Anti-Polizei-Befreiungs-Revolte von "Ende Gelände" in Garzweiler - Wer  anderen eine Grube gräbt...

Aktivisten ist es zu Hunderten gelungen , das Braunkohle-Abbaugebiet Garzweiler in NRW zu stürmen udn zu besetzen. 

Die Poizei reagiert mit Festnahmen und gewaltsamer Entfernung der  friedlichen Demonstranten aus der Grube, die der RWE Konzern und die ihm dienende politische Klasse selber gegraben hatte.

Versuchte Gefangenenbefreiungen

Im Tagebau Jackerath kam es unterdessen am Samstagabend zu versuchten Gefangenenbefreiungen gekommen.

Die Polizei Aachen appellierte via Twitter an die Demonstranten, sich "besonnen und kooperativ" zu verhalten und "Befreiungsversuche und Angriffe auf Beamte" zu unterlassen. Die Polizei Aachen teilte auf dpa-Anfrage mit, dass es mehrere Ingewahrsamnahmen gegeben habe. Genaue Zahlen, um wieviele Personen es sich handele, konnte die Polizei zunächst nicht machen.

Die von der Polizei in Gewahrsam genommen Demonstranten werden laut Polizei bei derartigen Demonstrationen in einer "bestimmten Örtlichkeit" festgehalten. Bei der Feststellung der Personalien sei es den Angaben zufolge zu den versuchten Gefangenenbefreiungen gekommen. Dies sei eine Straftat, das Eindringen in den Tagebau Hausfriedensbruch, dazu komme Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte..

Am Rand des Tagebaugebiets Garzweiler setzten Unbekannte den Schaltschrank einer Pumpstation des Betreibers RWE in Brand. Die Polizei gehe von vorsätzlicher Brandstiftung aus, sagte eine Sprecherin. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Feuer im Zusammenhang mit der Klimademonstration gelegt worden sei, hieß es. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr löschte den Schaltkasten.

Bereits am Freitagabend hatte den Angaben zufolge eine Pumpstation im nur wenige Kilometer entfernten Lützerath gebrannt. Auch hier vermutet die Polizei eine Brandlegung.

Zuvor hatten am Tagebau Garzweiler am Samstag weitere Proteste gegen die Kohle und für mehr Klimaschutz mit Tausenden Teilnehmern begonnen. Einem Protestmarsch der Bewegung "Fridays For Future" schlossen sich nicht nur Schüler, sondern auch Familien und ältere Menschen an. Sie machten sich am Tagebau entlang auf den Weg in das Dorf Keyenberg - eines der letzten Dörfer im Rheinischen Revier, das für einen Tagebau abgebaggert werden soll. "Alle sind gegen Kohle, außer Peter, der gräbt noch einen Meter" hieß es auf dem Plakat eines Teilnehmers, das Wirtschaftsminister Peter Altmaier CDU  zeigte.

Eine Gruppe mit rund 1600 Aktivisten von "Ende Gelände" hat sich von Keyenberg aus auf den Weg Richtung Jackerath gemacht. Flankiert wurde der Zug, der in Sichtweite des Tagebaus Garzweiler auf einer Straße lief, von einem starken Polizeiaufgebot. Polizeireiter waren vor Ort, ein Hubschrauber kreiste ständig. Die angemeldete Demonstration solle zum Sportplatz Jackerath führen, sagte eine Polizeisprecherin. Dann müsse man sehen, was die Demonstranten dort wollten. Jackerath liegt im Süden des Tagebaus Garzweiler.Zehntausende hatten am Vortag in Aachen beim Internationalen Streiktag der Schüler-Protest-Bewegung mehr Klimaschutz gefordert. Ein Teil von ihnen hatte in Aachen übernachtet, um dann auch am Tagebau dabei zu sein.

An einem Protestmarsch auf dem Weg in das Dorf Keyenberg - eines der letzten Dörfer im Rheinischen Revier, die für einen Tagebau abgebaggert werden sollen - haben zudem rund 8000 Aktivisten teilgenommen, so die Organisatoren.

