
Ukrainische Militärs befahlen Milizionäre auf Zivilisten zu schießen
Überläufer bezeugen den faschistische Charakter der Ukra-Militärführung
Ukrainische Überläufer: "Hatten Befehl, auf Zivilisten zu schießen"
Der Pressedienst der Volksmiliz der Volksrepublik Lugansk hat am Sonntag ein Video veröffentlicht, das drei Überläufer aus den Reihen der ukrainischen Nationalgarde zeigt. Diese berichten über verbrecherische Befehle ihrer Vorgesetzten, auf Zivilisten zu schießen und an Erschießungen teilzunehmen.
Drei Soldaten der ukrainischen Nationalgarde, die vor wenigen Tagen über die Frontlinie liefen und sich den Einheiten der Volksrepublik Lugansk ergaben, berichten in einem am Sonntag durch die Pressestelle der Lugansker Volksmiliz veröffentlichten Video, dass sie den Befehl hatten, auch auf Zivilisten zu schießen.
Die Soldaten waren nach ihren Angaben in der Agglomeration Rubeschnoje, Sewerodonezk und Lissitschansk im Einsatz. Nach Beginn der Kämpfe Ende Februar haben ihre Kommandeure den Befehl ausgegeben, auf jeden zu schießen, der nicht als Angehöriger ukrainischer Verbände zu identifizieren ist. Dazu sagt einer der Männer:
"Unsere Kommandeure zwangen uns ... Gaben uns den Befehl, auf jeden Menschen zu schießen, der sich bewegt, ohne Unterschied, ob es ein Zivilist ist oder nicht."
"Es waren Männer und Frauen darunter. (...) Sie trugen weiße Armbinden, es waren Einwohner der Stadt Rubeschnoje. Sie wurden vor uns aufgestellt, und man gab uns den Befehl, sie zu erschießen. Erschießen wollte man sie dafür, was angeblich in Butscha geschehen ist."
Die Männer geben an, sie hätten die Ausführung des Befehls verweigert und seien dafür selbst in einem Verlies inhaftiert worden.
Nachdem ihre Bewacher in einer der folgenden Nächte stark alkoholisiert waren, gelang den drei Männern die Flucht.
Sie haben sich daraufhin über die Frontlinie begeben und den Einheiten der Lugansker Volksmiliz ergeben.
Die Angaben der Überläufer lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Wahlmanipulation in Frankreich?
Signifikanter Anstieg der ungültigen Stimmen auf 12 % im Jahre 2017 - über 4 Millionen Wählerstimmen zuletzt
Bei den letzten Präsidentschaftswahlen 2017 war die Zahl der ungültigen oder ungültig gemachten Stimmen auf über vier Millionen angestiegen. Das sind ca 12 % aller Wählerstimmen.
Zudem liegt die Zahl der Wahlverweigerer bei ca 25 %. Jeder vierte Franzose boykottiert die Wahlen. Auch das macht einen wirklich demokratischen Charakter der Wahl unmöglich.
Addierte man die Nichtwähler und die Zahl der Wahlverweigerer oder ungültig gemachten Stimmen kam man fast auf 40 % . Von Demokratie kann da keine Rede sein.
Man wird abwarten müssen, ob auch diesmal so viele Stimmen nicht mitgezählt werden und ob deshalb von einer gelenkten Wahl zu reden sein wird?
Da im ersten Wahlgang alle 3 Kandidaten nicht so weit entfernt voneinander entfernt sind, können diese 12 % wahlentscheidend sein, wenn diese Größenordnung entsprechend der Steigerung solcher Stimmen bei den letzten Wahlen fortgeschrieben werden würde.
2017 hatte sich dieser Stimmanteil gegenüber der Wahl davor von 6 % auf 12 % verdoppelt.
Drei Kandidaten haben über 20 % erreicht nämlich Macron ( 28%), Melenchon (20 % ) und Le Pen ( 24%) .
