Hintergründe zur russisch-ukrainischen  Eskalation im Asowschen Meer 

Am Sonntag sind drei ukrainische Kriegsschiffe in russisches Hoheitsgebiet eingedrungen und haben für eine internationale Krise gesorgt. Trotzdem wird Russland dafür an den Pranger gestellt. Eine Bestandsaufnahme der Reaktionen aus verschiedenen Ländern.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung ereignete sich der Zwischenfall am Sonntag zwischen der ukrainischen und russischen Marine nicht in internationalen Gewässern, sondern im Asowschen Meer, das seit der Unterzeichnung und Ratifizierung eines bilateralen Vertrages zwischen Moskau und Kiew im Jahr 2004 als Binnengewässer gilt.

Diesem Vertrag vorausgegangen war ein Streit zwischen den beiden Ländern um die kleine Insel Tusla, mitten in der Meerenge von Kertsch, die das Asowsche vom Schwarzen Meer trennt. Die wichtigsten Punkte des Vertrages waren die Vereinbarungen zur Nutzung dieses Binnengewässers durch Handels- und Kriegsschiffe sowie die Grenzziehung der Staatsgrenzen über das Meer.

Folgende Regelungen galten also ab April 2004: Handels- und Kriegsschiffe sowie andere staatliche Schiffe, die für nichtgeschäftliche Zwecke gebraucht werden, können sich unter russischer und ukrainischer Flagge frei bewegen.

Handelsschiffe aus Drittstaaten dürfen die Straße von Kertsch passieren und in das Asowsche Meer einlaufen, wenn sie sich in einen russischen bzw. ukrainischen Hafen begeben respektive aus diesem Hafen zurückkehren.

Kriegs- und nichtgeschäftliche Schiffe aus Drittstaaten dürfen nur auf Einladung einer der Vertragsseiten oder nach Abstimmung mit einer Vertragspartei in diesem Gewässer eintreffen.

Seit dem Putsch in der Ukraine im Februar 2014 und dem anschließenden Referendum auf der Halbinsel Krim, wo mit überwältigender Mehrheit für den Anschluss in die Russische Föderation gestimmt wurde – ein gemäß der Verfassung der damals Autonomen Republik Krim rechtmäßiger Vorgang –, ging die Straße von Kertsch somit auch in das juristische und souveräne Hoheitsgebiet der Russischen Föderation über.

Der Kerch-Yenikale-Kanal ist seit dem Anschluss der Krim an Russland russisches Hoheitsgebiet und fällt somit nicht in die „territoriale Integrität“ der Ukraine.

In der jüngeren Vergangenheit provozierte die ukrainische Marine bereits mehrfach mit einer unangemeldeten Durchfahrt durch den Kanal. 
Die Seemänner wurden dafür von Präsident Poroschenko beglückwunscht. siehe: https://en.interfax.com.ua/news/general/533577.html

Quelle: Ruptly

Seitdem war es ein völlig normaler Vorgang, dass auch ukrainische Schiffe sich bei russischen Behörden melden mussten, um ihre Passage durch die Straße von Kertsch anzukündigen und zu Häfen wie Mariupol oder Berdjansk zu gelangen.

Obwohl also seit über vier Jahren der Schiffsverkehr von und aus dem Asowschen Meer so geregelt wird – völlig unabhängig davon, ob westliche Länder das Krim-Referendum anerkannt haben oder nicht – und sogar Kiew die Anerkennung durch die Unterwerfung an die realen Gegebenheiten de facto vollzogen hat, haben sich am 25. November 2018 drei ukrainische Kriegsschiffe nicht an diese Praxis gehalten. Sie sind ohne Anmeldung auf die Meerenge von Kertsch zugefahren und haben die Anweisungen der russischen Marine ignoriert. Warum sie das getan haben und warum sie sich nicht an die normale Praxis gehalten haben, ist nicht bekannt und bleibt Gegenstand von Spekulationen.