 

NSU 2.0? Lübcke Attentäter Stephan Ernst arbeitete NSU Todesliste ab  

Nachdem der Verfassungsschutz anfangs mitteilte, dass es keien VS Akte des Nazi Attentäters Stephan Ernst aus Kassel gäbe, wird  danach doch eine Akte  eingeräumt.

Ähnlich wie bei Stasiakten ist zunächst ungeklärt, ob  er als Nazi unter Beobachtung oedr als VS Spitzel mit Nazi Hintergrund und somit quasi als Doppelagent geführt wurde.

Auch die Begründung des Geheimdiernstes erweist sich als Lüge

Der Nazi war nicht  in den letzten Jahren inaktiv oder Schläger sondern mindestens an zwei Treffen der Nazi Truppe " Combat 18  Kampftruppe Adolf Hitler "  in den letzten Jahren beteiligt und da auf Fotos auch klar zu erkennen. 

Verfassungsschutzchef Haldenwang hatte behauptet, dass Stephan E. seit zehn Jahren "unauffällig" gewesen sei.

Nach Angaben der Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer, Barbara John, könnte E. zum Umfeld des rechtsextremistischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) gehört haben, in dessen umfeld sich  etliche Staatsschutzspitzel des Merkel Regimes befunden haben - so etwa Andreas Temme, der  bei dem Mord im Internetcafe in Kassel direkt im Ladenlokal anwesend war.   

Anfang der Woche hatte der deutsche Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang noch erklärt, der Mordverdächtige sei seit zehn Jahren "unauffällig" gewesen. Nach den Erkenntnissen von "Monitor" nahm E. jedoch am 23. März an einer "konspirativen" rechten Veranstaltung im sächsischen Mücka teil. Dort sei er zusammen mit Mitgliedern der neonazistischen Organisationen Combat 18 und Vereinigung Brigade 8 fotografiert worden.

Anfang der Woche hatte der deutsche Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang noch erklärt, der Mordverdächtige sei seit zehn Jahren "unauffällig" gewesen. Nach den Erkenntnissen von "Monitor" nahm E. jedoch am 23. März an einer "konspirativen" rechten Veranstaltung im sächsischen Mücka teil. Dort sei er zusammen mit Mitgliedern der neonazistischen Organisationen Combat 18 und Vereinigung Brigade 8 fotografiert worden.

Monitor" wertete die Bilder nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit einem Gutachter aus, der diese als authentisch eingestuft habe. Combat 18 wurde als bewaffneter Arm des Neonazi-Netzwerks Blood and Honour gebildet, das wiederum als zentrale Unterstützergruppe des NSU gilt.

Die Ombudsfrau für die NSU-Opfer John fordert eine Untersuchung möglicher Verbindungen zwischen dem Mordfall Lübcke und der Terrorvereinigung. "Ich schließe nicht aus, dass der jetzt Festgenommene damals zu den NSU-Kreisen gehört hat, die im Hintergrund beteiligt waren", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland mit Blick auf die Ermordung von Halit Yozgat durch den NSU in Kassel im Jahr 2006.

E. könnte Lübckes Rede gehört haben

Wie der "Spiegel" berichtete, halten es die ermittelnden Beamten zudem für möglich, dass E. 2015 die Bürgerversammlung besucht hat, auf der sich Lübcke den Unmut rechtsgerichteter Zuhörer und Internetposter zugezogen hatte.

Bei der Bürgerversammlung am 14. Oktober 2015 in Lohfelden hatte der Regierungspräsident den geplanten Bau einer Flüchtlingsunterkunft verteidigt.

E. war dem Verfassungsschutz seit den 1980er-Jahren als Rechtsextremist bekannt. Dabei beging er laut Haldenwang auch politisch motivierte Straftaten und war seitdem "auf dem Radar des Verfassungsschutzes".

Sein letzter Eintrag beim Verfassungsschutz stamme allerdings aus dem Jahr 2009, danach sei es ruhiger um ihn geworden. Diese Aussage erwies sich mittlerweile als falsch. Eine real existierende  Akte wird als geheim eingestuft. 

Auch auf eine "Todesliste" der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) stand Lübckes Name, berichtet der "Tagesspiegel". Diese Liste soll tausende politische Gegnerder Faschisten beinhatet haben. 

