Sozialdemokraten Marco Bülow und Peter Brandt werden Chefideologen der Aufstehen-Bewegung
Nachdem Florian Kirner alias Prinz Chaos auf der Sitzung des Arbeitsauschußes am 13. Dezember als quasi ZK der Aufstehen-Bewegung mit seinem Vorschlag trotz Unterstützung der Ex SPD Bundestagsabgeordneten Bülow gescheitert war, Politkommissar und bezahlter Leiter der Bewegung zu werden, wurden dann zwei andere Sozialdemokraten praktisch als Chefideolgen der Aufstehen-Bewegung installiert.
Für die zeitnah anstehenden Kampagnen wurde die ex-sozialdemokratische Ich AG Marco Bülow zum Verantwortlichen der politischen Kampagne bestimmt.
Neben Michael Brie und Peter Brandt (verantwortlich) gibt eine Reihe von Autoren, die sich mit den Vorschlägen für verschiedene Kapitel Textes für ein Regierungsprogramm beschäftigen werden
. Auszug Sitzungsprotokoll des AA vom 13.12.
Vorher war die Neue Linke Bewegung (NLB) als Sammlung von Facebook-Linken, der auch Ralph Niemeyer angehörte, in den Führungsgremien, die vormals SAMT hiessen, bewußt nicht berücksichtigt. Man wollte links-sozialistische Linke an der Spitze raushalten, damit man an neoliberale Sozialdemokraten und Grüne für eine neue Regierungsmehrheit systemisch und anschlußfähig bleibt.
Und auch für die Ausarbeitung eines " Regierungsprogramms" für "Aufstehen" wurde der Sozialdemokrat und Antikommunist sowie " Rechtspopulisten-Junge Freiheit"- Autor Peter Brandt bestimmt.
So haben sich marktwirtschaftlich orientierte und zu neoliberalen Parteien kooperationsbereite SPD und Grüne als Sozialdemokraten - anders als in Frankreich- vollständig gegenüber Sozialisten und Marxisten innerhalb der Führung der Bewegung durchgesetzt, die auf der ideologischen Basis des Instituts Solidarischer Moderne agieren, der auch Peter Brandt angehört.
Das ISM strebt eine soziale Marktwirtschaft aber eben keine sozialistische Marktwirtschaft und keine Basisdemokratie an. Vielmehr setzt die Bewegung auf Kooperation mit neoliberale Grünen und Sozis sowie auf Parlamentarismus von hochbezahlten Berufspolitikern.
So arbeiten selbst Linkspolitiker wie Wagenknecht, Dagdelen und ... innerhalb der Bewegung daran, ein Top Down System von oben zu schaffen, dass eine Einbeziehung von neoliberalen Parteien in Führungsstrukturen der Bewegung ermöglicht, die die deutsche Bewgung zu einer Bewegung macht, die sich grundsätzlich von den erfolgreichen europäischen Linksbewegungen wie "la france insoumise" von Melenchon unterscheidet, die bewußt mit Marxisten ( beispielsweise der KP und der CGT) kooperiert und sich von neoliberalen Sozialidemokraten wie der französischen neoliberalen PS- Sozialdemokratie von Juppe und Hollande strikt abgrenzte - genauso wie es auch Syriza in Griechenland auch mit der neoliberal-sozialdemokratischen Pasok - Soziademokratie machte. Nur so konnten diese Linksbewegungen als echte Systemalternative und klar sozialistisch positioniert dann auch 30% bis 40 % bei Wahlen erreichen.
"Aufstehen" droht zur Totgeburt zu werden, weil es eben diesen klaren antikapitalistischen Weg nicht geht. Stattdessen setzt man Sozi-Antikommunisten " ideologisch an die Spitze der Bewegung . Das ist für alle linken Sammlungsbewegungen ein Schlag ins Gesicht. Auch "Momentum" mit Corbyn hatte sich klar marxistisch aufgestellt, bevor sie sich wieder der sozialistischen Labour-Partei angeschlossen hatten und sie trotz klar antikapitalistischer und antizionistischer Ausrichtung mehrheitlich dominieren konnten und Jeremy Corbyn Parteivorsitzender wurde.