12 % reichen aus um jetzt schon theoretisch von einer Wahlmanipulation sprechen zu können, weil theoretisch der Linke Melenchon bis zu 12 % mehr Stimmen bekommen hat, die einen Zweikampf zwischen Melenchon und Macron oder Le Pen bewirkt hätten. Vielleicht wäre Macron jetzt schon ausgeschieden!
Frankreichs System der Präsidialdiktatur ist sowieso weit undemokratischer als ein rein parlamentarisch gewählter Regierungschef.
Das zweite Einfallstor für Wahlbetrug sind die Briefwahlen - zumal auch immer Anhänger der Machthaber diese Wahlstimmen in erster Linie auszählen .
Dabei wird noch gar nicht berücksichtigt, dass Macron die Medien beherrscht und deshalb einen Vorteil gegenüber den beiden anderen Kandidaten hat, der eine Chancengleichheit bei der Wahl ausschliesst und eine wirklich demokratische Wahl unmöglich macht, solange die Medien gesteuert sind.
Macron ist der Kandidat der Superreichen und der Elite, die auch die Medien und damit die gelenkten Meinungen kontrollieren .
Zudem wird die Rolle der Wahlbeobachter zu klären sein
In 14 Tagen folgt der zweite Wahlgang
Fortsetzung des Berichts folgt
Der Linke Melenchon erhält ca. 20 % - Fabienne Roussel KPF 2,5 %
«Eine andere Welt ist möglich» – es sind grosse Worte, mit denen Linksaussen-Politiker Jean-Luc Mélenchon derzeit auf Stimmenfang geht für die Präsidentschaftswahl.
Wer ändern wolle, was in Frankreich nicht funktioniere, müsse alles verändern – und er habe den konkreten Plan dazu.
Tatsächlich schafft es der linke Nato kritische und sozialistische Hauptkandidat Melenchon auf über 20 % und er kompensiert damit die Schwäche der Kommunistischen Partei Frankreichs, die aber langsam auch wieder erstarkt.
Konkret hofft Mélenchon auf den «Vote utile», also auf die «nützliche Stimmabgabe» von Anhängerinnen und Anhängern anderer linker Parteien – nur so könnte er es, als einziger linker Kandidat, in den zweiten Wahlgang schaffen. Denn die linken Parteien – darunter die Sozialisten, Kommunisten und Grüne – haben es in diesem Wahlkampf nicht geschafft, gemeinsame Sache zu machen.
Diese Spaltung der Linken verhindert einen echten Machtwechsel weg vom Macron Regime, der die Leitmedien in der französischen Diktatur klar kontrolliert.
So liegt er mit 28 % bei einer Wahlbeteiligung von ca 65 % klar vor der Rechtspopulistin Marine Le Pen. Das bedeutet aber auch das nur etwa 20 % der Franzosen Macron gewählt haben der aber 100 % der Macht für sich beansprucht und seine Macht in einer Stichwahl legitimieren will.
Möglicher Wahlbetrug des Macron Regimes sollte nichtsdestotrotz genau untersucht werden. Mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Wahl sind restlos aufzuklären.
Mélenchon tritt an mit einem ur-linken Programm, will Rentenalter 60 und den Mindestlohn erhöhen. Mit einer Verfassungsreform möchte er weniger Macht für den Präsidenten und mehr direkte Demokratie erreichen.
«Gemeinsam gegen Rechts»
Tatsächlich ist das Momentum derzeit auf seiner Seite. Mélenchon hat in den Umfragen aufgeholt und steht nun auf dem dritten Platz, hinter Amtsinhaber Emmanuel Macron und Rechtspopulistin Marine Le Pen. Jean-Luc Mélenchon kandidiert bereits zum dritten und, wie er sagt, letzten Mal. Völlig unrealistisch ist sein Traum nicht, es in den zweiten Wahlgang zu schaffen: 2017 verfehlte er die Stichwahl um weniger als zwei Prozentpunkte.
Damals hatten viele Linke im zweiten Wahlgang Macron gewählt, um Rechtspopulistin Le Pen zu verhindern. Diesmal soll der «Damm gegen rechts» schon im ersten Wahlgang hochgezogen werden, so Mélenchons Aufruf. Denn aus linker Sicht politisiert Macron heute rechter als noch vor 5 Jahren. Mélenchon versucht denn auch, Macron und Le Pen politisch in dieselbe Schublade zu stecken.