Kritik an Ermittlern

Der FDP-Innenexperte Benjamin Strasser kritisierte die Ermittlungsbehörden. "Offenbar hat der bereits als 'Schläfer' bezeichnete Stephan E. weniger geschlafen, als die Behörden gedacht haben. Es stellt sich die Frage, wer hier wirklich gepennt hat."

Der Verfassungsschutz befragt bundesweit sämtliche V-Leute zu Ernst. Allen V-Leuten werde ein Foto des Verdächtigen gezeigt.

Am kommenden Mittwoch befasst sich der Innenausschuss des Bundestags bei einer Sondersitzung mit dem Mordfall.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) stellt sich nach Angaben der Ausschussvorsitzenden Andrea Lindholz (CSU) den Fragen der Abgeordneten. Auch Generalbundesanwalt Peter Frank, Verfassungsschutzpräsident Haldenwang und der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, werden erwartet.

Angesichts sich häufender Drohungen gegen Politiker forderte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) in der "Frankfurter Allgemeinen" eine Debatte über die Folgen von verrohter Sprache. "Es beginnt mit Worten, und auf Worte folgen Taten", sagte der Leipziger Oberbürgermeister. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin rief Politik, Sicherheitsbehörden und die Gesellschaft auf, sich "schützend" vor diejenigen zu stellen, die Ziel von Anfeindungen seien.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) rief zum Kampf gegen Hetze auf. "Menschen, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen einsetzen und deshalb mit Drohungen zum Teil übelster Art überzogen werden, brauchen den Rückhalt der gesamten Gesellschaft", sagte Günther den "Kieler Nachrichten". FDP-Chef Christian Lindner kritisierte im "Focus" den "maßlosen" Umgang mit Spitzenpolitikern.

Dier CDU hat einen linken und auch einen kommunistischen Hintergrund in DDR Zeiten. Insdbesobdere diese CDU ler im Osten mit bolschewistischer Vergangenheit sind die Zielscheibe vieler  gewaltbereiter Neonazis der Neuzeit.   

Lübcke war Anfang Juni erschossen worden. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen und stufte die Tat als "politisches Attentat" ein. (red, APA, AFP, 21.6.2019)


 

 

Grünen Chef Robert Habeck forderte (versehentlich) kommunistische "Diktatur" nach China-Vorbild

Habeck diskutierte mit dem Philosophen Richard David Precht die Frage "Frisst der Kapitalismus die Demokratie?" Können Kapitalismus und Demokratie koexistieren? Immer weniger Menschen würden daran glauben, sagte Precht im Intro zur Sendung:

"Reagieren doch autoritäre Staaten wie China angeblich so viel effektiver auf die Herausforderungen der Zukunft."

Jedenfalls betont Habeck, dass es auch in China Diskussionen über die Klimapolitik  gebe und ein schwarz-weiss Denken unangebracht sei. 

Precht und Habeck setzten sich deshalb mit der Frage auseinander, wie schnell die Politik auf die rasanten Veränderungen gerade in der digitalen Welt reagieren kann. Habeck sagte: "Die Politik, meine Welt, arbeitet im Grunde analog. Sie braucht zwei Jahre, um ein Gesetz zu machen, dann muss es Anhörungen geben, Bürgerbeteiligung. Das wollen wir ja auch. Aber dadurch entsteht eine Wirklichkeit, dass die Politik nicht immer auf Ballhöhe mehr der Herausforderungen ist."

Dann folgte in der Sendung eine einminütiger Monolog Habecks, in der er die politischen Entscheidungsprozesse in Deutschland und China gegenüberstellt.

Was hat Habeck wirklich gesagt?

Zur Frage, ob ein Verzicht auf demokratische Prozesse und Mitbestimmungsrechte eine Option sein kann, sagte der Grünen-Vorsitzende:

"Ich glaube, man kommt da nur normativ weiter. Man muss das zugeben, dass das so ist, und dann muss man sich entscheiden, will man daran festhalten, dass ein demokratisches System, das im Grunde dem Kern von Selbstbestimmung und Beteiligung von Menschen verpflichtet ist, noch eine Chance hat. 