Fakt ist aber, dass die Ukraine durch dieses Manöver eine internationale Krise hervorgerufen hat und es leicht zu einer militärischen Auseinandersetzung mit Russland hätte kommen können, nachdem Ihor Worontschenko, Kommandant der ukrainischen Marine, die ganze Flotte in Kampbereitschaft versetzt hatte und dabei erklärte, dass "alle kampfbereit und für mögliche Auseinandersetzungen" mit Russland vorbereitet seien. Der ukrainische Sicherheitsrat berief eine Dringlichkeitssitzung ein und forderte den Ausnahmezustand, der am Montag von Präsident Poroschenko bestätigt wurde. Wird der Ausnahmezustand tatsächlich verhängt, käme dies für Poroschenko zu einem besonders günstigen Zeitpunkt, weil es dadurch zu keinen Wahlen in der Ukraine kommt und er jüngsten Umfragen zufolge keine Chance auf eine Wiederwahl hätte.

Das alles spielt aber für einige westlichen Regierungen und Medien keine Rolle. Russland wird in diesem Fall erneut als Aggressor dargestellt, der sich piratenhafter Methoden bedient und sich über jegliche Normen des internationalen Seerechts hinwegsetzt. Die ukrainischen Regierungsvertreter und Diplomaten gingen sofort in Angriffsmodus über, um entsprechenden Druck auf befreundete Regierungen auszuüben. Vizeministerpräsidentin Iwanna Klympusch-Zynzadse twitterte:

Die zivilisierte Welt sollte dringend auf einen weiteren eklatanten Angriff Russlands auf ukrainische Schiffe im Asowschen Meer reagieren. Russland braucht keine Vorwände, um militärische Situationen zu eskalieren. Mit jedem Schritt testen sie unsere gemeinsame Widerstandsfähigkeit auf Brüche von Recht und Gesetze. Internationale Tatenlosigkeit wird Gewalt segnen.

 

Civilized world should urgently react to yet another blatant of on ships in sea. doesn't need pretexts 2 escalate military situation. With every move it tests our common resilience to brake of rules & laws. Intl inaction will bless violence.

 
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Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk, forderte in einem Bild-Interview von den "deutschen Partnern" sogar die Entsendung von Kriegsschiffen, "um solchen Kriegshandlungen Moskaus vorzubeugen." Auch die ukrainische Botschaft in London twitterte gestern Abend:

Die Ukraine hat eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats aufgrund der russischen Aggression im Asowschen Meer beantragt. Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, starke und konkrete Schritte gegen Russland zu unternehmen. Man braucht nicht beide Seiten zur Zurückhaltung aufrufen! Das ist ein direkter Akt der Aggression vonseiten Russlands.

 

has requested UN Security Council emergency meeting on Russian aggression in Sea. We call on intl. community @foreignoffice to take strong&concrete actions against Russia. There is no need to call both sides for restraint! This is ’s direct act of aggression

 
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Die der transatlantischen Allianz nahestehende Denkfabrik Atlantic Council läuft bei der Verurteilung und Dämonisierung Russlands zu Hochform auf, wie ein Blick auf die Twitter-Timeline erkennen lässt. Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland ließ die Welt wissen:

Kanada verurteilt die russische Aggression gegen die Ukraine in der Straße von Kertsch. Wir rufen Russland zur sofortigen Deeskalation auf, (zur) Freilassung der gefangengenommenen Schiffe und (zur) Erteilung des Passierrechts. Kanada steht felsenfest hinter der Unterstützung der ukrainischen Souveränität.

 

Canada condemns Russian aggression towards in the . We call on to immediately de-escalate, release the captured vessels, and allow for freedom of passage. Canada is unwavering in its support for Ukraine’s sovereignty.

 
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Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė kommentierte:

Ich verurteile die russische Aggression gegen die Ukraine. Die Gefangennahme von ukrainischen Schiffen in der Straße von Kertsch (ist) eine weitere eklatante Verletzung des Völkerrechts und Russlands eigener Verpflichtungen.

 

Strongly condemn aggression against . Capture of Ukrainian vessels in - another blatant violation of international law and Russia‘s own commitments.