PCF Fabien Roussel erhält 2,5 % der Stimmen
Der kommunistische Kandidat erreicht unter dem Druck der "nützlichen Stimmen" die 5%-Hürde nicht. Seine gute Kampagne ermöglichte es der PCF dennoch, wieder sichtbar zu werden.
Als 20 Uhr näher rückt, haben die Place du Colonel-Fabien, die kommunistischen Aktivisten und die FabLab-Teams, die die Kampagne geleitet haben, ihre Augen auf die Bildschirme gerichtet.
Zur Schicksalsstunde wird die vorläufige Punktzahl ihres Präsidentschaftskandidaten angezeigt: Fabien Roussel sammelt nach ersten Schätzungen 2,5 Prozent der Stimmen.
Die erhoffte 5%-Schwelle wurde leider nicht erreicht, aber in der PCF-Zentrale messen sie die Fortschritte, die seit dem Start der Kampagne im Mai 2021 gemacht wurden.
Wir wurden nicht enttäuscht. Aber ich hatte mir nicht vorgestellt, wie enthusiastisch der Wahlkampf werden würde“, vertraute der Abgeordnete aus dem Norden bereits auf der Zielgeraden des Wahlkampfs an.
„Fabien Roussel gilt heute als eine der Hauptfiguren der Linken. Ehrlich gesagt eine beliebte Figur, die für die Zukunft zählen wird“, fügt Ian Brossat hinzu. Vor allem glaubt der Kandidat: „Mit meiner Kampagne habe ich es geschafft, Franzosen wieder in die Linke zu bringen, die nicht mehr daran geglaubt haben. »
Ein Ziel, das er in einer komplexen ausgewogenen Gleichung zur Remobilisierung zur Priorität gemacht hatte, ohne etwas von den anderen Kandidaten auf der linken Seite oder von den Chancen auf die Qualifikation zu amputieren.
Trotz der Aufrufe zu einem „Überzeugungsvotum“ war der Druck des nützlichen Votums, „Marine Le Pen in der ersten Runde zu blockieren“ , vom ehemaligen KPF-Partner Jean-Luc Mélenchon, nicht weniger stark.
Die PCF wird jedoch wieder eine unbestreitbare Sichtbarkeit in der öffentlichen Debatte erlangt haben. „Er war aus der politischen Landschaft verschwunden, er wird jetzt mit Kämpfen identifiziert, Positionen eingenommen: zu Energie, Ernährungssouveränität …“, bestätigt Ian Brossat. Vor allem eine Polemik erlaubte es dem Kommunisten, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen: Wein-, Käse- und Fleischliebhaber erinnern sich daran.
Wenn Twitter sich bis zur Beleidigung hinreißen ließ, nachdem die Formel im Januar am Set von France 3 gestartet wurde, verteidigte der Kandidat an diesem Tag „Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln für alle ».
Ein Thema ging dann auf Fernsehgeräten und beim Besuch einer Metzgerschule zurück. Andere Initiativen werden noch mehr Verwirrung in den Reihen der Militanten gestiftet haben, von der Teilnahme an der Polizeidemonstration ganz zu Beginn der Kampagne bis hin zur Anwesenheit von Caroline Fourest bei einer von der PCF im Januar organisierten Hommage an Charlie Hebdo .
Sicherheit und Säkularismus, zwei Themen, die laut seinem Wahlkampfleiter jedoch zu denen gehörten, die es dem Abgeordneten aus dem Norden ermöglichten, seine „Differenz zur Linken“ zu betonen , wie die Atomkraft, die er befürwortet.
Aber es ist der Kampf gegen die hohen Lebenshaltungskosten, der das Hauptkennzeichen dieses Langstreckenrennens um die „Happy Days“ gewesen sein wird .