Dann muss man jetzt aber in großer Geschwindigkeit radikale Schritte in der Politik einführen. Oder gibt man es auf und dann wird man zu zentralen, zentralistischen Systemen hingehen, die natürlich schneller sind. Das ist das Brückenbau-Beispiel von ihnen, China: Da gibt es eben keine Opposition und keine Mitbestimmung und wenn die Fehler machen, dann werden die trotzdem nicht abgewählt. Vielleicht gibt es mal eine Revolte in China, aber erst einmal ist das System effizienter.

Wollen wir das, oder wollen wir das nicht? Und ich glaube, die Entscheidung kann man nicht ökonomisch treffen, die kannst du nur Werte-geleitet treffen, und ich würde sagen, ja das wollen wir. Dann müssen wir aber den Wettlauf mit der technischen Entwicklung aufnehmen und auch mit der Macht der Konzerne.

Ab Minute 9:50 gibt es die Aussage hier im Original.

Entweder er hat sich missverständlich ausgedrückt oder es wirklich so gemeint 

Sein letzter Kommentar ( Dann müssen wir aber den Wettlauf mit der technischen Entwicklung aufnehmen und auch mit der Macht der Konzerne) .lässt auch darauf schliessen, dass er zumindest unbewusst Konzernherrschaft und Demokratie für inkompatibel hält und wie viele Politikwissenschaftler und Soziologen davon ausgeht, dass wir in garkeiner echten Demokratie  leben.

Das ausgerechnet die rassistische und kapitalistisch-diktatorisch tickende AfD diesen Vorgang thematisiert, ist  allerdings ein Treppenwitz der Geschichte.  

 

 

 

 

IZ History: USA verstrahlen Umwelt mit Unranmunitions-Todesstaub

„Todesstaub – Made in USA: Uranmunition verseucht die Welt.“ So heißt das neue Buch von Frieder Wagner. Eindrücklich berichtet der Autor darin, wie die USA ganze Landstriche mit Uranmunition verseucht haben, und über die Vertuschungsstrategie der Militärs, der Industrie und von Regierungen, aber auch jener der Medien und der Politik.

Herr Wagner, Ihr Buch „Todesstaub – Made in USA“ handelt vom Einsatz von Uranmunition. Was ist das Perfide an dieser Waffe?

Uranmunition entsteht aus einem Abfall der Atomindustrie. Wenn man zum Beispiel eine Tonne Brennstäbe aus Natururan für Atomkraftwerke herstellen will, entstehen etwa acht Tonnen abgereichertes Uran. Das ist ein Alphastrahler, das heißt, der ist radioaktiv und zudem hochgiftig. Das muss endgelagert und gesichert werden, das kostet viel Geld.

Wie kann man das als Waffe nutzen?

Vor etwa 30, 40 Jahren haben Militärtechniker eine Entdeckung gemacht. Uran ist ja fast doppelt so schwer wie Blei. Wenn man aus diesem abgereicherten Uran einen Stab formt und den entsprechend beschleunigt, dann durchstößt er im Sekundenbruchteil Panzerplatten, Beton und Zement. Das ist natürlich eine Entdeckung gewesen. Zudem entsteht beim Durchdringen von Panzerwänden ein Abrieb, und dieser Abrieb explodiert bei der großen Hitze von 3000 bis 5000 Grad, so dass die Besatzung im Panzer verglüht und der Panzer zerstört wird.

Problematisch ist aber auch, was dann mit der Munition passiert, nachdem sie eingesetzt wurde.

Ja! Nachdem es eingesetzt worden ist, verbrennt das abgereicherte Uran, das ja wie gesagt ein Alphastrahler ist – also radioaktiv und hochgiftig –, zu Nanopartikelchen, hundertmal kleiner als ein rotes Blutkörperchen. Es entsteht also praktisch ein, ich würde sagen, Metallgas, das eingeatmet werden kann, das in die Umwelt gerät und das mit atmosphärischen Winden überall hingetragen werden kann. Wer das einatmet, läuft Gefahr, an Krebs zu erkranken. Diese Nanopartikel können auch die Mutter-Kind-Schranke überwinden, können direkt ins Gehirn gehen und sich über die Blutbahn in allen menschlichen und tierischen Organen ablagern. Alles, was so um die Erde vagabundiert, kommt eines Tages wieder runter und verseucht natürlich auch das Trinkwasser und alles Mögliche.

