jahres 1945 - WELT

8. Mai - Tag der Befreiung der Menschheit vom Hitlerfaschismus - Für linke deutsche Politiker offensichtlich  kein Feiertag mehr. Hitler würde sich unendlich dankbar zeigen - würde er es vernehmen

Im Zuge des Krieges in der Ukraine wird in diesen Tagen und Wochen vieles sag- und machbar, was einst allenfalls rechte Milieus umtrieb. Der »rot-grün-rote« Berliner Senat macht nun einen Traum alter und neuer Nazis und Westberliner Frontstadt-Konservativer wahr: In der Hauptstadt hat die Polizei für den Zeitraum vom 8. Mai 6 Uhr früh bis zum 9. Mai 22 Uhr – also für den Tag der Befreiung bzw. für den in Russland und anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion am 9. Mai begangenen Tag des Sieges – das öffentliche Zeigen der sowjetischen Flagge in 15 einzeln ausgewiesenen Arealen verboten. In der am Freitag im Amtsblatt veröffentlichten, auf den 4. Mai datierten Allgemeinverfügung werden der »Gemeingebrauch« der Flächen und die Versammlungsfreiheit auf diesen Flächen eingeschränkt. Nicht gestattet sind demnach das Tragen von militärischen Uniformen oder Teilen von Uniformen, das Tragen von militärischen Abzeichen sowie »das Zeigen von Symbolik und Kennzeichen, die geeignet sind, den Russland-Ukraine-Krieg zu verherrlichen«.

Dazu wird in der Verfügung neben dem »hervorgehobenen Zeigen der Buchstaben ›V‹ oder ›Z‹« oder »St.-Georgs-Bändern« ausdrücklich auch »das Zeigen der Flagge der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken« gezählt. Ebenso verboten wird mit der Verfügung das »Verwenden von russischen und sowjetischen Militärflaggen« sowie das »Zeigen von Fahnen und Flaggen mit russischem oder ukrainischem Bezug«. Letztere sowie die St.-Georgs-Bänder werden von dem Verbot ausgenommen, soweit diese Bestandteil »von Kranzschleifen, Blumengebinden oder vergleichbarer Gegenstände sind, die anlässlich der Gedenktage an den Ehrenmalen niedergelegt werden sollen«. Diese Erlaubnis gilt also für Flaggen mit Bezug zur UdSSR ausdrücklich nicht. Ausgenommen von allen genannten »Untersagungen« werden in der Verfügung Angehörige diplomatischer Missionen. Veteranen des Zweiten Weltkrieges wird zudem gestattet, Uniformen, Uniformteile oder St.-Georgs-Bänder zu tragen – nicht aber Flaggen der Sowjetunion.

Räumlich erstrecken sich die Verbote auf Areale in den Bezirken Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Reinickendorf, Pankow und Spandau. Betroffen ist unter anderem das sowjetische Ehrenmal im Treptower Park, wo am 8. und 9. Mai traditionell Kundgebungen und Kranzniederlegungen stattfinden. Ebenfalls in das Verbot einbezogen wurden die Ehrenmale im Tiergarten und in der Schönholzer Heide, das als Haus der Befreiung bekannte Gebäude an der Landsberger Allee, das am 21. April 1945 als erstes Haus auf Berliner Boden von Soldaten der Roten Armee erreicht wurde, sowie die Gedenktafel für den ersten Stadtkommandanten Nikolai Bersarin in der Petersburger Straße. In der bemerkenswert akribischen Aufstellung finden sich auch kleinere Gedenkorte wie das Mahnmal für die Naziopfer am Rathauspark im Ortsteil Wittenau oder die Mosaiksäule »Deutsch-sowjetische Freundschaft« an der Walter-Felsenstein-Straße. Auch am Ort der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, dem ehemaligen Offizierskasino der Festungspionierschule in Karlshorst (heute Deutsch-Russisches Museum), darf am 8. und 9. Mai die rote Fahne mit Hammer und Sichel nicht gezeigt werden.

Ein Sprecher der Berliner Polizei sagte am Freitag auf Nachfrage gegenüber jW, am 8. und 9. Mai solle »das Erinnern im Vordergrund stehen«. In der Allgemeinverfügung werde das untersagt, was aus Sicht der Behörden »zu Provokationen und Konflikten« führen könne. Die Frage, wer die Flagge der UdSSR bei Kundgebungen und Kranzniederlegungen zum Tag der Befreiung vom Faschismus als »Provokation« auffassen könne bzw. inwiefern mit dieser Flagge eine Verherrlichung des russischen Angriffs auf die Ukraine verbunden sei, konnte der Sprecher zunächst nicht beantworten. In einer Rückmeldung hieß es, der russische Präsident habe möglicherweise die Absicht, das Staatsgebiet der ehemaligen UdSSR »oder Teile davon« zu erobern; aus diesem Grund könne die Fahne der UdSSR als »Verherrlichung« des Krieges in der Ukraine interpretiert werden.