Immerhin ist bei Marco Bülow diese Erkenntnis rudimentär und teilweise vorhanden, die er im Kontext mit dem Bekenntnis zu Aufstehen im September äusserte:
Rot-Rot-Grün war im Bund mehrfach möglich, wurde jedoch immer wieder ausgeschlossen. Es reicht uns nicht für kleine Reparaturen am Kapitalismus zu stehen, den unsere Partei in den letzten Jahren mit neoliberaler Politik selbst mitgestaltet hat.
Aber hier beginnt auch der Grundirrtum von Marco Bülow. Er widerspricht sich sogar selbst. Für einen Chefideologen ist das ziemlich schwach. Die Grünen sind längst zu einer neoliberalen Partei geworden, die sogar gegenüber dem CDU/CSU- Rechtspopulismus und somit völkischem Denken anschlußfähig geworden ist. Und auch die SPD steht mehrheitlich auch weiterhin für den Neoliberalismus.
Die Bewegung wird sich an dem Inhalt der "Kampagne" von Marco Bülow und dem "Regierungsprogramm" von Peter Brandt messen lassen müssen. Wenn es da zu keiner sozialistischen und antikapitalistischen Substanz und nicht zu einem klaren Bekenntnis zur Basisdemokratie von unten kommt, ist die Bewegung schon jetzt zum Scheitern verurteilt.
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Pro neoliberale Sozialdemokraten fallen im Osten auf 8 %
Hätte die Linkspartei sich im Osten als kalre antikapitslistische Alternative aufegetsellt, wäre sie jetzt 30 % plus x Volkspartei und die AfD Rechtspopulisten wären bedeutungslos.
Da sich die Linkspartei aber der sterbenden SPD im Osten für Macht angebiedert und sich deren Neoliberalismus untergeordnet hatte, kommt sie mit Kipping und Riexinger an der Spitze bundesweit kaum über 10 %. Viele systemkritische Wähler sind zu den Rechtsopulisten abgewandert - obwohl die Linkspartei/PDS mal ein parlamentarisches Monopol auf den Status als systemkritische Protestpartei im Osten hatte. Freier Fall in die Bedeutungslosigkeit?
Neue Umfrage sieht SPD im Osten bei 8 Prozent
Die SPD hat in den ostdeutschen Bundesländern längst ihre Rolle als Volkspartei verloren. Eine am Montag veröffentlichte Umfrage legt die Vermutung nahe, dass die Sozialdemokraten im Osten ungebremst auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit sind.
Die Umfrage, die Forsa für die Fernsehsender RTL und n-tv durchführte, sieht die SPD im Osten bei 8 Prozent. Damit wären sie nur noch fünftstärkste Kraft. Auf Platz Eins sieht die Umfrage die CDU mit 29 Prozent, vor der AfD mit 26 und der Linkspartei mit 16 Prozent. Auch die Grünen liegen mit 9 Prozent noch vor der SPD. Hinter ihr liegt die FDP mit 6 Prozent.
Bundesweit sieht es für die SPD wenigstens etwas freundlicher aus. Dort liegt sie laut Forsa bei 15 Prozent, hinter der Union mit 32 und den Grünen mit 19 Prozent. Es folgen die AfD mit 12 und die Linke und die FDP mit jeweils 8 Prozent.
Auch in der Kanzlerfrage liegen alle abgefragten sozialdemokratischen Kandidaten im Einzelvergleich deutlich hinter der neuen CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer.
Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles erhielte im Duell mit dieser lediglich 12 Prozent gegenüber 48 Prozent für die Christdemokratin. Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat von 2017, käme auf 16 Prozent gegenüber 48 Prozent für Kramp-Karrenbauer. Vizekanzler Olaf Scholz erhielte immerhin 20 Prozent, gegenüber 43 Prozent für Kramp-Karrenbauer. Das beste Ergebnis der möglichen SPD-Kandidaten könnte der ehemalige Parteichef Sigmar Gabriel mit 21 Prozent für sich verbuchen. Auch er wäre allerdings chancenlos gegenüber Kramp-Karrenbauer, die auch in diesem Duell 43 Prozent verbuchen könnte.