 
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Europaratspräsident Donald Tusk ging einen Schritt weiter als die Sprecherin von Federica Mogherini, die zwar die Umstände ausließ, die zu dem Zwischenfall geführt haben, aber von einer einseitigen Verurteilung Russlands absah. Tusk hingegen hielt es wie die litauische Präsidentin oder die kanadische Außenministerin:

Ich verurteile die russische Gewaltanwendung im Asowschen Meer. Die russischen Behörden müssen die ukrainischen Seeleute und Schiffe freilassen und von weiteren Provokationen absehen. Ich habe die Situation mit Präsident Poroschenko besprochen und werde später weitere Repräsentanten von ihm treffen. Europa wird vereint hinter der Unterstützung für die Ukraine stehen.

 

I condemn Russian use of force in Azov Sea. Russian authorities must return Ukrainian sailors, vessels & refrain from further provocations.
I discussed situation with Pres. @poroshenko and will meet his representatives later today.
Europe will stay united in support of Ukraine.

 
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Ganz harte Worte fand der britische Außenminister Jeremy Hunt:

Großbritannien verurteilt Russlands Gewaltanwendung gegen ukrainische Schiffe beim Eintritt ins Asowsche Meer aufs Schärfste. Wir sehen wieder einmal Russlands VERACHTUNG für internationale Normen und die ukrainische Souveränität. Russland muss die gefangengenommenen Seeleute freilassen und das freie Passieren der Straße von Kertsch garantieren.

 

The UK utterly condemns Russia's use of force against Ukrainian vessels entering the Sea of Azov. Once again, we see Russian CONTEMPT for international norms and Ukrainian sovereignty. Russia must release detained Ukrainian sailors and guarantee free passage through Kerch Straits


 
 
 

Mehr zum Thema - FSB: Nach Territorialverletzung setzen russische Schiffe Waffengewalt gegen ukrainische Marine ein

Die Trump-Puppe Poroschenko ruft das Kriegsrecht gegen Russland aus

Vom Putin Versteher entwickelt sich Donald Trump immer mehr zum aktiven Kriegsakteur gegen Russland in Europa. 

Das  rechtsgerichtete Marionettenregime der USA über seinen Satellitenstaat Ukraine  einen Grenzkonflikt im Asowschen Meer in russischen Seegewässern ausgelöst. 

Nach dem Aufbringen mehrerer ukrainischer Marineschiffe durch Russland will Ukraines Präsident Poroschenko das Kriegsrecht ausrufen. Sein Außenminister erklärte: „Jetzt ist Krieg mit der Russischen Föderation.“

. Nach dem Aufbringen mehrerer ukrainischer Marineschiffe durch Russland hat Kiew seine Streitkräfte in volle Kampfbereitschaft versetzt. Der Befehl sei gegeben worden, nachdem der Sicherheitsrat des Landes die Verhängung des Kriegszustands empfohlen habe, teilte das Verteidigungsministerium am Montag mit.

Unterdessen öffnete Russland am Morgen die Meerenge von Kertsch vor der Halbinsel Krim wieder für den Verkehr. Seit 4 Uhr dürften Schiffe sie wieder passieren, berichteten russische Medien unter Berufung auf die Behörden der Krim. Die Sperrung war am Sonntag verfügt worden. Russland hatte den Schritt mit Sicherheitsbedenken begründet.

Die russische Marine hatte in der Meerenge ukrainischen Schiffen die Durchfahrt verweigert und eines der Schiffe gerammt. Später wurden drei ukrainische Schiffe von russischen Streitkräften aufgebracht und gekapert. Auf ukrainischer Seite seien dabei drei Angehörige der Streitkräfte angeschossen worden, teilte Russlands Inlandsgeheimdienst FSB nach Angaben russischer Medien mit.

Der ukrainische Präsident und Oligarch Poroschenko  hatte in der Nacht zum Montag verkündet, er werde dem Parlament die Ausrufung des Kriegsrechts vorschlagen. Dieses solle am Montag darüber entscheiden. Die Verhängung des Kriegsrechts würde dem Staat erheblich mehr Befugnisse geben und Bürgerrechte  einschränken.