Immerhin hat die Pressestelle der Berliner Polizei diese bemerkenswerte Deutung schneller zur Hand als die der Senatsinnenverwaltung. Dort hatte jW bereits vor Wochen – als in der Taz eine Grünen-Politikerin über »Ausschreitungen« im Umfeld der Kundgebung am 9. Mai im Treptower Park spekuliert hatte – angefragt, welche Anhaltspunkte die Landesregierung dafür habe. Außer der auf erneute Nachfrage hin erfolgten Versicherung, die Anfrage »nicht vergessen« zu haben und an einer Antwort zu arbeiten, lag bis zum Freitag keine Rückmeldung vor. Auch die Pressestelle des Landesverbandes der Partei Die Linke reagierte bis jW-Redaktionsschluss nicht auf die Frage, wie die Partei zu dem Verbot der sowjetischen Flagge bzw. zu dessen Begründung steht. Carsten Schatz, Kofraktionschef der Partei im Abgeordnetenhaus, nannte das Verbot am Freitag nachmittag bei Twitter eine »sinnvolle Entscheidung«.

Ob das Verbot bestand hat, ist derweil offen – nach jW-Informationen wurde es noch am Freitag angefochten.

 

Sinn Fein (IRA) bei Wahlen vorne - Iren PRO Separatismus wie Donezk

Kampfansage an London und GB

Historischer Sieg: Sinn Féin liegt bei Wahl in Nordirland vorn

Das Ergebnis der Wahlen in Nordirland gilt schon jetzt als historisch: Die irisch-republikanische Sinn Féin hat die unionistische DUP deutlich überholt und dürfte künftig zum ersten Mal den Regierungschef stellen. Eine Vereinigung mit Irland steht wieder auf der Tagesordnung.
Historischer Sieg: Sinn Féin liegt bei Wahl in Nordirland vorn
Quelle: www.globallookpress.com © Larissa Schwedes / dpa

Nach Angaben der BBC erhielt die irisch-republikanische Partei Sinn Féin nach der ersten Auszählungsrunde den höchsten Stimmanteil. Demnach liegt die Partei mit 29 Prozent der Stimmen weit vor der zweitstärksten Partei, der protestantisch-unionistischen Democratic Unionist Party (DUP), auf die 21,3 Prozent entfielen.

Damit kann die für die Vereinigung des derzeit britischen Nordirlands mit der Republik Irland eintretende Partei die Mehrheit der Sitze in der Northern Ireland Assembly erringen und erhält damit das Recht, den künftigen Regierungschef (First Minister) der mit Autonomierechten ausgestatteten Region zu benennen. Bislang hatten stets Politiker dieses Amt inne, die sich für die Beibehaltung der Union mit Großbritannien einsetzten.

Der erwartete Sinn-Féin-Triumph wäre ein symbolischer Wendepunkt in der Geschichte des vor gut 100 Jahren gegründeten britischen Landesteils. Sinn Féin galt einst als politischer Arm der IRA (Irish Republican Army), die mit Waffengewalt für eine Vereinigung der beiden Teile Irlands kämpfte.

Das Thema irische Einheit spielte im Wahlkampf aber noch keine absolut dominierende Rolle. Aber jeder Ire weiß, dass es ein Votum gegen London und britischen Imperialismus ist.

Sinn Féin konzentrierte sich stattdessen auf soziale Themen wie die steigenden Lebenshaltungskosten und Gesundheit. Sinn-Féin-Spitzenkandidatin Michelle O'Neill kündigte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa am Freitag an, sie wolle sich auch als künftige Regierungschefin vorwiegend diesen Themen widmen. Gleichzeitig rief sie zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte über die Einheit Irlands auf.

Damit die Vizepräsidentin der in beiden Teilen Irlands antretenden Partei das Amt der Regierungschefin übernehmen kann, ist jedoch die Zustimmung der größten protestantisch-unionistischen DUP erforderlich. Beide müssen eine Einheitsregierung bilden, so ist es im als Karfreitagsabkommen bekannten Friedensschluss der ehemaligen Bürgerkriegsregion von 1998 vorgesehen.