In welchen Kriegen wurde Uranmunition bisher eingesetzt?

Extrem stark eingesetzt wurde sie 1991 im ersten Golfkrieg, gegen den Irak. Die Militärs haben zugegeben, dass da etwa 320 Tonnen eingesetzt wurden. Dann – im zweiten Irakkrieg 2003 – waren es schon über 2000 Tonnen. Zwischendurch wurde es im Kosovo, im Jugoslawienkrieg, 1995 im Bosnienkrieg, im Kosovokrieg 1999 und ab 2001 in Afghanistan bis heute ständig eingesetzt.  

Ihr Buch heißt ja „Made in USA“. Waren das nur die USA, die das hauptsächlich eingesetzt haben?

Die Entwicklung ist in mehreren Ländern gleichzeitig passiert. Auch in Deutschland hat man daran gearbeitet, selbstverständlich auch in Russland. Aber eingesetzt in diesem riesigen Umfang haben es zuerst die USA. Rücksichtslos, wie eben die USA auch erstmals die Atombomben eingesetzt haben. Deshalb habe ich das Buch genannt: „Todesstaub – Made in USA“.

Wie haben Sie den Einsatz der Munition bei Ihren Recherchen nachgewiesen?

Zum Beispiel haben die Serben uns Landkarten zur Verfügung gestellt, wo sie eingezeichnet haben, wo abgereicherte Munition eingesetzt wurde. Als wir im Irak waren, haben wir mit Bewohnern gesprochen. Wir sind in Gebiete gefahren, wo große Panzerschlachten stattgefunden haben, und haben dort Bodenproben, aber auch Staubproben von den Panzern genommen. Man kann an den Panzern erkennen, ob das ein herkömmliches Geschoss war oder ein Geschoss aus Uranmunition. Uranmunition zerstäubt, und diese Stäube brennen sich rund um das Einschussloch ein. So kann man erkennen, ob das Uranmunition war. In allen Bodenproben haben wir abgereichertes Uran gefunden. Leider auch in den meisten Boden- und Staubproben Uran 236. Das ist noch intensiver und noch giftiger. Es strahlt noch stärker und kommt in der Natur nicht vor. Das entsteht erst bei der Wiederaufbereitung von Brennstäben. Das heißt, wir haben dadurch bewiesen, dass die Militärs, die USA und ihre Koalition der Willigen, auch Uranmunition eingesetzt haben, die aus aussortierten Brennstäben hergestellt wurde.

Ihr Buch basiert auf den Filmen, „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“ (2004) und „Deadly Dust – Todesstaub“ (2007). Was für Szenen haben Sie in Basra bei der Recherche für „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“ erlebt?

Das war erschreckend und verfolgt mich manchmal heute noch in meinen Träumen. Da sind missgebildete Kinder, die man dort auf den Kinderstationen, ob in Basra oder in Bagdad, gesehen hat. Die sind derartig missgebildet, dass sie oft fast nichts Menschliches mehr haben. Da werden Kinder geboren, die keinen Kopf haben, die keine Nase haben, die kein oder nur ein Auge in der Mitte haben, oder die ihre Organe in einem Sack außerhalb ihres Körpers sozusagen tragen. Diese Kreaturen können eigentlich nur Stunden unter großen Schmerzen vegetieren und dann sterben.

Der Film „Deadly Dust – Todesstaub“ ist dem Buch beigelegt, allerdings gibt es dafür bis heute keinen Filmverleih. Der WDR hat Ihnen im Anschluss keine ordentlichen Aufträge mehr gegeben. Woran liegt das?