 

 

USA führen direkt Krieg im Jemen. Trump ist in der Tradition von Obama und Bush 

US Army Special Forces haben im Saudi-Arabien-Krieg gegen die schiitischen muslimischen Aufständischen im benachbarten Jemen, wo die Rebellen die Hauptstadt kontrollieren und oft ballistische Raketen abfeuern, heimlich geholfen, heißt es in einem neuen Bericht  der New York Times.

So wie der Syrienkrieg von Anfang an ein Geheimkrieg der USA  unter Einsatz von Söldner-Dschihadisten gegen Syrien war, entpuppt  sich auch der Jemenkrieg immer mehr als Geheimkrieg der USA, wo Saudis nur einen Stellverteterkrieg für den US Immperialismus führt.

Mit dem Krieg gegen die schiitischen Huthis soll in Wahrheit der Iran als Erzfeind der Trump Administration getroffen werden.  

Die Times berichtete laut Angaben der US-Vertreter und europäischer Diplomaten, dass im Dezember etwa ein Dutzend Green Berets an die saudi-arabische Grenze zum Jemen gebracht wurde.

Einen Monat, nachdem die Houthi-Rebellen eine ballistische Rakete des Typs Burkan-2 auf den internationalen Flughafen von Riad abgefeuert hatten.

Saudi-Arabien behauptete, den Angriff im November mit seinem in den USA gebauten Raketenabwehrsystem MIM-104F Patriot abgefangen zu haben, aber Analysten haben diese offizielle Version von Ereignissen in Zweifel gezogen .

Der saudi-arabische Kronprinz und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman hat sich Berichten zufolge mit den USA in Verbindung gesetzt, um Hilfe beim Auffinden und Zerstören von Raketenstartplätzen der Houthi-Raketen zu finden, was eine neue Schattenfront für die Operationen des Pentagon im Nahen Osten eröffnet.

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Wie in Afghanistan: Green Berets operieren bereits in fast 70 Prozent der Länder der Welt und sie wollen jetzt ihre Rolle im Bürgerkrieg des Jemen verstärken.

Jemens gegenwärtige Unruhen begann mit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh inmitten einer Welle von regionalen Protesten im Jahr 2012. Saleh wurde durch seinen Stellvertreter Abed Rabbo Mansour Hadi ersetzt, der selbst zunehmend wachsender Abneigung ausgesetzt war und sowohl schiitische muslimische als auch ultrakonservative sunnitische muslimische Aufstände hatte. Der ehemalige, mit Saleh-Loyalisten verbündete, hat Sanaa im Jahr 2014 gestürmt und übernahm Anfang des folgenden Jahres die Kontrolle.

IZ History: ÖVP Partner Strache FPÖ mit damaligen  Nazikontakten 

Straches Verbindungen zur Neonazi-Szene

Fotos, Polizeiprotokolle und Gerichtsakten der damaligen Zeit belegen, dass Strache aus dem radikalsten Teil der Neonazi-Szene kommt.  Zum Jahreswechsel 1989/90 hatte er an einer Kundgebung der neonazistischen Wiking-Jugend teilgenommen, die zu den gewaltbereitesten Gruppierungen der deutschen Neonazi-Szene zählte.

Ein Mitglied dieser Gruppierung ist für den schlimmsten Terror-Anschlag der deutschen Nachkriegsgeschichte verantwortlich: Am 26. September 1980 hatte eine Bombe auf dem Münchener Oktoberfest 13 Menschen getötet und mehr als 200 Menschen schwer verletzt. Viele von ihnen wurden nie mehr gesund, blieben an den Rollstuhl gefesselt und auf fremde Hilfe angewiesen.

Als Täter wurde ein Mitglied der Wiking-Jugend ausgeforscht: Der 21-jährige Geologiestudent Gundolf Köhler, der ein Hitlerbild über seinem Bett hängen hatte. Drei Wochen nach dem Oktoberfest-Anschlag passierten die nächsten Morde von einem Mitglied der Wiking-Jugend: Der jüdische Verleger Shlomo Levin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke fielen (nach Stand der polizeilichen Ermittlungen) einem Anschlag von Uwe Behrendt zum Opfer, der auf seiner Flucht unter ungeklärten Umständen erschossen wurde. Auch zahlreiche weitere Wikinger standen vor Gericht und wurden verurteilt – unter anderem wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung.