Die DUP machte jedoch deutlich, dass sie dazu nur bereit ist, wenn die Regierung in London die Abmachungen mit der EU über den Brexit-Sonderstatus der Provinz bricht. "Das Brexit-Abkommen und das Karfreitagsabkommen sind nicht miteinander vereinbar", sagte der einflussreiche nordirische DUP-Abgeordnete Edwin Poots der BBC am Samstag.

Die Regierung von Premierminister Boris Johnson müsse sich entscheiden, ob sie die Vereinbarung mit der EU über den Friedensprozess in der Region stelle, so Poots weiter.

 

Die DUP musste sich auf empfindliche Verluste bei der Wahl einstellen.

Einerseits dürfte sie Stimmen an die noch radikaler gegen das Nordirland-Protokoll eingestellte Traditional Unionist Voice (TUV) verlieren, andererseits machen wohl auch etliche frühere DUP-Wähler dieses Mal ihr Kreuz bei der Alliance Party. Die überkonfessionelle Partei will den Streit zwischen Befürwortern und Gegnern einer irischen Vereinigung hinter sich lassen und dürfte bei der Wahl stark abgeschnitten haben. Nach der ersten Auszählungsrunde lag die Alliance Party bei 13,5 Prozent, deutlich über dem Ergebnis der vorherigen Parlamentswahl.

Die 90 Abgeordneten des nordirischen Parlaments werden in 18 Fünfer-Wahlkreisen gewählt.

Mehr zum Thema - Nordirland: Politische Krise als Folge des Brexits – Regierungschefin Foster tritt zurück

Schwab. Das neue Buch wird zerrissen

Geisteskrank!“: Schwabs neues Buch „Das große Narrativ“ wird in der Luft zerrissen

Bild: Foundations World Economic Forum, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons

Auf Englisch erschien es schon am 28. Dezember letzten Jahres, auf Deutsch ist es seit 21. Februar erhältlich: Der zweite Teil von Klaus Schwabs „The Great Reset“ heißt „Das große Narrativ“ und trägt den zweifelhaften Untertitel „Für eine bessere Zukunft“. Bei den Lesern kommt das neueste Werk des Gründers des World Economic Forum alles andere als gut an.

Das große Narrativ est [sic!] ist ein Leitfaden für alle, die besser verstehen wollen, wie sich die Welt seit Beginn der Pandemie entwickelt hat und welche Lösungen sie resilienter, gerechter und nachhaltiger machen können.

Quelle

So wird das 293 Seiten starke Buch von Klaus Schwab und Thierry Malleret bei Amazon beschrieben. Die Nutzer finden dafür jedoch gänzlich andere Worte. Sowohl bei der deutschen als auch der englischen Version überwiegen die 1-Stern-Bewertungen. So konstatieren deutsche Leser:

 

Geisteskrank! Glaubt er, dass er „Gott“ ist? Orwell lässt grüßen: Er sagt Schutz, Frieden und Freiheit. Er meint Kontrolle, Sklaverei und Bevormundung.

Hart krank! Ein einzelner Mann der eine Art Kult der Eliten um sich geschart hat, versucht die komplette Menschheit nach seinem Idealbild zu transformieren! Die Menschheit sollte alles daran setzen, dass dieser Alptraum nicht Realität wird!

Ein gefährliches Pamphlet, das dem totalitären Sozialismus mit vorgeschobenen globalen Problemen wie z.B. dem Klimawandel Vorschub leistet. Pfui! ( Dabei ist die Vision von Schwab alles andere als sozialistisch, Anmerkung der Redaktion..)   

Die Bewertungen zur englischen Version sind kaum versöhnlicher. So schreiben Leser aus dem Vereinigten Königreich (hier ins Deutsche übersetzt):

Wenn Sie die letzten zwei Jahre des Psychoterrorismus, des Biofaschismus, der Zerstörung von Gemeinschaften und der fabrizierten Gesundheitskrise genossen haben, dann haben Sie Glück – Onkel Klaus und seine psychopathischen Freunde haben noch viel mehr auf Lager. Sie geben sich nicht damit zufrieden, Massensterben durch Abriegelung und experimentelle Genbehandlungen zu verursachen, sondern planen, unsere Gesellschaften und Freiheiten weiter zu zerstören, damit sie mit ihren Stiefeln an unserer Kehle „besser wieder aufbauen“ können. Es scheint, dass wir nichts besitzen werden (wer wird dann alles besitzen, Klaus?) und unser Finanzsystem wird umgestaltet zu etwas, das im Wesentlichen ein High-Tech-Überwachungs- und Kontrollnetz ist, beaufsichtigt von einer Gruppe von Männern, die wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Gefängnis sitzen sollten. Lies dies und lass es dich bis auf die Knochen erschaudern – und fang dann an, für dein Leben und deine Freiheit zu kämpfen.