Von Marseille über Paris bis Lille stand die Kaufkraft als Teilung von Reichtum und Macht im Mittelpunkt der vollgepackten Meetings. Ein Wahnsinn, der durch das Gefühl der Inszenierung des Kandidatenteams verstärkt wird, wie bei der Operation "Casa de Roussel", einem Happening, das darauf abzielt, das Fischen "für die großen Fische" der Steuerhinterziehung am 1. April mitten in der neuen McKinsey Affäre.
Punkte erzielt, aber nach der Episode dieser Kampagne bleibt der Rest zu schreiben, insbesondere um die Zahl der PCF-Abgeordneten zu erhalten oder sogar zu stärken.
„Der allgemeine Kontext ist sehr besorgniserregend und voller Risiken für die Zukunft. Aber die Kandidatur von Fabien Roussel hat es ermöglicht, Meilensteine zu setzen, die für die Zukunft nützlich sein werden.
Er begann, die Grundlagen für einen authentischen linken Diskurs zu legen“, bemerkt Ian Brossat. Und alles muss für die PCF damit beginnen, „die extreme Rechte zu schlagen, was angesichts der Ergebnisse nicht offensichtlich ist“ und „auch annimmt, dass Macron die Wut des Landes steigert“ .
Nato will die Ostfront massiv aufrüsten - Hauptfeind bleibt aber in Wahrheit China und nicht Russland - Es geht um das Vorspiel für einen Weltkrieg , der auf die Vernichtung Chinas zielt.
Ukrainekrieg dient nach Ostexpansion als vorgeschobener Vorwand für Hochrüstungspolitik
Der Militärisch-Industrielle Komplex im Westen wird sich freuen. In Deutschland Rüstungskonzerne wie Rheinmetall
Warum ist man nicht ehrlich und warum proklamiert diesmal nicht den Mauerbau gegen Russland von sich aus - zumal man ihn ja faktisch durch Isolationismus und Spaltung aus Europas ohnehin betreibt ?
Das dabei Russland noch weiter in die Arme von Rotchina und Indien getrieben wird, nimmt man einfach strategisch hin.
Der angebliche Reset brauchte nur einen geeigneten Vorwand, den man mit 8 Jahren Aufrüstung der Ukraine gegen Russland und mit 25 Jahren Ost-Expansion der Nato seit 1997 in 5 Beitrittswellen selbst geschaffen hatte.
NATO-"Reset" wegen "neuer Realität": Stoltenberg kündigt Wandel in NATO-Ostflanken-Politik an

Nach Ansicht von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat der Krieg in der Ukraine zu einer "neuen Realität" in Europa geführt. "Egal wann oder wie der Krieg in der Ukraine aufhört, der Krieg hat bereits langfristige Konsequenzen für unsere Sicherheit", sagte Stoltenberg am Sonntag in einem Interview mit der britischen Zeitung Sunday Telegraph. "Was wir jetzt sehen ist eine neue Realität, eine neue Normalität für die europäische Sicherheit", an die sich das Verteidigungsbündnis nun längerfristig anpassen müsse, erklärte er. Hierfür sei ein genereller "Reset" notwendig, über den das Militärbündnis Ende Juni beim NATO-Gipfel in Madrid entscheiden wolle, so Stoltenberg.

Die NATO-Präsenz an der Ostflanke des Bündnisgebiets habe vor Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar aus einer relativ kleinen Truppe zur Abschreckung bestanden, die Stoltenberg zufolge nun zu einer größeren und verteidigungsfähigeren Truppe umgebaut werden soll. "Wir müssen sicherstellen, dass wir in einer gefährlicheren Welt weiterhin in der Lage sind, alle Bündnispartner der NATO zu schützen und zu verteidigen."
Deshalb begrüße er auch jede Anhebung von Verteidigungsausgaben bei den Mitgliedstaaten. Dies gelte insbesondere für Großbritannien, bemerkte Stoltenberg. Das Land gebe bereits jetzt schon mehr als die vorgegebenen zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben aus. Auch die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigte deutliche Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben, fand in dem Telegraph-Interview lobenden Anklang. "Angesichts der Größe der deutschen Wirtschaft macht das auch für die gesamten Verteidigungsausgaben der NATO wirklich einen Riesenunterschied", sagte Stoltenberg.