Die Ergebnisse der Forsa-Umfrage legen nahe, dass die SPD ein gravierendes Personalproblem hat. Keiner ihrer möglichen Kandidaten kommt auch nur in die Nähe von Kramp-Karrenbauer. Auch der vorsichtige programmatische Linksschwenk der SPD wird ihr von den Wählern aktuell nicht mehr abgenommen. Der katastrophale Zustimmungswert von 8 Prozent in Ostdeutschland lässt vermuten, dass zahlreiche in prekären Verhältnissen lebende und arbeitende Menschen dort derzeit für diese Partei verloren sind.
Vom Westen gefeierte syrische "Weißhelme" als Terroristen und Organhändler überführt
Organhändler, Terroristen und Plünderer: Beweise gegen Weißhelme bei der UNO vorgestellt
Im Westen als humanitäre Rettungshelfer gelobt, sammeln die Weißhelme in Wirklichkeit mit islamistischen Militanten in Syrien Organe von den Opfern, die sie vorgeben zu "retten", inszenieren falsche Angriffe mit chemischen Waffen für Kameras und plündern die Körper und Häuser von Syrern, die im Krieg getötet und verletzt wurden, so Maxim Grigoriew, Direktor der russischen Stiftung für Demokratieforschung.
Die Weißhelme verdienen es, auf der Liste der Terroristen der Vereinten Nationen zu stehen", sagte Nebenzia.
Inszenierte Angriffe und Kooperation mit Milizen
Fast alle Mitglieder der Weißhelme waren bezahlte Mitarbeiter und keine Freiwilligen, erklärte Grigoriew. Es gebe auch "unbestreitbare Beweise" dafür, dass die Gruppe schriftliche Befehle von Jaysh al-Islam entgegengenommen hat, einer islamistischen militanten Gruppe, die für ihre Besetzung der Douma berüchtigt ist.
In diesem Vorort von Damaskus inszenierten die Weißhelme den "chemischen Angriff", der als Vorwand für französische, britische und US-amerikanische Raketenangriffe gegen die syrische Regierung im April dieses Jahres diente.
"Adopt a Revolution" als ziviler Arm der Syrien-Intervention: Interview mit Karin Leukefeld
"Die Fälschung von chemischen Angriffen war ein wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten der Weißhelme", sagte Grigoriew und fügte hinzu, dass sich die Gruppe auch regelmäßig mit "gefälschten Nachrichten und der Organisation von inszenierten Rettungsaktionen" beschäftige.
Er nannte als besonderes Beispiel einen Ort namens Jisr al-Haj in Aleppo, in dem die Militanten Müll in Brand gesteckt und Leichen aus dem örtlichen Leichenschauhaus gebracht hätten und die Weißen Helme eine inszenierte Rettung filmen ließen. Grigoriew zitierte die Aussage eines Mitglieds der Weißhelme, das auch sagte, dass alle Beteiligten zusätzliche 50 Dollar für den Aufwand erhielten.
Beweise für Organraub
Viele Anwohner, die für die Nachforschungen befragt wurden, sprachen von Menschen, die von den Weißen Helmen "gerettet" wurden und anschließend tot waren, wobei ihnen innere Organe fehlten. Einer der befragten Zeugen war ein ehemaliges Mitglied von Ahrar al-Sham, der aussagte, dass sein Kommandant Shadi Kadik, auch bekannt als Abu Adel Al-Halabi, die Organentnahme eingestanden hat. Die Gesamtzahl der Fälle von Organdiebstahl liege allein in Aleppo bei "mindestens mehreren hundert", so Grigoriew.
Anstatt Zivilisten und Kinder zu retten, plünderten die Weißhelme Häuser, die durch die Kämpfe beschädigt wurden und zwangen Kinder aus Schulen und Kindergärten, dort Büros einzurichten.
"Grob geschätzt waren von 26 Zentren in Ost-Ghuta zehn in Schulen und eines in einem Kindergarten", zitierte Grigoriew aus dem Bericht eines syrischen Journalisten in der Region.
Allein in Ost-Ghuta waren zwischen 100 und 150 Mitglieder von Weißhelmen auch Mitglieder von terroristischen und militanten Gruppen. Sie bauten Gräben, Tunnel und Befestigungen für die Milizen, prahlten offen mit ihrer Mitgliedschaft in den sozialen Medien, leugneten es aber, wenn sie von westlichen Reportern befragt wurden.