Stellen Sie sich einen Mann vor, der 6,5 Milliarden Menschen als „nutzlose Esser“ bezeichnet, und Sie haben Klaus Schwab. Sein Geld hat fast jeden Politiker auf der Erde gekauft, um zu versuchen, die Menschheit in seinen „großen Reset“ zu treiben, der „großartig“ für ihn ist, aber nicht so großartig für Sie. Tatsächlich träumt er davon, die „nutzlosen Esser“ vollständig auszurotten. Fühlt sich innerlich ganz warm und kuschlig an, nicht wahr?
Sie könnten erwarten, dass dies zumindest von einem Modell genetischer Exzellenz kommt, aber Klaus ist schwabbelig, unattraktiv und nicht sehr intelligent – sein einziges Unterscheidungsmerkmal war, reich geboren zu sein.
Lesen Sie dies, um einen Einblick zu bekommen, wie viel ihm sein persönliches Privileg gegeben hat, so dass es ihn glauben lässt, dass er bereits Ihr oberster Oberherr geworden ist. Lesen Sie es nicht für etwas Wertvolles, er hat keine Ahnung, wie das aussieht.

Eine auf Englisch verfasste Rezension aus Deutschland zieht bedenkliche Parallelen (hier ins Deutsche übersetzt):

 

Konnte es kaum erwarten. Endlich ist er da: Teil II vom „Mein Kampf“ unserer Zeit. Lest es. Damit keiner später sagen kann: Ich wusste von nichts. Mir wurde nichts gesagt. – Doch. Wurde es. – Hier ist es. Ganz offensichtlich. Der Plan für uns alle. Ob er uns gefällt oder nicht. Aber wer hat diese Menschen gewählt, um über unsere Zukunft zu entscheiden?

Inhaltlich findet sich in der vorgeblichen Anleitung für eine „bessere“ Welt erwartungsgemäß wenig Neues oder Brauchbares. Eine Nutzerin aus den USA fasst zusammen:

Es gab viele Mitwirkende an diesem Buch, aber die meisten kamen aus den USA oder Großbritannien; Menschen, die höchstwahrscheinlich nicht zu viele Mahlzeiten in ihrem Leben ausgelassen haben. Ein Hauptanliegen des Weltwirtschaftsforums ist der Klimawandel. Ideen zur Reduzierung der steigenden globalen Temperaturen wurden wie folgt angeboten: Die Arktis „wieder einfrieren“, einen Teil des Wassers unter den Gletschern ableiten, den Himmel besprühen, um zu verhindern, dass gefährliche Strahlen in die Atmosphäre gelangen, und schließlich dem Boden etwas hinzufügen, dass er das CO2 schneller aufnehmen kann. Klingt das für Sie vernünftig? Sie zielen darauf ab, den Reichtum zu verteilen, damit die Unterprivilegierten davon profitieren und die Reichen nicht so reich werden. Sie vermeiden Begriffe wie Sozialismus, Kommunismus und Faschismus. Biologie wird verwendet, um Fleisch für den menschlichen Verzehr herzustellen. Es ist bereits in Arbeit. Nichteinhaltung wird nicht zugelassen – dafür arbeitet Herr Halevi (in Israel) an der „Hackbarkeit“ des menschlichen Gehirns. Sie streben ein Eine-Welt-Geldsystem an. Wie im 1. Band taucht der Begriff Stakeholder im Gegensatz zu Shareholdern auf. Wer sich an die Ziele des Forums hält, erhält Geld; diejenigen, die an den alten Weg glauben (Geschäfte, die auf Verbrauchernachfrage und Rentabilität basieren), werden verlieren. Das Wort Inklusivität taucht auf, da Menschen, mit denen aufgrund religiöser Überzeugungen (oder anderer gegensätzlicher Ansichten) schwieriger auszukommen ist, ein niedrigeres Economic Social Governance Rating (ESG) haben. Ein Unternehmen muss Menschen zwangsweise einstellen, die es lieber nicht einstellen möchte, um Kreditgelder von den Vorgesetzten zu bekommen.

Eine schöne neue Welt, die Klaus Schwab da für uns plant, nicht wahr?