Meine Exposees, die ich an den WDR oder auch an das ZDF geschickt hatte, wurden abgelehnt. Ich bin dann zu einem Redakteur beim WDR gegangen, dem ich immer gute Filme geliefert habe und der mich auch ganz gut leiden konnte, weil wir oft mit diesen Projekten die Einschaltquoten verdoppelt oder verdreifacht hatten. Den habe ich gefragt: ‚Was ist hier los?‘ Er hat dann nach einigem Zögern gesagt: ‚Ja, Frieder Wagner, einer muss es Dir ja mal sagen, Du giltst heut im WDR als schwierig. Was besonders gravierend ist: die Themen, die Du vorschlägst, sind äußerst schwierig. Mehr wage ich an dieser Stelle nicht zu sagen.‘ Dann wusste ich Bescheid. Das war 2005.

Ich kann Ihnen auch die Geschichte erzählen, wie zum Beispiel eine Redakteurin des ZDF eventuell einen Beitrag für das Fernsehen bringen wollte, der sich damit beschäftigt, ob im Jugoslawienkrieg diese Waffen auch in Kroatien eingesetzt wurden. Sie wollte sich zur Recherche in einem Vorgespräch bei mir über meine Erfahrungen erkundigen. Als ihr Chef erfuhr, dass sie zu Frieder Wagner wollte, hat sie die Reise nicht bewilligt bekommen, ohne weitere Erklärung.

Der sogenannte „Deadly Dust“, also Todesstaub, wird ja, wie Sie bereits beschrieben haben, durch den Wind weiterverbreitet. Also ist der Einsatz von Uranmunition nicht eigentlich ein Kriegsverbrechen und sollte geächtet werden?

Das ist ein absolutes Kriegsverbrechen. Der eingesetzte Staub, der im Südirak liegt, wird durch die ständigen im Irak vorkommenden Stürme, die sogenannten „Desert Storms“, die von Süden nach Norden gehen, auch in den Norden getragen, zum Beispiel nach Erbil, um dann an dem Gebirge zur Türkei nicht weiterzukommen. Dann rieselt dieser ganze Staub in der Umgebung von Erbil herunter. Wir haben zum Beispiel Proben von Kälbern genommen, die in der Umgebung von Erbil geboren und aufgewachsen sind und dort gegrast haben. Diese Gewebeproben haben wir auf abgereichertes Uran untersucht, und siehe da: Das abgereicherte Uran, dass in diesen Waffen verwendet wurde, hat einen charakteristischen atomaren Fingerabdruck. Im Nordirak fanden wir denselben „Uranfingerprint“ wie im Süden. Das heißt, dass, was im Südirak runtergekommen ist, man jetzt im Norden findet; und dort erkranken jetzt Kinder oder werden missgebildet geboren. Das vagabundiert jetzt um die ganze Welt.

Gab es denn Versuche von Betroffenen im Kosovo oder dem Irak, dagegen zu klagen?

Im Kosovo oder im Irak hat das keiner versucht. Jetzt wird im Kosovo durch ein Gremium von Rechtsanwälten versucht, die Nato zu verklagen, wegen dieser geschädigten Menschen, die krank geworden und gestorben sind. Das sind Anstiege von 20 bis 30 Prozent, und es werden jährlich mehr. Da wird eine Klage versucht.

Von eingesetzten italienischen Soldaten, die im Irak und im Kosovo stationiert waren – etwa 2000 Mann – sind nachweißlich 109 an Krebs erkrankt und gestorben. Von diesen 109 haben 16 Familien geklagt und alle haben diese Prozesse gewonnen. Die Gerichte haben den italienischen Staat beziehungsweise das Verteidigungsministerium angewiesen, Wiedergutmachung zu zahlen. Da jeder Krebs irgendwie anders war, sind die Zahlen verschieden. Es gibt also Abfindungen für die Angehörigen zwischen 200.000 und 1,4 Millionen Euro.

Wie sieht das in Deutschland aus? Gab es da Klagen von Bundeswehrangehörigen?