"Facebook-Berichte von Mitgliedern der Weißhelme sind voll von propagandistischem Material terroristischer Gruppen, einschließlich des [Islamischen Staates] und der Al-Kaida, und loben Osama bin Laden und andere von der UNO als Terroristen aufgeführte Personen", sagte Grigoriew und fügte hinzu, dass die so genannten Retter auch "Hunderte von Fotos mit Waffen in der Hand" veröffentlicht hätten.
Die Stiftung ist Mitglied des Global Counter-Terrorism Research Network, das 2013 von der Exekutivdirektion des UN Counter-Terrorism Committee gegründet wurde. Der Bericht basiert auf Interviews mit über 100 Zeugen, darunter 40 Mitglieder der Weißhelme, 50 Anwohner und 15 ehemalige terroristische und militante Kämpfer. Mehr als 500 Einheimische wurden auch in Aleppo und Daraa befragt.
Abzug der US Truppen aus Syrien ist überfällig - meint auch Alexander Neu Linke MdB

„Der Abzug der US-Truppen aus Syrien ist richtig und notwendig. Der von den USA geführte Anti-IS-Einsatz unter Beteiligung der Bundeswehr ist in Syrien, egal ob im syrischen Luftraum oder auf syrischem Boden, völkerrechtswidrig: so urteilt auch der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages in einem unter anderem von mir in Auftrag gegebenen Gutachten. Aber nicht nur aus rechtlicher Perspektive ist der Abzug begrüßenswert, sondern auch unter politischem Gesichtspunkten“, so Alexander Neu, für die Fraktion DIE LINKE Obmann im Verteidigungsausschuss. Neu weiter:
„Wer den Abzug der USA aus Syrien bedauert oder als Fehler betrachtet, übersieht, dass das Chaos in der Nahostregion im Wesentlichen von den USA und deren Verbündeten erzeugt worden ist. Die USA verfolgen ihre geopolitischen und geoökonomischen Interessen - mal mehr und mal weniger - offen.
Der IS ist das Ergebnis des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA auf den Irak 2003 zum Zwecke des Regierungssturzes. Dass der IS auch nach Syrien überschwappen konnte, hat ebenfalls mit den Regimechange-Phantasien des Westens zu tun. Bis heute ist in den westlichen Hauptstädten der Wunsch groß, in Syrien ein prowestliches Regime zu installieren. Das westliche ‚Engagement‘ in Syrien war zu keinem Zeitpunkt problemlösend, sondern konfliktverschärfend und wurde auf den Rücken der Menschen in Syrien ausgetragen.
Der Rückzug der USA wird allerdings ein großes Sicherheitsrisiko für die Kurden in Syrien mit sich bringen. Es spricht einiges dafür, dass die türkische Führung die Gunst der Stunde nutzen wird, um über die Region militärisch herzufallen, diese zu okkupieren, vielleicht sogar zu annektieren und ethnische Säuberungen durchzuführen, wie schon in der syrischen Region Afrin. Es liegt auch in der Verantwortung der russischen Führung, dieses Szenario zu verhindern. Aber auch die Bundesregierung muss endlich Farbe bekennen und die türkische Okkupation in Syrien als das bezeichnen, was es ist: ein völkerrechtswidriger Akt. In Folge dessen muss die EU, die im Falle Russlands sehr schnell mit Sanktionen agiert, endlich schmerzhafte Sanktionen gegen die Türkei verhängen. Nur weil die Türkei ein NATO-Verbündeter ist, darf das Völkerrecht nicht ignoriert werden. Hier steht die Glaubwürdigkeit sogenannte r westlicher Werte auf dem Spiel.