Mehr zum Thema - NATO nimmt China in den Fokus – Ausbau der Zusammenarbeit mit asiatischen Partnern
Nazi Ukrainer träumen von der "Endlösung der Russenfrage"
Auch das ukrainische Parlament zeigt sich im Stile einstiger Hitlerfaschisten russophob
Ob rechtsradikale Ukrainer in Deutschland und in der Ukraine gleichzeitig auch von der " Endlösung der Judenfrage" träumen, ist nicht bekannt.
Ukrainer singen vor dem Reichstagsgebäude über die 'Endlösung der Russenfrage'

"Bella Ciao" kann man mit Sicherheit als das berühmteste Partisanenlied bezeichnen. Der als Liebeslied getarnte Text mit mitreißender Melodie handelt vom Kampf italienischer Partisanen in der Bergprovinz Modena gegen namentlich nicht genannte faschistische Besatzer im Zweiten Weltkrieg. Damit wurde der Song zum weltweiten Symbol des antifaschistischen Widerstands.
Doch zu oft wurde das Lied in den letzten Jahren als bloßes Party- oder Liebeslied verballhornt, auch im Deutschen. Nun sind es die Ukrainer, die das italienische Original neu "interpretieren". So sang ein junges Mädchen, wohl noch im Schulalter, auf einer proukrainischen Kundgebung in Berlin den Refrain im Ukrainischen:
"Und unsere Leute, die Ukrainer,
haben die ganze Welt
gegen die 'Russniaken'
vereinigt.
Und bald schon wird es
Gar keine Russniaken geben,
Und dann wird Frieden
Sein auf der ganzen Welt."
Dem restlichen Text zufolge soll es infolge der gemeinsamen Anstrengungen der tapferen ukrainischen Kämpfer und des Westens gar keine "Russniaken" (die in der Ukraine übliche, äußerst abschätzige Bezeichnung für Russen) geben, wobei der Westen mit Waffenlieferungen, Sanktionen und freiwilligen Kämpfern helfe.
Die Kundgebung fand im Berliner Regierungsviertel unter dem Eindruck der Ereignisse in der Kleinstadt Butscha bei Kiew am 6. April statt, als nach Abzug der russischen Truppen Dutzende männliche Leichen hauptsächlich auf einer einzigen Straße entdeckt worden waren. Auch forderten die Protestteilnehmer ein Kriegstribunal gegen Wladimir Putin und ein vollständiges Embargo gegen russische Energielieferungen. Am Ende der Aktion legten sich die Demonstranten auf den Boden, wobei sie die Augen schlossen oder die Hände auf den Rücken legten, als wären sie gefesselt. Eine abschließende und unabhängige Aufklärung der Vorgänge in Butscha steht nicht zu erwarten.
Das Singen des falschen "Bella Ciao" war also nur eine Episode einer größeren Aktion, die unbemerkt geblieben wäre, wenn der Auftritt der jungen Dame nicht zwei Tage später von russischen Telegram-Kanälen entdeckt worden wäre. Jetzt wird er auch in den deutschen sozialen Medien aktiv geteilt.
Nein, es ist wohl nicht so gemeint, und wenn doch, dann sind nicht alle gemeint, sondern nur einige. Das Argument höre ich jetzt schon. Und was haben die Russen erwartet, nachdem sie die Ukraine angegriffen hatten? Diese Melodie aus einem antifaschistischen Kontext wurde nicht zufällig ausgewählt. Denn laut der ukrainischen Sängerin und Autorin des Textes, Christina Solowij, sind heutzutage die Russen zu Nazis geworden, und die Ukrainer sind jene freiheitsliebenden Partisanen, die nun das Lied übernehmen dürften:
"In den ukrainischen Originaltexten wird anstelle von 'Russen' das Wort 'Russnjaki' (укр. русня, tr. rusnja) verwendet. 'Russnjaki' ist ukrainischer Slang für aggressive, fremdenfeindliche Russen, die von der Kreml-Propaganda des imperialen russischen Nazismus beeinflusst sind."