Das deutsche Verteidigungsministerium leugnet ständig bei Anfragen, dass es da Zusammenhänge gibt. Unsere Soldanten sind ja in Afghanistan und im Kosovo stationiert. In Afghanistan waren ja alleine inzwischen hunderttausend Soldaten, und wir haben festgestellt, dass von den Heimkehrern, die das natürlich zunächst gar nicht merken, fast ein Drittel kontaminiert waren. Wenn die dann heiraten und Kinder zeugen, ist die Gefahr hoch, dass sie missgebildete Kinder zur Welt bringen. Diese Kinder haben dann in ihrer DNA genau dieselben giftigen Stoffe wie der Elternteil. Das wird auf Generationen weitergegeben. Von Kind zu Kindeskindern.

Aber geklagt hat von denen noch keiner?

Es gab keine Klagen in Deutschland. In den USA klagen etwa 600 GIs, die für sich selber nicht klagen können, aber für ihre missgebildeten Kinder. Da geht es nicht mehr wie damals bei der Klage gegen die Zigarettenindustrie um läppische 90 und 900 Millionen, da geht es jetzt um Milliarden. Die USA werden natürlich versuchen, ein Ergebnis so lange wie es geht hinauszuzögern, und hoffen auf eine biologische Lösung, also dass die Kläger versterben.

Das Buch „Todesstaub – Made in USA“ von Frieder Wagner ist im Promedia Verlag erschienen.

Die Dokumentation „Deadly Dust – Todesstaub“ kann man hier sehen:

 

Das komplette Interview mit Frieder Wagner zum Nachhören:

Pulverfass: Kriegstreiber Trump eröffnete Luftkrieg gegen den Iran und zog dann zurück

Ähnlich wie schon mal im Syrienkrieg hatte Trump einen Luftkrieg gegen die Infrastruktur des Iran freigegeben.

In der Nacht zog er den Befehl zum Kriegseintritt gegen den Iran dann wieder zurück.

Es muss ihm klar sein, dass er damit einen dritten Weltkrieg hätte auslösen können, denn Russland und China hätten sich auf jede Fall auf die Seite des Iran und gegen die imperialistische Aggression der USA gestellt.

Vermutlich wären damit dann auch die Handelsgespräche mit China tot - mit  der damit verbundene Gefahr des Totalabsturzes der Weltwirtschaft.    

Hintergrund

Iran schiesst US High Tech Drohne "Global Hawk"  ab 

Iranische Verteidigungsstreitkräfte haben nach eigenen Angaben die High Tech Killerdrohne " Global Hawk " über iranischem Staatsgebiet im Süden des  Landes abgschossen 

Sie kann für Killerkommandos als auch zu Spionagezwecken benutzt werden. 

Da US Präsident  Trump  von " einen  gemachten grossen Fehler" des Iran sprach, ist die  Meldung wohl zutreffend.

Der Ölpreis steigt daraufhin an den  Terminbörsen rasant - Die Kriegsgefahr steigt.   

Zuvor hatte Trump den Konflikt schon eskaliert, nachdem er wider besseren Wissens den Iran die Schuld für  die Beschädigung eines Öltankers im Golf von Oman gab.

Wie das Pentagon am Montag bekanntgab, schicken die USA weitere 1.000 zusätzliche Soldaten und weiteres Kriegsgerät in den Nahen Osten, während die Trump-Regierung ihre aggressiven Drohungen verschärft.

Zuvor wurden bereits der Flugzeugträger USS Lincoln und seine Kampfgruppe sowie eine Staffel von atomwaffenfähigen B-52-Bombern in den Persischen Golf entsandt.

Laut einem Artikel in der Jerusalem Post, der ursprünglich auf der israelischen Website Maariv Online erschienen war, bereitet die Trump-Regierung aktiv einen „taktischen Angriff“ auf den Iran vor. In dem Bericht, der sich auf diplomatische Quellen aus den Vereinten Nationen in New York beruft, heißt es: „Im Weißen Haus finden seit Freitag unablässig Diskussionen zwischen hochrangigen Militärkommandeuren, Pentagon-Vertretern und Beratern von Präsident Donald Trump statt.“

Zu einem dritten Weltkrieg könnte der Konflikt eskalieren, wenn die USA den Iran massiv angreifen  und wenn Russland oder China  dann für diesen Fall sich militärisch auf die Seite des Iran stellen, so wie sie es im Falle  des geheimen  USA Krieges gegen Syrien auch gemacht haben.