Die neonazistische Kundgebung der Wiking-Jugend an der innerdeutschen Grenze Ende 1989 war keineswegs so harmlos, wie Strache das darzustellen versucht. Aufgrund des hohen Gewaltpotenzials der Neonazi-Gruppierung war die Kundgebung vom Landratsamt Fulda untersagt worden. Die Wikinger aber hielten sich nicht an das Verbot. Vielen von ihnen waren dort.

Um den Sturm auf eine Synagoge zu verhindern, wurden 21 Nazi-Demonstranten in neunstündige Verwahrungshaft genommen – darunter Heinz-Christian Strache, seine Verlobte Gudrun Burger (Tochter des Südtirol-Terroristen und NDP-Gründers Norbert Burger) und der spätere Autor der Gründungsfestschrift von Norbert Hofers Marko-Germania zu Pinkafeld.

Strache tat und tut alles, um seine damaligen Neonazi-Kontakte zu verheimlichen. Man kann davon ausgehen, dass sich an seiner Taktik nichts ändern wird. Zugegeben wird nur, was durch Fotos, Dokumente, Gerichtsakten, Polizeiprotokolle oder Zeugenaussagen beweisbar ist.

Details und Belege findet ihr in Hans-Henning Scharsachs neuem Buch „Stille Machtergreifung – Hofer, Strache und die Burschenschaften“. Ab sofort im Buchhandel erhältlich.

Die Verlogenheit der Nahles SPD in Sachen Hartz IV und Grundsicherung geht weiter 

Nachdem sich die SPD Vorsitzende Nahles halbherzig für die Abschaffung des Hartz IV Sanktionsregimes ausgesprochen hatte, ruderte SPD Kader Gabriel massiz zurück. Natürlich werde das Sanktionsregime nicht abgeschafft. 

Entsprechend ernüchternd kommentiert Oskar Lafontaine die Täuschungsmanöver von SPD und  neoliberal gefärbten Grünen als reines Geschwafel. 

Hartz IV-Geschwafel

Da führende Politiker lieber Marketing betreiben als Probleme zu lösen, entdecken sie alle Jahre wieder ihre soziale Ader.

Jetzt wollen SPD und Grüne, die Hartz IV verbrochen haben, Hartz IV abschaffen. Irgendwie zumindest - ist ja auch egal, sie wollen es in Wirklichkeit ja gar nicht.

Den führenden Politikern der SPD nimmt niemand mehr etwas ab, da sie alle am Sozialabbau beteiligt waren. Es sei denn, sie würden erklären: Die Arbeitslosenversicherung und damit Hartz IV müssen deutlich verbessert werden, sonst verlassen wir die Große Koalition. Das wird aber, wie wir alle wissen, nicht passieren.

Die Grünen sind immer dafür oder dagegen – je nachdem, ob sie in der Regierung oder in der Opposition sind. Jetzt in der Opposition sind sie gegen Hartz IV. Ob Rodung des Hambacher Forstes, Diesel-Fahrverbote, Ausbau des Frankfurter Flughafens, Elbvertiefung, Kohlekraftwerk Hamburg, Asylrechtsverschärfungen, Beteiligung an Interventionskriegen, Waffenlieferungen an Saudi-Arabien und so weiter - wenn sie an der Macht sind, schwimmen die Grünen nicht gegen den Strom. Würden sie erklären, keine Koalition mit der CDU oder der FDP einzugehen, da diese Parteien an dem mit Hartz IV verbundenen Sozialabbau festhalten, wären sie vielleicht glaubwürdig. Aber auch Baerbock und Habeck sind so wendig, wie Fischer, Roth, Özdemir oder Göring-Eckardt.

Die Leidtragenden dieses folgenlosen Geschwafels sind die Opfer der Agenda 2010 und der Hartz-Reformen, also Millionen Menschen - darunter viele Alleinerziehende und Kinder -, denen es dreckig geht.

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