Solowij veröffentlichte ihre akustische "Bella Ciao"-Interpretation unter dem Titel "Ukrainische Wut" erstmals am 6. März auf ihrem Instagram-Account. Am 7. März veröffentlichte sie das Lied mit einer deutschen Übersetzung auf ihrem YouTube-Kanal. Mit 2,5 Millionen Aufrufen wurde das Lied zum Hit und ist inzwischen auch im Online-Handel erhältlich.

Das Lied strotzt vor Tod und Blut. Die ukrainische Wut lässt "verdammte Schlächter" in ihrem Blut baden, während Javeline und Bayraktare die "Russenschweine" töten. Inzwischen wurde das Lied auf anderen Kanälen unzählige Male von Ukrainern nachgesungen. Sowohl Instagram als auch YouTube und andere Internet-Dienste sahen im Inhalt des Liedes keine Verletzung der Nutzungsbedingungen.
Nichts verfälscht das Original mehr als diese Fixierung auf Mord. Im italienischen Lied ist die Rede vom aufopferungsvollen Tod eines Partisanen, der "Feind" wird nur kurz erwähnt, von jedweder Tötungsabsicht ist da gar nicht die Rede. Kein Blut, keine "Schweine", keine Welt ohne Deutsche. Aber das stört niemanden, das Lied wird in Kommentaren bejubelt, es findet ein Fest des Hasses statt. Nun hat es auch Berlin erreicht.
Dabei wird das Blutrünstige durch einen Trick "retuschiert". Die Wut ist heilig, weil sie an das Sowjeterbe der Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg angelehnt ist: Der Anfang des Textes "An einem Morgen bei Tagesanbruch die Erde zitterte" erinnert an das berühmte Sowjetlied der Sängerin Klaudia Schulzhenko "Blaues Tüchlein", das mit den Worten anfängt: "Am 22. Juni, genau um 4 Uhr wurde Kiew bombardiert". Damit spielt die Autorin in ihrem Lied klar auf den heimtückischen Angriff Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion im Juni 1941 an, infolgedessen 27 Millionen Menschen gestorben sind.
Das aus dem ukrainischen öffentlichen Bewusstsein komplett ausradierte Sowjeterbe darf jetzt in der Kiewer PR-Strategie ausnahmsweise und nur in diesem Aspekt reaktiviert werden – gegen die russischen Nachkommen der Waffenbrüder von damals, als alle Republiken der Sowjetunion geschlossen gegen die Invasoren gekämpft hatten. Merkwürdig in einem Land, dessen Städte nun mal seit Jahren die Namen der berüchtigtsten Nazikollaborateure aus den Reihen der ukrainischen Nationalisten schmücken.
Die Szene, die sich vor Kurzem in einem Dorf vermutlich in der noch ukrainisch besetzten Donbass-Region abspielte, wurde zum Sinnbild und Symbol des Ukraine-Konflikts: Eine greise, zerbrechliche Dame, wohl denkend, dass in ihrem Dorf russische Soldaten auftauchten, begrüßte die Menschen in Militäruniform mit einer roten Siegesfahne. Ein ukrainischer Soldat rief ihr verachtend entgegen: "Ruhm der Ukraine", nahm ihr die Fahne ab und trampelte darauf herum. Gleichzeitig bot er der alten Dame eine Tüte Lebensmittel an. Sie verweigerte die Hilfe und rügte den Soldaten:
"Dies ist die Fahne, mit der meine Eltern gekämpft haben, und Sie treten sie mit Füßen."
Der Vorfall wurde in Russland in kürzester Zeit zu einem Meme:
Aber nicht nur wegen des völlig verfälschten Bezuges auf den Großen Vaterländischen Krieg ist das Cover des legendären Partisanenliedes zutiefst missbräuchlich. Dessen Urheber übersehen geflissentlich, dass der Krieg, den sie verurteilen, nicht eines Morgens in Februar dieses Jahres begann, sondern vor acht Jahren, als die nationalistische Putschisten infolge einer Reihe False-Flag-Attacken demokratisch gewählte Regierung in Kiew stürzten und wenige Wochen später Truppen in die dagegen rebellierenden Regionen entsendeten. Sie übersehen auch, dass ihre Regierung über alle diese Jahre hinweg bereit war, für den Beitritt zur NATO einen großen Krieg mit Russland zu riskieren.