Eine stabile und friedliche Zukunft Syriens ist letztlich nur möglich, wenn Syrien sich frei von militärischer Präsenz und politischem Druck durch Drittstaaten selbstbestimmt entwickeln kann. Das gilt auch für die Präsenz der Verbündeten der syrischen Regierung, Russland und Iran.“
Macron dient Superreichen wie Kravis und Rothschild - nicht dem Volk
Der Protest gegen den Sozialabbau und asoziale Arbeitsmarktreformen sowie Rentenkürzungen sowie Rüstungsfetischismus und die Militarisierung der Gesellschaft verschärft sich durch den Protest der Gelbwesten und der Rotwesten, die auch sozialistische Vergesellschaftungen , höhere Mindestlöhne, eine Mindestsicherung und auch Höchstlöhne - auch für Abgeordnete- fordern, nicht von ungefähr.
Eine Darstellung von Thierry Meyssan aus dem Französischen:
Emmanuel Macron wollte sich nicht der Politik widmen. Als junger Mann hoffte er ein Philosoph zu werden, dann ein hoher Beamter, und dann ein Investment-Bankier. Um seine Ziele zu erreichen, suchte er bei den Glücksfeen von Uncle Sam nach: die French-American Foundation und den German Marshall Fund of the United States.
In diesem Zusammenhang traf er Henry und Marie-Josée Kravis, in ihrer Residenz von Park Avenue, in New York [1]. Die Kravis, unerschütterliche Unterstützer der US-republikanischen Partei, gehören zu den großen globalen Vermögen, die Politik außerhalb des Blickfeldes der Kamera machen. Ihr Unternehmen, KKR, ist mit Blackstone und der Carlyle Group, einer der wichtigsten Investmentfonds der Welt.
«Die Neugier von Emmanuel für die can do attitude, diese Fähigkeit sich zu sagen, dass, wenn man will, man auch kann, war faszinierend. Aber er hat einen Wissenswillen, um zu verstehen was möglich ist, ohne dabei zu imitieren oder etwas zu kopieren, der ihn sehr französisch bleiben lässt.“ sagt heute Marie - Josée Drouin (Frau Kravis) [2].
Mit der doppelten Empfehlung der Kravis und von Jean-Pierre Jouyet [3] tritt er in den geschlossenen Kreis des Wahlkampfteams von François Hollande ein.
In einer an die Staatssekretärin Hillary Clinton adressierten E-Mail beschreibt der Direktor der politischen Planung, Jake Sullivan, die vier wichtigsten Mitglieder des Wahlkampfteams des sozialistischen Kandidaten, darunter auch der unbekannte Emmanuel Macron. Er weist darauf hin, dass er der General-Direktor des Finanzministeriums werden sollte (« the top civil servant at the Finance Ministry ») [4].
Aber als François Hollande Präsident ist, wird Emmanuel Macron Assistent des Generalsekretärs des Elysée-Palast, eine noch politischere Funktion.
Es scheint, dass er anstrebte, Jean-Pierre Jouyets Nachfolger als Direktor der Caisse des dépôts et consignations [Depositenkasse] zu werden, ein Posten, den der Generalsekretär des Elysée-Palast im Mai 2014 erhielt.
Er wird einige Tage später, auf Vorschlag der Kravis, im Bilderberg-Club eingeladen. Er wird dort eine scharfe Rede in perfektem Englisch gegen seinen Chef, François Hollande, halten. Wieder in Paris, tritt er von seinem Amt zurück.
Das Ehepaar Kravis gehört zu den wichtigen Pfeilern der Bilderberger, von dem Marie-Josée Drouin-Kravis Verwalterin ist. Entgegen einer allgemeinen Meinung ist die Bilderberg-Konferenz kein Ort für Entscheidungen.
Seine Archive bezeugen, dass er durch die CIA und den MI6 geschaffen wurde, und er dann ein Einflussorgan der NATO wurde, die direkt für seine Sicherheit verantwortlich ist [5]. Da die Rede von Macron gut angekommen war, wurde er einer der Männer der NATO in Frankreich.
Nachdem er sie verlassen hatte, wünschte er nicht mehr in die Politik zurückzukehren. Er erklärte seinem Gefolge wiederholt, dass er beabsichtige, Hochschul-Professor zu werden. Mit Hilfe des Essayisten Alain Minc (im Jahr 2008 bei den Bilderbergern aufgenommen) erhielt er eine Stelle an der Universität Berlin und an der London School of Economics, aber es gelingt ihm nicht, eine Anstellung an der Harvard University erlangen.