Und wogegen rebellierten die Krim, der Donbass und andere Regionen im Osten des Landes, die allerdings von den neuen Machthabern mit Gewalt unterdrückt wurden? Auch und vor allem gegen Aufrufe zum Mord in Form zahlreicher faschistischer, russophober und offen rassistischer Parolen, die seit Beginn der "proeuropäischen" Maidan-Revolution im November 2013 in der Ukraine fest zum öffentlichen Raum gehören. Nun erreichten die Parolen ukrainischer Nationalisten, die ständig von Untergang und Zerstörung Russlands fabulieren, die deutsche Hauptstadt. Die Hauptstadt jenes Landes, dessen Außenministerin Russland mit Sanktionen und Waffenlieferungen an die Ukraine "ruinieren" will. Nun kommt zusammen, was zusammengehört.
Ukrainisches Parlament begrüßt Schändung des Treptower Ehrenfriedhofs

Auf dem offiziellen Twitter-Account des ukrainischen Parlaments (Werchowna Rada) wurde die Schändung des Ehrenmals für sowjetische Soldaten im Berliner Stadtteil Treptow begrüßt. Der Verfasser des Tweets freute sich über die Tat mit den Worten:
"In Deutschland haben Graffitikünstler identifiziert, wer die wirklichen Faschisten sind. Sie haben das Ehrenmal für die sowjetischen Soldaten im Berliner Treptow-Park mit roter Farbe bemalt. Auf dem Monument sieht man Schriftzüge 'Warum?' und 'Ukrainisches Blut ist auf russischen Händen' sowie 'Putin = Stalin' und 'Faschisten'."
Das Ehrenmal im Treptower Park ist das Bekannteste von insgesamt vier Denkmälern für die sowjetischen Befreier in Berlin. Das weltbekannte Monument des sowjetischen Bildhauers Jewgeni Wutschetitsch zeigt einen sowjetischen Soldaten, der ein zerschlagenes Hakenkreuz mit dem Fuß zertritt und auf dem Arm schützend ein deutsches Kind hält. Die Mutter-Heimat-Statuen in Wolgograd und Kiew wurden ebenfalls von Wutschetitsch entworfen.

In der Nacht zum Donnerstag vergangener Woche wurde das Ehrenmal mit Parolen und roter Farbe beschmiert. In den Parolen lässt sich ein Bezug zum Ukraine-Krieg feststellen. Die Schmierereien bezogen sich jedoch nicht allein auf die russischen Truppen und die derzeitige russische Regierung. An den Wänden der Gedenkstätte waren auch Aussagen wie "Kill all Russians" ("Tod allen Russen") lesen. Dies deutet auf einen russophoben Hintergrund der Täter hin.
Die Anlage im Treptower Park ist zugleich ein Ehrenfriedhof, auf dem 7.000 in der Schlacht um Berlin gefallene Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Nach unterschiedlichen Schätzungen stammten zwischen einem Viertel und einem Drittel der an der Schlacht um Berlin beteiligten Sowjetsoldaten aus der Ukraine.
Der im spanischen Exil lebende ukrainische Journalist und Blogger Anatolij Sharij kommentierte die Äußerungen des ukrainischen Parlamentes auf seinem Telegram-Account am Sonnabend:
"Das ukrainische Parlament ist erfreut, dass jemand 'Faschisten' auf das Denkmal für die sowjetischen Soldaten in Berlin geschrieben hat. Waren die Ukrainer, die im Zweiten Weltkrieg starben, keine sowjetischen Soldaten oder wurde der Krieg ausschließlich von den Russen gewonnen? Idioten."
Hintergrund
Westliche Medien reden sich den Faschismus und Rassismus in der Ukraine schön
Westliche Medien schließen sich zusammen, um ukrainische Neonazis reinzuwaschen
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