Im August 2014 aber - drei Monate nach dem "Ende seiner Politik" – wird er durch François Hollande, auf Vorschlag von Jean-Pierre Jouyet (im Jahr 2009 bei den Bilderbergern aufgenommen), zum Minister für Wirtschaft, Industrie und Digitalwesen ernannt.
In einem im Jahr 2018 veröffentlichten Buch versichert François Hollande, dass diese Ernennung seine Idee war [6].
Das ist möglich, aber setzt voraus, dass er nicht von Macrons Rede bei den Bilderbergern erfahren hat. Allerdings war dort auch seine Ministerin und Freundin, Fleur Pélerin, eingeladen.
Im Dezember 2014 schafft sich Henry Kravis seine eigene Geheimdienst-Agentur, das KKR Global Institute. Er beruft den ehemaligen Direktor der CIA, General David Petraeus, an dessen Spitze. Dieser wird mit den privaten Mitteln von Kravis (dem KKR-Fonds) - und ohne dem Kongress Rechenschaft abzulegen - die" Timber Sycamore " Operation weiterführen, die Präsident Barack Obama begonnen hatte.
Sie ist der größte Waffen-Handel der Geschichte von mindestens 17 Staaten und umfasst mehrere Zehntausende Tonnen Waffen für mehrere Milliarden Dollar [7]. Als solche sind Kravis und Petraeus die Hauptlieferanten von Daesch [8].
Der Vorsitzende der Bilderberg-Konferenz, der Franzose Henri de Castries, lädt den stellvertretenden Bürgermeister von Le Havre, Édouard Philippe, zum jährlichen Meeting ein, das diesmal im Juni 2015 in Österreich stattfindet. Er wird erneut im Mai 2016 eingeladen, diesmal in Deutschland. Während des Präsidentschaftswahlkampfs in Frankreich werden Henri de Castries und Édouard Philippe François Fillon unterstützen. Sie werden ihn fallen lassen, sobald Jean-Pierre Jouyet [9] dem Canard enchaîné die durch das Finanz-Inspektorat gesammelten Finanzdaten über die fragwürdigen Arbeitsplätze von Frau Fillon zur Verfügung gestellt haben wird [10]. Sie werden sich darauf Emmanuel Macron anschließen.
Emmanuel Macron hat im April 2016 seine politische Bewegung: „En Marche !“ gegründet, deren Marketing Kadima! nachempfunden ist, die angeblich weder rechts noch links stehende Partei von Ariel Sharon. Ihr Programm übernimmt die OECD-Noten [11] und die des Montaigne-Instituts, dessen Präsident Henri de Castries ist. Übrigens ist es in den Räumlichkeiten dieses Instituts, wo die Bewegung erstellt wird. Aber Castries überzeugt Fillon, dass er nicht Macron unterstütze und dies ein reiner Zufall sei. Er wird ihm auch weiterhin während Monaten vormachen, dass er bereit sei, sein Premierminister zu werden.
Zunächst wird die Finanzierung von „En Marche!“ nicht kontrolliert. Es ist ein einfacher Verein, der Spenden aus dem Ausland empfangen kann. Der Name der Spender wird an die Steuerbehörden nicht weitergegeben. Der Ultra-Milliardär Henry Kravis ist einer von ihnen.
Während seines Wahlkampfes trifft sich Emmanuel Macron regelmäßig mit dem ehemaligen Präsidenten des IWF, Dominique Strauss-Kahn ("DSK"). Diese Arbeitssitzungen werden geleugnet werden, bis sie von Le Parisien erst viel später enthüllt werden, wenn sich dessen Image als sexueller Perverser gelegt hat. DSK ((bei den Bilderbergern im Jahr 2000 aufgenommen) verschafft die öffentliche Unterstützung der hohen Staatsbeamten und der französischen Arbeitgeber; die soziologische Allianz, die das Kollaborations-Regime von Philippe Pétain mit ganzer Kraft unterstützt hatte und die sich in den 1980er Jahren rund um die Saint-Simon-Stiftung wieder gebildet hat.
Im Juni 2018 wird der Minister für nationale Bildung und Jugend, Jean-Michel Blanquer, auf Vorschlag von Henri de Castries, zum jährlichen Bilderberg Treffen eingeladen, das diesmal in Italien stattfindet. Dieser Jurist, Verfassungsrechts-Spezialist, hat schon immer die Politikwissenschaft und die Pädagogik in Verbindung gebracht. Er war einer der drei zentralen Direktoren des Ministeriums für Erziehung, dann Direktor der renommierten „École Supérieure des Sciences Economiques et Commerciales“ (ESSEC). Er kannte schon seit langem Castries, aus ihrer gemeinsamen Zeit im Institut Montaigne.
Als dann die Krise der « Gelben Jacken » in Frankreich ausbricht [12], wird es schnell klar, dass das Problem tiefgehender Natur ist und nicht ohne die Infragestellung der Globalisierung der Finanzmärkte gelöst werden kann, was Präsident Macron aber nicht tun kann. Während seines Wahlkampfes hatte er bei einem Dinner in New York seine Spender durch Thesen zum Prozess der Finanzialisierung der Wirtschaft überrascht. Das war Wahlkampf-Rhetorik. Er war jedoch von den Kravis sofort korrigiert worden: die Finanzialisierung ist das, was den „hebelgeförderten Kauf“ (leveraged Buy-out) erlaubt, der es ihnen doch ermöglicht hat das zu werden, was sie sind.
Es wäre daher angebracht, angesichts der „Gelben Jacken“, dass Präsident Macron seinen Premierminister bei den nächsten Wahlen (die Europa-Wahlen im Mai 2019, die sicher verloren sein werden) opfert. Aber abgesehen von den fünf Monaten, die er noch durchhalten muss, durch wen soll er ersetzt werden? Wenn man seine Wahlkampffinanzierung und die Wahl seines Premier-Ministers der NATO verdankt, ist es undenkbar, ihn ohne Rücksprache bei der Allianz zu ersetzen. Der ideale Kandidat für diese Funktion wäre also Jean-Michel Blanquer.
Übersetzung
Horst Frohlich
Korrekturlesen : Werner Leuthäusser
[1] Diese Begegnung hat wahrscheinlich im Jahr 2007 stattgefunden. Anschließend hat Emmanuel Macron auf seinen Reisen in den Vereinigten Staaten Kravis systematisch Besuche abgestattet, während Henry Kravis, als er in Paris war, ihn in seinen Büroräumen der Avenue Montaigne empfing.
[2] «Quand Emmanuel Macron découvrait l’Amérique à 29 ans», François Clemenceau, Le Journal du Dimanche, 22 avril 2018.
[3] Jean-Pierre Jouyet ist ein persönlicher Freund von François Hollande und Nicolas Sarkozy. Er leitete von 2005 bis 2007 die Generalinspektion für Finanzen. Es war damals der hierarchische Vorgesetzte von Emmanuel Macron.
[4] «Hollande Team», e-mail by Jake Sullivan, May 10, 2012. Source : Wikileaks.
[5] „Was Sie nicht von der Bilderberg Gruppe wissen“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Komsomolskaïa Pravda (Russland) , Voltaire Netzwerk, 7. September 2011.
[6] Les leçons du pouvoir, François Hollande, Stock, 2018.
[7] „Waffenim Wert von Milliarden Dollar gegen Syrien“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 19. Juli 2017.
[8] „Die transnationalen Konzerne zum Wiederaufbau Syriens verpflichten?“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 14. August 2018.
[9] Jean-Pierre Jouyet und Henri de Castries sind am Ende ihres Studiums auf der École Nationale d’Administration (ENA, Promotion Voltaire) gute Freunde geblieben. Es war dort, wo sie die Bekanntschaft von François Hollande gemacht haben.
[10] Im Gegensatz zur offiziellen Version sind die Nachrichten des Canard enchaîné nicht das Ergebnis einer journalistischen Untersuchung. Das ganze Dokument ist der Wochenzeitschrift durch Jean-Pierre Jouyet auf einmal geliefert worden, in Verletzung des Steuergeheimnisses.
[11] Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OWZE) ist eine der beiden aus dem Marshall-Plan hervorgegangene. Die andere ist die NATO.
[12] „Wie der Westen seine Kinder verschlingt“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 4. Dezember 2018.
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